Design und Konstruktion
Die 33 Caribbean ist überwiegend aus GFK mit Holzverzierungen gebaut und verfügt über einen tiefgelegten, eingeknickten Vorsteven sowie einen erhöhten Heckspiegel. Die Form des Einrumpfboots folgt einem festen Langkiel mit einem aufholbaren Schwert, einem am Kiel montierten Ruder, das über eine Pinne gesteuert wird, und einer soliden GFK-Rumpfkonstruktion unter der Wasserlinie, wie es für die damalige Zeit typisch war. Mit einer Länge über alles von 33,08 Fuß misst das Boot 24 Fuß an der Wasserlinie und weist eine Breite von 9,83 Fuß auf. Die Verdrängung beträgt 11.000 Pfund, die Ballastmenge liegt bei 4.200 Pfund. Das Schwert verleiht dem Entwurf eine zweifache Persönlichkeit: 7 Fuß Tiefgang mit abgesenktem Schwert für hervorragende Segeleigenschaften auf See und nur 3,50 Fuß im hochgezogenen Zustand für das Erkunden flacher Gewässer. Der Entwicklungsweg zur Columbia 34, die den Rumpf beibehielt, aber ein vom Columbia 40 abgeleitetes Deck erhielt, zeigt, dass das Original als bewusster Fahrtenyacht-Rumpf und nicht als Übergangslösung konzipiert war.
Rigg und Handhabung
Das Boot ist mit einem Masttoppslup-Rigg vom Bermuda-Typ ausgestattet, das ein I-Vorliek von 40,50 Fuß und eine J-Basis von 13,50 Fuß aufweist, ein 35-Fuß-Rutschfock und einen 15,50-Fuß-Schwertstummel. Die Gesamtsegelfläche beträgt 544,63 Quadratfuß, die sich fast gleichmäßig auf ein Großsegel von 271,25 Quadratfuß und eine Fock/Genua von 273,38 Quadratfuß verteilen. Dieses Verhältnis bei einem 11.000-Pfund-Rumpf mit einer Rumpfgeschwindigkeit von 6,57 Knoten kennzeichnet eine moderate Fahrtenyacht, gebaut für ausdauernde Törns und nicht für maximale Geschwindigkeit. Das mit der Kielschraube gekoppelte Pinnensteuerungs-Ruderlayout, gepaart mit dem Langkiel und dem Schwert, setzt Kursstabilität und Toleranz gegenüber Grundberührungen über die feinfühlige Reaktionsfähigkeit des Ruders hinweg. (1)
Unterbringung und Aufteilung
Die 33 Caribbean ist ein Freizeit-Kielboot und eine Fahrtenyacht für tiefes Wasser, weshalb ihr Innenraumkonzept allein anhand ihrer Einsatzzweck und Maße beurteilt werden muss. Die Wasserlinie von 24 Fuß und die Breite von 9,83 Fuß deuten auf ein Volumen hin, das typisch für eine 33-Fuß-Schwert-Yacht aus den 1960er Jahren ist, und der erhöhte Heckspiegel spricht eher für Auftrieb im Achterschiff und Sitzplätze in der Plicht als für einen modernen Süßwasser-Schnitt. Sicher ist hingegen der Antrieb: Ein Universal Atomic 4 Benzinmotor mit 30 PS, der für Hafenmanöver ausgelegt ist – ein damals standardmäßiges vierzylindrigen Atomic-Paket, das den Charakter des Bootes als Hilfsmotor prägt.
Refits und der Besitzkontext
Da nur 61 Exemplare fertiggestellt wurden, bringt jedes erhaltene Boot die typischen Schwachstellen eines sechzig Jahre alten GFK-Rumpfes mit Holzverzierungen und einem Benzin-Atomic 4 mit sich. Die Umstellung desselben Rumpfes auf die Columbia 34 im Jahr 1966 bedeutet, dass einige Decksbeschläge und Riggsysteme bereits ein Jahr nach dem Ende der Caribbean 33 weiterentwickelt wurden. Die Caribbean 33 selbst ist jedoch für Eigner ein fester Referenzpunkt: eine Langkielslup mit Schwert von 1963–1965, Pinnensteuerung und Rumpf mit Pinne, die den Innenausbau mit Formsperrholz überholt, den Columbia später in diesem Jahrzehnt übernahm.
Das Fazit
Die Columbia 33 Caribbean ist eine kompakte, seltene Fahrtenyacht für tiefes Wasser, die ein Flachkiel-Steckschwert mit einem seegängigen Langkiel-Rumpf und einem Ruder mit Pinne kombiniert. Die kurze Bauzeit und die klare Weiterentwicklung zur Columbia 34 machen sie zu einer historisch interessanten Darstellung des frühen Columbia-Fahrtenyacht-Designs der 1960er Jahre. Aufgrund der geringen Produktion und der damals begrenzten Nachfrage nach Benzinern bedarf sie jedoch sorgfältiger Pflege durch den Eigner.
Vorteile
- Seltenes, dokumentiertes Entwicklungsprojekt der Arco 33 mit nur 61 gebauten Exemplaren
- Das aufholbare Schwert bietet im Hochseebetrieb einen Tiefgang von 2,10 m und im Flachwasserbereich eine Eignung mit 1,07 m Tiefgang
- Konsequent konstruierte Fahrtenyacht für tiefes Wasser mit Langkiel und Pinne
Nachteile
- Benzinmotor Universal Atomic 4 als Hilfsmotor anstelle eines modernen Diesels
- Kurze Produktionszeit von 1963–1965 schränkt die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und den Flotten-Support ein








