Konstruktion und Bauweise
Sowohl Rumpf als auch Deck bestehen aus massivem GFK. Das Boot weist mit einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 47 Prozent bei einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 295 eine feste Kategorie unter den schweren Fahrtenyachten auf. Das Verhältnis von Länge zu Breite liegt bei 3,16 und die benetzte Fläche beträgt etwa 516 Quadratfuß. Dank eines Schwertkiels variiert der Tiefgang je nach Beladung zwischen 4,49 und 4,79 Fuß, was es ihr ermöglicht, in flachen Marinas anzulegen, die tiefergehende Konkurrenzmodelle mit Flossenkiel nicht erreichen können. Ihr Tiefgangsverhältnis von etwa 1.295 Pfund pro Zoll spricht für einen festen Rumpf, der sich gut gegen das Setzen von Wellen oder seitliche See behauptet. (1)
Rigg und Handhabung
Die 38.8 ist eine Masttoppslup mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 16,6 unter dem ISO-Referenzsegel und 20,0 mit einer 135-prozentigen Genua. Damit gehört ihr Rigg zu den leichtesten 4 Prozent ähnlicher Segelboote – ein Profil, das die Rezension als deutlich untertakelt beschreibt. Das Kenterungsverhältnis liegt bei 1,81, eine Zahl, die allein nach dieser Formel zur Teilnahme an Hochseeregatten berechtigen würde, und das Komfort-Ratio liegt bei 32,2. Ihre berechnete Höchstgeschwindigkeit beträgt etwa 6,2 Knoten gegenüber einem theoretischen Grenzwert für Verdrängerrümpfe von 7,4 Knoten. Die Spezifikationen für Fallen und Schoten umfassen ein 118-Fuß-Großsegelfall mit einer Halbdurchmesser von einem halben Zoll und eine 95,6-Fuß-Großschot mit 0,55 Zoll – Details, die für Eigner wichtig sind, wenn sie das Rigg neu aufbauen oder laufende Leinen ersetzen.
Unterbringung
Die 38.8 bietet als Teil ihrer Innenraumaufteilung eine Toilette. Der Kabinenplan muss vor Ort und nicht anhand der verfügbaren Materialien beurteilt werden.
Das Fazit
Die Bristol 38.8 ist eine schwerere Fahrtenyacht aus einer kleinen Serie mit einem Flachkiel-Steckschwert-Setup und einem konservativen, unverstagten Masttoppslup-Rigg. Ihre Stabilitätswerte und die Flexibilität durch den geringen Tiefgang sind echte Stärken; das leichte Rigg und die spartanischen Wohnkomfortdetails sind die Kehrseiten.
Vorteile
- Der Kiel mit Festkiel und Schwert sorgt für einen Tiefgang von 4,49–4,79 Fuß für flache Gewässer
- Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 47 Prozent und das DL von 295 kennzeichnen eine echte schwere Fahrtenyacht
- Das Kenterungsverhältnis von 1,81 erreicht den Grenzwert für Hochseeregatta-Formeln
Nachteile
- Erheblich untertakelt im Vergleich zu Konkurrenzmodellen (das leichteste Viertel ähnlicher Boote)
- Details zur Unterbringung kaum dokumentiert, abgesehen von der Toilettenanlage












