Design und Konstruktion
Die Ocean 33 kombiniert eine moderne Rumpfform mit einer traditionellen Innenraumaufteilung. Der Rumpf selbst weist ein moderates Freibord und ausgestellte Bugsektionen auf, die für Trockenheit und Auftrieb sorgen. An Deck erleichtern breite Seitendecks den Vormarsch und besitzen, wie ein Tester es formulierte, genau die richtige Krümmung, sodass das Boot gekrängt besser steht. Die Plicht ist großzügig und komfortabel gestaltet mit hohen Sülls, Teaksitzen und -boden für Grip und Wärme sowie einem Layout, das von den Modellen Fulmar, Storm und Typhoon übernommen wurde – sicher und vertraut statt neu erfunden. Die Bauweise war solide, robust und an Deck vernünftig aufgeteilt. Ein weißer GFK-Rumpf mit blauen Streifen und ein geformtes rutschfestes Deck vervollständigen das Bild, wobei erhöhte Kajütaufbauten für reichlich Stehhöhe unter Deck sorgen. (2)
Rigg und Handhabung
Das Rigg ist als 7/8-Slup auf einem an Deck stehenden Aluminiummast ausgeführt, mit zwei Reihen zurückgepfeilten Salingen und internen Fallen. Dieses Rigg senkt den Segeldruckpunkt, was das Boot steifer macht, während die zurückgepfeilten Salingen ein System ohne Backstagen ermöglichen. Ein Baum mit internem Reffen vereinfacht die Segelhandhabung. Tester berichteten, dass sie leicht wendet, gut beschleunigt und präzise steuert. Bei einer Brise von Stärke 2 auf einem Halbwindkurs erreichte sie bereits Sekunden nach dem Setzen der Segel 3 Knoten und kletterte beim Trimmen auf über 5,5 Knoten. Auf raumen Kursen zeigte das Logbuch 7,5 Knoten, bereinigt auf ehrliche 7 Knoten. Breite Seitendecks und hoch angeordnete Winschen im Cockpit runden einen Decksplan ab, der für Effizienz mit kleiner Crew konzipiert ist. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet das Boot Schlafplätze für sechs Personen mit einer einzigen Nasszelle und einem reinen Westerly-Gefühl aus massivem Teakholz und wunderschöner Innenausbau-Handwerkskunst – wenn auch nicht immer harmonische Übergänge zwischen Holzarbeiten und Arbeitsflächen. Die Vorschiffskabine verfügt über eine ordentliche Doppelkoje mit einer Kojenverlängerung an Backbord, die es einem Segler von sieben Fuß Größe ermöglicht, aufrecht zu liegen, während die Achterkabine hell und luftig ist und zwei Bullaugen sowie ein Fluchtluke besitzt. Der Salon bietet schließlich zwei gute Seekojen, einen klappbaren Tisch und endlich eine passable Kochplatte, wenngleich Tester dort einen Mangel an Stauraum bemängelten. Die Fläche des Kartentisches ist riesig und erstreckt sich unter die Instrumentenräder. Die Pantry – an Backbord – verfügt über eine Arbeitsfläche im Corian-Stil, die als wunderbar praktisch beschrieben wird, ergänzt durch eine passende Rundung hinter der Bordtoilette für bequemen Sitzkomfort. Ein „Durchgang“ im Vorschiff ermöglicht es der Crew, trocken unter der Sprayhood zu sitzen und eine gute Aussicht zu haben, und der erste Stufe des Niedergangs liegt etwa 30 Zentimeter tiefer, was ungeschickte Verrenkungen beim Aufschlagen der Sprayhood vermeidet.
Bekannte Schwachstellen
Die einzigen wiederkehrenden Kritikpunkte aus den Probefahrtenberichten betreffen Details im Innenraum: ein Mangel an Stauraum im Salon und Holzarbeiten, die nicht nahtlos in die Arbeitsplatten übergehen, was für ein etwas ungepflegtes Erscheinungsbild sorgt. Dies sind eher kosmetische und praktische als strukturelle Mängel.
Refits und Eignerschaft
Der Standardmotor ist ein 20 PS Yanmar Saildrive, dessen kompakte Abmessungen es ermöglichen, den Warmwassertank dort unterzubringen, wo sonst ein Propellerwellenschacht geführt worden wäre, was nutzbare Schränke unter den Kojen schont. Ein Schwestermodell, die GK33, teilt sich mit der Ocean den Rumpf und das Deck, verzichtet jedoch auf das Teak-Fußstreben und das Deck, nutzt ein 7/8-Rigg und setzt auf Vakuuminjektionsverfahren, um eine halbe Tonne Gewicht einzusparen, ohne an Steifigkeit einzubüßen – ein wichtiger Vergleichsaspekt bei der Beurteilung einer gebrauchten Ocean 33 gegenüber ihrer leichteren Schwester. Es wurden nur 33 Exemplare gebaut, sodass jedes Boot ein kleines Stück aus dem letzten Kapitel von Westerly darstellt. (1)
Das Fazit
Die Ocean 33 ist eine äußerst schnelle, aber dennoch handliche und gutmütige Fahrtenyacht mit einem wirklich praktischen, seetüchtigen Innenraum – die letzte und eine der feinsten Ausdrucksformen der Partnerschaft zwischen Dubois und Westerly. Sie belohnt Segler, die Steifigkeit, einfaches Wenden und ein geschütztes Cockpit über riesigen Stauraum im Salon stellen.
Vorteile
- Das 15/16-Rigg mit zurückgepfeilten Salingen sorgt für Stabilität ohne Backstagen
- Schnell bei leichtem Wind und wendig im Hafen
- Geräumiger, heller Innenraum mit praktischen Corian-Oberflächen und guter Durchfahrt nach vorn
- Sicherer Achtercockpit, abgeleitet von bewährten Westerly-Modellen
Nachteile
- Eingeschränkte Stauraummöglichkeiten im Salon
- Die Übergänge beim Innenausbau wirken etwas unfertig
- Nur 33 Exemplare gebaut, daher geringe Verfügbarkeit auf dem Gebrauchtmarkt





