Design und Konstruktion
Strukturell ist die Pogo 40 ein Einrumpfboot mit Bulbkiel. Ihr Rumpf besteht aus einer massiven GFK-Polyester-Haut über PVC-Schaum, gebaut von Pogo Structures, um das Boot erschwinglich zu halten und gleichzeitig einen stabilen Rumpf zu gewährleisten. Im Inneren wird der Rumpf durch Längsträger und Ballastwülste verstärkt. Zwei große Spanten tragen die Mastlasten, und vier Schotten definieren das Volumen. Der Konstrukteur ist Finot-Conq, für das Design verantwortlich ist Roseodesign und die Entwicklung wurde von Pogo Structures selbst durchgeführt. Die Proportionen des Bootes sind unverkennbar modern: Eine Breite von 4,40 Metern bei einer Länge von 12,18 Metern ergibt ein L/B-Verhältnis von 2,77, und die benetzte Fläche beträgt etwa 46 Quadratmeter. Der Ballast besteht sowohl aus festem Blei als auch aus Wasser – zwei 750-Liter-Tanks pro Seite ergänzen den Kiel. Diese Systemkombination setzte die Werft mit einem tiefen Ballast von 3 Metern oder einem austauschbaren Tiefgang von 2,20 Metern ein. Das Verdrängungsverhalten liegt bei etwa 359 kg pro Zentimeter. Somit sitzt sie für eine Leichtdeplacement-Regatta-/Fahrtenyacht mit 5,3 Tonnen im Fahrtentrimm und 4,8 Tonnen im Regatta-/Fahrtentrimm sehr solide im Wasser.
Kiel- und Tiefgangsoptionen
Pogo bot die 40 in verschiedenen Varianten an, um den jeweiligen Anforderungen gerecht zu werden. Der tiefe 3-Meter-GTE war der Regattaklassiker, während der PTE mit 2,20 Metern für das Fahrtensegeln ausgelegt war und die QR-Version mit Hubkiel im selben Zweckbereich zwischen 1,20 und 3 Metern schwankte. Die 40S war die reine Class 40-Regattayacht. Ein späteres Gutachten gibt den Tiefgang mit Flossenkiel und Bulbkiel unter Lastanker mit etwa 3,00 bis 3,10 Metern an, was sie auf größere Marinas beschränkte, während eine alternative Flachversion unter Last mit ca. 1,47 bis 1,57 Metern angegeben wird. Durch den austauschbaren Ballastkern mit 3 Metern oder 2,20 Metern können Eigner Stabilität und Hafenzugang flexibel abwägen. (2)
Rigg und Handhabung
Über dem Deck trägt die Pogo 40 ein sehr einfaches 7/8-Rigg auf einem Carbonmast mit einer großen Segelfläche, die damalige Rezensionen als leicht zu kontrollieren selbst mit kleiner Crew beschrieben. Der Fahrten-Segelplan zeigt ein 57 Quadratmeter großes Großsegel und eine 42 Quadratmeter große Genua sowie einen 120 Quadratmeter großen Spinnaker; die Class 40-Version vergrößert das Großsegel auf 73 Quadratmeter und den großen Spinnaker auf 160 Quadratmeter. Die Schotdurchmesser sind einheitlich mit 14 mm, wobei die Großschot 30,4 Meter lang ist, die Fock- und Genuaschoten 12,2 Meter und die Spinnakerschoten 26,8 Meter. Die Kombination aus geringem Gewicht, Wasserballast und diesem einfachen Rigg macht sie zu einem schnellen Boot, das auch von einer kleinen Wache problemlos gehandhabt werden kann.
Unterbringung
Unter Deck ist die Aufteilung sowohl für das Leben auf See als auch im Hafen konzipiert. Eine große, zentrale Navigationsecke befindet sich am Niedergang, eine Pantry ist in zwei verschiedenen Positionen möglich, und die Schlafplätze sind als acht Kojen zwischen dem Salon und zwei separaten Kabinen angeordnet. Ein großes Achtertoilette rundet den Plan ab. Der Schwerpunkt liegt auf funktionaler Lebensqualität auf See und nicht auf Charterluxus, was zu einem Rumpf passt, der für Langstreckenfahrten konstruiert wurde.
Das Fazit
Die Pogo 40 ist eine konzentrierte Ausdrucksform des französischen Hochseegedankens der frühen 2000er Jahre: ein mit Schaumkern und Wasserballast ausgestatteter 40-Fuß-Renner oder Fahrtenyacht, der je nach Wahl des Eigners mit Langkiel oder Flachkiel gesegelt werden kann, leicht zu handhaben für eine kleine Crew und auf der Route du Rhum bewährt hat. Die kurze Bauzeit sorgt für Seltenheit, aber die klare Zielsetzung des Entwurfs hat sich bestens bewährt.
Vorteile
- Sieger der Route du Rhum 2006 in der Class 40
- Einfaches, mit Carbonmast ausgestattetes 7/8-Rigg, das sich einhand oder mit kleiner Crew leicht bedienen lässt
- Mehrere Tiefgangsoptionen, einschließlich einer Version mit Hubkiel für Langstreckenfahrten
- Robuster Rumpf mit Längsträgern und Spantenkonstruktion bei moderatem Gewicht
Nachteile
- Die Version mit tiefgehendem Flossen-Bulbkiel ist auf große Marinas beschränkt
- Die geringe Stückzahl von nur 45 Booten begrenzt die Verfügbarkeit auf dem Gebrauchtmarkt
- Festes GFK-Rumpfmaterial anstelle einer vollständigen Schaumsandwich-Konstruktion






