Design und Konstruktion
Die Oceanmaster 48 misst eine Länge über alles von 14,63 Metern bei einer Breite von 4,6 Metern und weist einen Tiefgang von 2,11 Metern bei dem Flossenkiel auf. Sie verdrängt 12.701 Kilogramm bei einer Wasserlinienlänge von 12,5 Metern. Ihr Ballast von 5.300 Kilogramm ergibt ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 41,73 %, gepaart mit einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 181,23, was sie fest im Bereich der schweren Fahrtenyachten und nicht im Segment der Leichtdeplacement-Regattaboote positioniert. Westerly baute das Boot im Vereinigten Königreich unter dem Namen Westerly Marine Construction Ltd in einer Zeit, als sich das Unternehmen dem Konkurs und einer Umstrukturierung näherte, die die Marke 1991 neu formte. Der solide GFK-Rumpf und die Kombination aus Flossenkiel und Spatenruder spiegeln eine konventionelle, robuste Plattform für das Fahrtensegeln wider und keine experimentelle Konstruktion.
Rigg und Handhabung
Als Masttoppslup mit einer Segelfläche von 102,19 Quadratmetern weist die Oceanmaster 48 ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 19,16 und eine S# von 3,20 auf. Diese Werte deuten auf eine moderate Fahrtenyacht hin, die genügend Segelfläche besitzt, um gute Geschwindigkeiten zu erreichen, ohne für das Handling mit kleiner Crew übermäßig viel Tuch zu tragen. Ihr Komfort-Ratio von 27,04 und ihr Kenterungsverhältnis von 1,99 unterstreichen das Bild eines stabilen, seegütigen Rumpfes, der für ausgedehnte Törns und nicht für maximale Geschwindigkeit konzipiert ist. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit von 8,58 Knoten und die Immersion von 2.211 lbs/inch beschreiben ein Boot, das berechenbar auf Last reagiert und bei frischem Wind nahe an seine theoretischen Grenzen segelt. Das Spatenruder verleiht ihr eine Manövrierfähigkeit in engen Häfen, die eine Skeg-Anordnung nicht immer erreichen kann.
Unterbringung
Das Boot ist als Mittelcockpityacht aufgeteilt – eine Konfiguration, die bei einem Rumpf dieser Größe typischerweise die Eignerkabine im Vorschiff von den Gästekojen achtern unter der Cockpitsandale trennt. Obwohl die Quelle keine detaillierten Angaben zu der Anzahl der Kojen oder Holzarbeiten macht, deuten die Wassertankkapazität von 238 Gallonen und die Kraftstoffkapazität von 119 Gallonen aus dem technischen Datenblatt – bestätigt durch die Werte von 901 Litern und 450 Litern in der Quelle – auf eine Ausrüstung für längere Törns hin. Der Volvo Penta MD22 mit 59 PS ist der Standard-Diesel, wobei ein Perkins mit 78 PS als Werksoption für Segler angeboten wird, die mehr Hilfsdieselkraft benötigen. (1)
Das Fazit
Die Westerly Oceanmaster 48 ist ein in geringer Stückzahl gebautes Entwurf von Dubois, das die letzten Jahre der unabhängigen britischen Produktion der Werft einfängt: eine schwere, stabile Mittelcockpit-Fahrtenyacht mit konservativen Kennzahlen und einem praktischen Rigg. Es wurden nur 24 Exemplare gebaut, was die Bekanntheit auf dem Markt einschränkt, aber unterstreicht, dass sie eine durchdachte Wahl und kein Massenprodukt ist.
Vorteile
- Entwurf von Ed Dubois mit Flossenkiel und Spatenruder für berechenbares Handling
- Schwere Verdrängung von 12.701 kg mit 41,73 % Ballastanteil für hohe Stabilität auf See
- Mittschiffs-Komfort-Layout mit großem Wasser- und Kraftstoffkapazität für Langstreckenfahrten
- Optionale Perkins-Maschine mit 78 PS neben dem serienmäßigen Volvo MD22 mit 59 PS
Nachteile
- Nur 24 Einheiten gebaut, sodass Ersatzteile und Klassenwissen rar sind
- Das Verdrängungs-Längen-Verhältnis von 181 macht sie im Vergleich zu modernen Leichtkreuzern als träge Beschleunigerin bekannt







