Design und Konstruktion
Hood entwarf die 40 als echte Performance-Cruiser/Rennyacht mit klassischen Linien, und das Ergebnis erwarb sich den Ruf eines der leistungsstärksten Modelle. Die Verbesserung der Bauqualität bei Gulfstar in der Mitte bis späten 1970er Jahren zeigt sich hier: Die Qualität war für die damalige Zeit solide mit Teak-Innenausbau und GFK-Konstruktion – ein Schritt über die kostengünstigen Methoden der frühen 1970er Jahre hinaus, die die Werft auf ihren ersten Rümpfen angewendet hatte. Das Boot ist mit einem modernen Flossenkiel oder einem optionalen Schwert/Schwachwasser-Tiefgang für Vielseitigkeit in flacheren Gewässern ausgestattet. Mit etwas über 40 Fuß Länge in der Wasserlinie (LWL) von 32,5 Fuß, einer Breite von 12 Fuß, einer Verdrängung von 20.000 Pfund und 8.500 Pfund Ballast ist sie eine stattliche Yacht. Diese höhere Verdrängung sorgt für Stabilität, gute Aufrichtkräfte und Hochsee-Potenzial mit hervorragendem Bewegungskomfort in der Welle. (1)
Rigg und Handhabung
Die Gulfstar 40 ist mit einem Masttoppslup-Rigg im Achtercockpit ausgestattet, und der Standard-Segelplan ist großzügig bemessen: Ein 329 Quadratfuß großes Großsegel kombiniert mit einer 430 Quadratfuß großen Fock, ergänzt durch eine 666 Quadratfuß große Genua für raume Kurse und einen 1.098 Quadratfuß großen asymmetrischen Spinnaker für das Segeln vor dem Wind. Diese Zahlen übersetzen sich in ein Boot mit agiler und schneller Handhabung sowie hervorragenden Am-Wind-Eigenschaften. Sie läuft bei mäßigem Wind gut, oft 10 Knoten oder mehr, bietet aber gleichzeitig ein komfortables, weiches Seeverhalten, das Kabbelwasser ohne hartes Aufschlagen übersteht – eine Kombination von soliden Segeleigenschaften, die ihren Platz unter den besten Modellen der Werft rechtfertigt. (1)
Unterbringung
Unter Deck folgt die Gulfstar 40 einem traditionellen Layout mit sechs Schlafplätzen in zwei Kabinen: eine V-Koje im Vorschiff, Sofakojen und Klappkojen im Salon sowie eine Achterkabine für private Bereiche. Ein großzügiges Gesamtvolumen füllt den Innenraum, und die große Plicht, die sich über acht Fuß erstreckt, macht das Deck ebenso gesellig wie die Kabine. Der Ankerstauraum im Vorpiek hält die Ankergeschirre außerhalb des Wohnbereichs – ein praktischer Touch auf einem Boot, das für ausgedehnte Törns konzipiert ist.
Bekannte Schwachstellen
Jedes frühe Gulfstar-Modell kann Probleme mit Osmose im Gelcoat und Laminat aufweisen, und die 40 ist keine Ausnahme von dieser generellen Einschränkung. Die Kiel-Rumpf-Verbindung ist ein bekanntes Schwachpunkt dieses Entwurfs. Das Gelenk sollte vor jedem Kauf oder Engagement immer gründlich untersucht werden, da eine undichte Verbindung zwischen dem Flossenkiel oder der Kielschuh-Buchse und dem Rumpf bei einer Performance-Fahrtenyacht keine rein kosmetische Angelegenheit ist.
Das Fazit
Die Gulfstar 40 (Hood) ist ein wirklich seltener Vertreter im Feld der amerikanischen Fahrtenyachten: eine von Ted Hood entworfene Performance-Cruiser/Rennyacht, die in geringer Stückzahl von einer Werft gebaut wurde, die eher für Serienproduktion bekannt ist. Dennoch wurde sie mit der besseren Bauweise ausgestattet, die Gulfstar Mitte der 1970er Jahre erlernt hatte. Sie belohnt Segler, die Leistung am Wind und ein seegütiges Verhalten im traditionellen Teak-Innenausbau suchen, und verlangt lediglich, dass ihr seltener Rumpf im Bereich des Kiels mit ungewöhnlicher Sorgfalt untersucht wird.
Vorteile
- Echter Performance-Cruiser-/Regattageist von Ted Hood
- Hervorragende Leistung am Wind und schnelles, direktes Handling
- Stabilität durch schwere Verdrängung mit Blauwassertauglichkeit und feinem Bewegungskomfort
- Traditionelle Zwei-Kabinen-Aufteilung mit viel Volumen und einer großen Plicht
Nachteile
- Weniger als 20 gebaute Rümpfe, was Ersatzteile und vergleichbare Daten knapp macht
- Risiko für Osmose/Schwachstellen im frühen Gulfstar-Bau
- Die Kiel-Rumpf-Verbindung erfordert ein gründliches Gutachten










