Design und Konstruktion
Der Rumpf besteht aus einem einstückigen, handaufgelegten GFK-Laminat mit einem Deck im Sperrholzkern, das durch eine doppelt laminierte GFK-Kante über die gesamte Länge verschlossen ist, um Rumpf und Deck fest miteinander zu verbinden. Das Unterwasserschiff ist modern gestaltet, was der 33 ihr berechenbares und manövrierfreudiges Verhalten in engen Häfen verleiht. An Deck kennzeichnen der Kanuheck und ein kleiner Aluminium-Bugspriet für zusätzliche Festigkeit die Mischung aus traditionellem Profil und moderner Funktion. Das am Skeg aufgehängte Ruder ist mit einer Radsteuerung und einer Backpinne ausgestattet – eine Redundanz, die sich hervorragend für ein Boot eignet, das für Langstrecken konzipiert ist. (1)
Rigg und Handhabung
Richards entschied sich für ein Kutterrigg wegen des besseren Gleichgewichts beim Reffen und verlegte die Püttinge nach innen, um einen engeren Schotwinkel zu ermöglichen. Ein kleiner Aluminium-Bugspriet war erforderlich, um diese Konstruktion zu stützen. Der Segelplan ist für die Größe großzügig bemessen; eine Datenbankbewertung stuft das Boot als deutlich übertakelt ein, mit mehr Rigg als 79 Prozent ähnlicher Segelboote, und das SA/D-Verhältnis liegt bei 16,2 im Referenzsegel und steigt auf 19,5 mit einer 135-prozentigen Genua. Auf dem Wasser lässt sie sich einhand leicht bedienen, ist für ihre Größe schnell und dank ihres modernen Unterwasserschiffs in engen Häfen berechenbar. Das Kenterungsverhältnis liegt bei 1,79, die Komfort-Ratio bei 30,4, während das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 290 sie zu den schweren Fahrtenyachten zählt.
Unterbringung
Unter Deck bietet die 33 sechs Kojen, darunter zwei seetüchtige Achterkojen. Eigner berichten, dass die Doppelkojen eher für den Stauraum als zum Schlafen konzipiert wurden. Das Boot fasst 110 US-Gallonen Wasser in zwei Edelstahltanks im Bilgenbereich, hat eine Dieselkapazität von 50 US-Gallonen und einen Fäkalientank mit 25 US-Gallonen. Angetrieben wird das Boot von einem zweizylindrigen Pisces-Diesel mit 27 PS, der auf einem Peugeot-Motor basiert.
Bekannte Schwachstellen
Einige Eigner der Alajuela 33 berichten von Luvgierigkeit, ein Manko, das man im Vergleich zum ansonsten berechenbaren Seeverhalten abwägen muss.
Das Fazit
Die Alajuela 33 ist ein durchdacht skaliertes Nachfahrt eines 28-Fuß-Konzepts, das auf 33 Fuß vergrößert wurde, damit sie auf See Trägheit mitbringen kann, ohne zu einer schweren Verdrängeryacht zu werden. Ihr handaufgelegter Rumpf, die inneren Püttinge und das Kutterrigg mit einem starken Bugspriet zeugen von einer Werft und einem Konstrukteur, die versuchen, traditionelles Aussehen mit moderner Kontrolle zu verbinden. Die Achterkojen eignen sich besser als Stauraum als als Seekojen, und eine bekannte Schwachstelle der Eigner ist die Luvgierigkeit, aber das Boot bleibt schnell, einhandtauglich und komfortabel proportioniert für einen Törn an der Küste oder auf Langstrecke.
Vorteile
- Verbindet traditionelle Ästhetik mit einem modernen Unterwasserschiff für berechenbares Manövrieren auf engem Raum
- Großzügiger, überdimensionierter Kuttersegelplan mit innenliegenden Püttingen für präzises Schotenlegen
- Sechs Kojen und eine beachtliche Wasserkapazität sowie Kraftstoffvorrat für diese Bootslänge
- Einteiliger, handaufgelegter Rumpf mit vollständig laminiertem, doppelt verklebtem Decksaufbau
Nachteile
- Die beiden Achterkojen werden von Eignern eher als Stauraum denn als Schlafplätze genutzt
- Von einigen Eignern berichtete Luvgierigkeit
- Ursprünglich im oberen Preissegment des Marktes positioniert








