Design und Konstruktion
Der Rumpf der Opium 39 ist aus massivem GFK gebaut, und die Werft bot das Boot auch als Variante mit Schwenkkiel für Eigner mit geringem Tiefgang an. Das breite, nicht verjüngte Heck und die maximale Breite im Achterschiff verleihen ihr die Silhouette einer modernen Regatta-/Fahrtenyacht, und der flache Spiegel sorgt dafür, dass die Wasserlinienlänge bei Krängung erhalten bleibt. Die YACHT-Testberichte wiesen darauf hin, dass der Rumpf „mit zwei Kielen gezähmt“ ist, um zu verhindern, dass sich das Boot auf stabilitätsrelevanten Kurven aufläuft – ein Stabilisierungsgerät, das verhindert, dass die daraus resultierende Form der Open-Class bei Geschwindigkeit nervös wird. Der 40-PS-Diesel ordnet sie fest in die Kategorie der mittelgroßen Fahrtenyachten für Langstrecke ein. (1)
Rigg und Handhabung
Als Masttoppslup mit Spatenruder ist die Opium 39 für eine direkte Rudereaktion ausgelegt, und die Testsegler fanden sie auf allen Kursen sensibel und direkt zu steuern. Derselbe Bericht verzeichnete hohe Geschwindigkeiten selbst auf raumen Kursen, und die Tendenz des Rumpfes zum Leistungsbereiten bedeutet, dass sie beim Auffrischen des Windes schnell ins Gleiten kommt. Ein Segellast-Faktor von 5,2 signalisiert ein moderat dimensioniertes Rigg für ihre Verdrängung, und die Abstammung aus der Open-Class zeigt sich darin, wie sie diese Leistung trägt – schnell beschleunigend, bereit zum Surfen und dank des Doppel-Schot-Anordnungs statt eines schweren Kiels stabil in den Kurven. (1)
Unterbringung
Unter Deck folgt der Innenraum einem konventionellen Layout und bietet fast volles Fahrtenkomfort mit nur wenigen Kompromissen. Die nach achtern getragene Breite sorgt für nutzbares Volumen im Salon und in der Achterkoje anstelle eines engen Hecks, und die traditionelle Aufteilung bedeutet für Eigner eine berechenbare Bewegungsfreiheit und Stauraummöglichkeiten statt eines radikalen Eignerversion-Experiments. Die Breite von 4,18 Metern verleiht den Kabinen ein geräumiges Gefühl, ohne den Rumpf in das Revier der schweren Langkieler zu drängen. Das nahezu vollständige Komfortniveau macht sie zu einer durchaus geeigneten Plattform für das Wohnen an Bord oder für längere Wochenenden auf See. (1)
Das Fazit
Die Opium 39 ist eine Performance-Fahrtenyacht, die ihre offene-Klasse-DNA offen trägt: breite Achterkante, flaches Heck, einfaches Gleiten und ein direkt gesteuertes Spatenruder, kombiniert mit einem konventionell komfortablen Innenraum. Sie ist weder ein rüstiger Regattakreuzer noch eine träge Blauwasser-Luxusyacht, sondern eine aus der Lombard abgeleitete Fahrtenyacht, die sowohl am Wind als auch auf raumen Kursen mit Geschwindigkeit überzeugt und gleichzeitig die Kabine zu einem vernünftigen Ort zum Leben macht. Die Option mit Schwenkkiel erweitert ihren Revierbereich, und die solide Rumpfkonstruktion untermauert die Leistung ohne Tricks.
Vorteile
- Große Breite im Heck und flacher Spiegel sorgen für nahezu volles Fahrtenkomfort mit einem geräumigen, klassischen Innenraum
- Leichtes Gleiten und hohe Geschwindigkeiten auf allen Kursen dank des aus der Open-Class abgeleiteten Rumpfes
- Direktes, feinfühliges Rudergefühl über das Spatenruder; die Doppelblatt-Stabilisierung beruhigt die Stabilitätskurven
- Als drehbarer Kielversion für geringen Tiefgang erhältlich
Nachteile
- Die Segellast von 5,2 deutet auf eine moderate, keine explosionsartige Riggleistung für den Rumpf hin
- Der herkömmliche Innenraum bedeutet wenige Überraschungen, aber auch kaum Innovationen für Käufer, die nach Neuem suchen





