Design und Konstruktion
Die X-332 verfügt über einen massiven GFK-Rumpf mit Blei-Eisen-Ballast von insgesamt 3.968 Pfund bei einer Verdrängung von 9.600 Pfund. Dies ergibt ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von fast 41 Prozent und ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 177. Ihr Kiel ist als Bulbkiel ausgeführt mit großen Rundungen am vorderen und hinteren Ende. Die Struktur wird durch das bewährte, feuerverzinkte Stahlrahmen-System von X-Yachts zusammengehalten, eine Methode, die die Werft zu dieser Zeit bereits seit zwei Jahrzehnten erfolgreich einsetzte; ein Loch in diesem Rahmen dient als zentrales Hebelement. Über der Wasserlinie sitzt der Kajütaufbau hoch und erstreckt sich deutlich nach vorn. Das haben Testsegler bemerkt, was dem Boot viel Innenraumvolumen und eine Stehhöhe von voller 1,83 Meter (sechs Fuß) in der Vorschiffskabine bietet, obwohl dadurch nur sehr wenig Platz auf dem Vordeck bleibt. Mehrere Bootsschleusen kaschieren das hohe Freibord. Der Niedergang folgt der typischen, zum Achterschiff hin abfallenden Form der Werft und ist leicht in den Kajütaufbau eingelassen. Ein flacher Badeplattform-Aufbau ist in den Spiegel eingelassen, und der nahezu vertikale Ruderschaft trägt ein kleines Skeg vor dem Spatenruder. (1)
Rigg und Handhabung
Die X-332 ist als 7/8-Slup mit zwei zurückgepfeilten Salingen getakelt, wobei das Vorstag etwa zehn Zoll vom Vorsteven entfernt liegt. Ein 16:1-Achterstagspanner und die Bugklaustracks mit verstellbaren Wagen auf einer schrägen Erhöhung zwischen dem Kajütaufbau und dem Deck halten die Seitendecks frei für einen ungehinderten Durchgang. Die Plicht ist lang und wird durch einen Großschot-Traveller geteilt, der auf Augenhöhe der Backskisten vor einer optionalen Radsteuerung verläuft. Diese Traveller-Anordnung passt zum Standard der kurzen Pinne an Bord, obwohl das Steuerrad im Testboot weit achtern positioniert war. Unter Segeln bestätigen die Zahlen das Gesamtbild: Bei einer kalten Brise von 12 Knoten und sechs Crewmitgliedern an der Kante krängte sie nur etwa 15 Grad, lief mit einer Hand am Rad stabil kursstabil und hielt vor dem Wind knapp unter 6 Knoten, bevor sie unter Spinnaker vor dem Wind 7 Knoten erreichte. Ihre PHRF-Einstufung von 120 Sekunden pro Meile, eine Verdrängung von rund 9.600 Pfund und ihre schnelle Beschleunigung nach Wenden kennzeichnen sie als lebendiges Boot, das sehr gut Höhe läuft. (2)
Unterbringung
Unter Deck präsentiert sich die X-332 mit einem vollständigen Teak-Innenausbau mit edlen Furnieren und massiven Zierleisten, wobei Kurven die Komponenten überall weich machen. Der Entwurf trennt die Kabinen im Vorschiff und Achterschiff – eine Überraschung bei einem 33-Fuß-Boot – mit einer großen Doppelkoje achtern, die Tester zwar groß, aber nicht besonders leicht zugänglich fanden. Die Pantry ist der Schwachpunkt: eine kleine Kühlbox, sehr wenig Arbeitsfläche für die Essenszubereitung und zwei Spülen, die kaum groß genug für einen vollen Teller sind. Im Gegensatz dazu ist die Navigationsecke großzügig und nimmt so viel Platz auf dem Boot ein wie die gesamte Pantry. Ihr runder Hocker dient gleichzeitig als bequemer, eingebauter Steuersitz. Die Nasszelle ist eng, bietet jedoch einen kleinen Kleiderschrank für nasse Sachen. Der Salon öffnet sich um einen Tisch mit Sitzplätzen für sechs Personen sowie Doppelsofas und einem dreiflammigen Herd mit Backofen.
Bekannte Schwachstellen
Die einzige Einschränkung aus den Probefahrten betraf das schlanke Ruder: Wie es in der Zeitschrift Sailing World berichtet wurde, half das Ruder zwar dabei, dass das Boot gut Höhe am Wind laufen konnte, blieb jedoch bei durchschnittlichen Bedingungen während der Tests stehend. Dies ist ein Punkt, den man bei der Nutzung des Bootes in wechselhaften Küstenbrisen im Blick behalten sollte. (2)
Refits und Eignerschaft
Das ab Werk angebotene Prestige-Paket umfasste zusätzlich die Winschen Anderson 40ST, North-Segel, Raytheon-Elektronik, einen Fancor-Rollfockantrieb und Innenausbauten, was die kompletteste, regattafertige Ausstattung darstellte. Käufer eines gebrauchten Bootes sollten genau prüfen, welche dieser Upgrades erhalten geblieben sind, da das Boot als gut gebaute, hervorragend ausgestattete Regatta-/Fahrtenyacht mit zwei privaten Kabinen für komfortables Fahrtensegeln geschätzt wurde.
Das Fazit
Die X-332 ist ein durchdacht konstruiertes Jeppesen-Design, das die Glaubwürdigkeit eines Einheitsklassen-Regattaboots mit echter Privatsphäre unter Deck für das Fahrtensegeln verbindet. Ihr steifer, schneller Rumpf und das klare Decks-Layout belohnen Regatta-Liebhaber, während die getrennten Kabinen und die großzügige Navigationsecke das Leben auf Langstrecke trotz einer engen Pantry erträglich machen. Der Ruderdrall ist der einzige bekannte Schwachpunkt.
Vorteile
- Steif und schnell: 15 Grad Krängung bei 12 Knoten Wind, Geschwindigkeiten von 6–7 Knoten, PHRF 120
- Zwei separate Kabinen mit einer Stehhöhe von 1,80 m im Vorschiff
- Langlebiger, verzinkter Stahlrahmen mit zentraler Aufholöse
- Komplett ausgestatteter Teak-Innenraum mit großer Navigationsecke und Sitzbank am Steuerstand
Nachteile
- Das schlanke Ruder (High-Aspect-Ruder) geriet bei durchschnittlichen Testbedingungen ins Trudeln
- Enge Pantry: kleine Kühlbox, minimales Arbeitsfeld, winzige Spülen
- Die Achterkoje ist groß, aber schwer zugänglich
- Eingeschränktes Vordeck durch das weit vorn reichende Kajütdach







