Design und Rumpfform
Die 48 trägt einen scharfen Torpedobug, der sauber durch die Wellen schneidet, mit eleganten Linien, die nach achtern zu einem umgekehrten Spiegel führen, der mit Teakstufen und einer modernen Badeplattform verziert ist – ein Bruch mit den Kajütaufbauten vieler anderer Perry–Ta Yang Entwürfe. Zu den Kieloptionen gehörten ein Standardtiefgang von 6 Fuß und eine Flachkiel-Version mit 5 Fuß 3 Zoll Tiefgang, kombiniert mit einem Skeg-aufgehängten Ruder. Das niedrige Freibord am Bug ist eine bewusste Konstruktionsentscheidung, bringt jedoch einen Kompromiss mit sich: Aufgrund des niedrigen Freibords dringen gelegentlich Wellen ins Boot ein. Der Rumpf ist aus GFK gefertigt, und die DS-Version führte einen Deckssalon mit großen Fenstern für einen Panoramablick von unten ein. (2)
Rigg und Leistung
Die als Kutter getakelte 48 bot einen 70-Fuß-Leistungs-Mast oder eine kürzere, für ICWs geeignete Mastoption, was den Eignern die Wahl zwischen maximaler Segelfläche und Durchfahrtshöhe auf Binnengewässern ermöglichte. Mit einer Segelfläche von 1.316 Quadratfuß, einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von fast 19,8 und einem Ballastanteil von etwa 33,4 Prozent beschreiben die Zahlen eine moderate Fahrtenyacht, bei der Stabilität über reine Leichtwindbeschleunigung gestellt wird. Das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von rund 240 und eine Komfort-Ratio nahe 36,1 positionieren sie im stabilen, seegütigen Bereich des Spektrums, während das Kenterungsverhältnis von etwa 1,8 ein konservatives Offshore-Profil bestätigt. Die Rumpfgeschwindigkeit liegt bei dokumentierten 8,5 Knoten.
Unterbringung und Layout
Als echtes Semi-Custom-Boot ermöglichte die 48 zahlreiche Layout- und Systemkonfigurationen. Neben einigen ungewöhnlicheren Aufteilungen wurden drei gängige Varianten (A, B und C) angeboten. Alle Modelle verfügen jedoch über eine Doppelkoje auf der Mittellinie achtern und eine ähnliche Pantry entlang des Durchgangs. Die separate Dusche in der Achterkabine ist der Hauptgrund, warum sich ein Kunde für die 48 gegenüber einer Hylas entscheiden könnte. Eine praktische Backskiste im Heck ist vorhanden, jedoch gibt es keinen Zugang zu einem Vorwaldkorb. Eine Verbesserung durch Rob Ladd aus den frühen 2000er Jahren brachte einen erhöhten Salon und einen höheren Boden im Salon; die DS-Version erhielt zudem einen Deckssalon mit Panoramafenstern – eine sinnvolle Modernisierung des Wohnbereichs. (2)
Konstruktion und Systeme
Die Werft von Ta Yang in Taiwan baute die 48 mit einem GFK-Rumpf. Der Standardmotor ist ein Yanmar 4JH-3TE mit 75 PS, obwohl ein regulärer Yanmar mit 62 PS unter den Edelstahlspülen im Durchgangszimmer zugänglich ist. Kraftstoff wird in einem schwarzen Stahltank mit einer Kapazität von 120 Gallonen transportiert, wobei eine Quelle eine Wasserkapazität von 230 Gallonen angibt (in einer anderen Quelle 220 Gallonen). Manchmal werden Teakbänke an der Achterkorbbank ergänzt, und der umgekehrte Spiegel mit Teakstufen und Badeplattform bildet die Verbindung zwischen Cockpit und Wasser.
Das Fazit
Die Tayana 48 ist ein langlebiger, semi-custom Perry-Entwurf, der einen seegütigen Rumpf mit moderater Verdrängung mit flexiblen Aufteilungsmöglichkeiten und einer wirklich modernisierten Deckssalon-Option verbindet. Das Freibord im Vorschiff und der fehlende Zugang zum Vorwaldkettenkasten sind die deutlichsten Kompromisse, aber das breite Spektrum an Layout-Optionen und die Weiterentwicklung des erhöhten Salons halten das Boot auf dem Gebrauchtbootmarkt weiterhin sehr gefragt.
Vorteile
- Lange Produktionszeit von 1992 bis heute mit über 200 gebauten DS-Rümpfen
- Semi-custom Aufteilungsfreiheit mit konstanter Queen-Size-Koje achtern und Durchgangsküche
- Erhöhter Salon und DS-Panoramafenster haben das Interieur modernisiert
- Option für Flachkiel für Küstenfahrten
Nachteile
- Niedriges Freibord im Bug lässt Wellen gelegentlich ins Boot eindringen
- Kein Zugang zu einem Vor-Schwertkasten
- Schwarzer Kraftstofftank aus Stahl als Standard







