Design und Konstruktion
Während ihrer Produktionszeit wurde die Hood 38 in zwei Versionen, Mk I und Mk II, angeboten, doch der Rumpf selbst blieb zwischen den beiden Versionen unverändert – die Karve blieb dieselbe, nur die Innenraumgestaltung wurde angepasst. Die Werft beschreibt sie als robustes und sehr komfortables Boot, und der massive GFK-Rumpf mit einem Bleiballast von rund 11.000 Pfund bei einer Verdrängung von 23.000 Pfund liefert die Zahlen, die diese Aussage untermauern. Als einzige Ballastschwert-Yacht, die die Werft je gebaut hat, besetzt sie eine ganz eigene Nische: ein 38-Fuß-Einrumpfboot mit einem Tiefgang, der sich beim Aufholen des Schwerts von über zehn Fuß auf unter fünf Fuß reduziert. (1)
Rigg und Seeverhalten
Am Steuer, sitzend hinter einem Rad mit 11,60 Metern Vordeckslänge, findet der Eigner ein Boot, das die Werft dank von Hoods umfangreicher Erfahrung als äußerst angenehm zu segeln beschreibt. Sie läuft am Wind auf Winkeln von unter 30 Grad zum scheinbaren Wind, und mit aufgeholtem Schwert auf raumen Kursen erzielt sie hervorragende Durchschnittsgeschwindigkeiten – eine Kombination, die die klare Aussage erklärt, dass sie schnell ist. Der Segelplan von 882 Quadratfuß bei einer Wasserlinie von 30 Fuß unterstützt ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis nahe 17, und das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 47 Prozent spricht für die Steifigkeit, die ein Fahrtensegler spürt, wenn der Wind zunimmt.
Unterbringung
Die Werft bewertet den Innenraum als möglicherweise den großzügigsten aller Boote dieser Klasse, und der reichliche Einsatz von Teak verleiht den Kabinen einen edlen Luxus. Nur diese Unterschiede im Layout trennten die Mk I von der Mk II. Ein Käufer, der zwischen den Versionen wählt, entscheidet sich also im Grunde für zwei verschiedene Raumaufteilungen und nicht für zwei verschiedene Boote. Das Hubkiel wird von der Werft als Schlüssel für ein angenehmes Fahrtensegeln von einer Bucht zur nächsten genannt. Die Wasserkapazität von 106 Gallonen (ca. 400 Liter) gegenüber nur 37 Gallonen (ca. 140 Liter) Diesel unterstreicht das lange Küstensegeln und Fahrtensegeln, das dieses Layout ermöglicht.
Bekannte Schwachstellen
Die einzige dokumentierte Anomalie stammt aus dem Refit-Bericht einer Hood 38 namens Sojourner, deren Garmin-Autopilot bei Überlastung – meist auf raumen Kursen mit schwerer See – anfänglich einen Sicherungsschalter durchbrannte. Der Eigner löste das Problem, indem er die Ampere der integrierten Sicherung an der Antriebseinheit gemäß Handbuch erhöhte, woraufhin das Problem behoben war. Die Borddurchlässe desselben Bootes wurden während des Refits zwar gründlich inspiziert, aber nicht ausgetauscht.
Refits und Eignerschaft
Das Refit der Sojourner verdeutlicht das Profil des Eigners: Ein Boot, das ursprünglich als Ruhestätte für die Eltern des Eigners gedacht war, absolvierte später mehrere Ozeanüberquerungen hin und her von den Karibischen Inseln. Die Autopilot-Einrichtung dort war bewusst einfach gehalten – nur kursbasiert, ohne vernetzte Windinstrumente – und deckte dennoch etwa 8.000 Seemeilen auf See und noch mehr im Küstenbereich ab, ohne nach der Korrektur der Sicherung weitere Mängel zu zeigen. Für einen Eigner ist die Lehre, dass die Plattform solide, gut ausgeführte Systeme akzeptiert und eine sorgfältige Inspektion der Borddurchlässe gegen ein pauschales Austauschen bevorzugt.
Das Fazit
Die Wauquiez Hood 38 ist eine typische Ted Hood-Fahrtenyacht: ein echter schneller Schwertkreuzer mit dem Vorteil des geringen Tiefgangs und einem voluminösen, mit viel Teakholz ausgestatteten Innenraum, den die Werft zu den geräumigsten seiner Art zählt. Sie verlangt vom Käufer, sich für eine bestimmte Innenausstattungsgeneration statt für ein ganz anderes Boot zu entscheiden, und belohnt einfache, robuste Ausrüstung statt einer Überfüllung mit Gadgets.
Vorteile
- Einziges Ballastschwert-Modell, das die Werft Wauquiez je gebaut hat, mit einem Tiefgang von 1,20 bis 3,30 Metern
- Rumpf unverändert über Mk I und Mk II hinweg; 179 Boote zwischen 1978 und 1989 gebaut
- Segelt am Wind bei weniger als 30 Grad scheinbare Windstärke und erzielt hervorragende Durchschnittswerte vor dem Wind mit aufgeholtem Schwert
- Das Innenraumvolumen wird als vielleicht das größte aller Boote dieser Art beschrieben, mit edlem Teak-Finish
Nachteile
- Bekanntes Problem mit der Überlastsicherung des Autopilots bei mindestens einem stark genutzten Exemplar
- Bei einem Refit wurde eine Inspektion anstelle eines Austauschs der Borddurchführung festgestellt – Ermittlung durch den Käufer erforderlich









