Design und Konstruktion
Der Rumpf der Westwind 38 ist aus GFK gefertigt. Ihre Hauptabmessungen beschreiben eine breite Fahrtenyacht mit moderater Zuladung: Eine Breite von etwa 12 Fuß bei einer Wasserlinienlänge von 33 Fuß ergeben ein Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,16 – ein Wert, der sie geräumiger macht als 62 % aller anderen Entwürfe ähnlicher Größe. Mit einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 238 fällt sie in die Kategorie der „moderaten Regattayachten“, und 62 % ähnlicher Entwürfe sind schwerer als sie. Der Ballast macht 39 % der Verdrängung aus – mehr als bei 46 % ähnlicher Segelboote – und das Kenterungsverhältnis von 1,79 deutet auf eine Form hin, die nach diesem Formelwerk als akzeptabel gilt. Die Komfort-Ratio von 31,2 bedeutet, dass sie komfortabler segelt als 66 % aller ähnlichen Segelboot-Entwürfe. Eine benetzte Fläche von etwa 419 Quadratfuß und ein Tiefgangsverhältnis von rund 1.381 Pfund pro Zoll vervollständigen das Bild eines stabilen, volumenorientierten Rumpfes und nicht das einer Federleicht-Yacht. (1)
Rigg und Handhabung
Die Westwind 38 ist mit einem Kutterrigg und einem Flossenkiel gebaut, dessen tiefster Tiefgang unter Last etwa 4,9 bis 5,2 Fuß beträgt, was ihr den Zutritt zu den meisten Marinas ohne besondere Sorgen um den Tiefgang ermöglicht. Ihr Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei 15,69, einem moderaten Wert, der für ein ausgewogenes Segelverhalten sorgt, ohne extreme Segellasten zu erfordern. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit beträgt 7,7 Knoten. Das empfohlene laufende Gut ist großzügig dimensioniert: Vor- und Genuaschoten mit einer Länge von 37,9 Fuß und einem Durchmesser von 14 mm, eine Großschot mit 94,8 Fuß derselben Dicke und Spinnakerschoten mit 83,4 Fuß Länge. Diese Abmessungen deuten auf ein Decks-Layout hin, das für sichere, gut dimensionierte Trimmleinen und nicht für minimalistischen Regatta-Schnitt ausgelegt ist. (1)
Unterbringung und Tanks
Unter Deck bietet die Westwind 38 265 Liter Frischwasser und 189 Liter Kraftstoff. Der breite Rumpf, der sie zu einer der geräumigeren Yachten ihrer Klasse macht, sorgt für ein hohes Wohnvolumen, obwohl die genaue Aufteilung des Innenraums in den verfügbaren Unterlagen nicht detailliert ist. Ein Yanmar-Dieselmotor als Innenborder – im Herstellerverzeichnis mit 30 PS angegeben – kann nachgerüstet werden, was einen praktischen Hilfsantrieb für Hafenmanöver und Batterieladung ermöglicht.
Das Fazit
Die Westwind 38 ist ein durchdacht proportionierter Kutter aus der Mitte der 1980er Jahre, der viel Raum für das Fahrtensegeln mit solider Leistung verbindet. Ihr Komfort-Ratio und ihr Raumindeks liegen über den meisten ähnlichen Konstruktionen, und ihr moderater Tiefgang eignet sich für verschiedene Liegeplätze. Sie ist eine vielseitige Plattform für ein Paar oder eine kleine Familie, wobei Käufer die Details zu Motor und Innenraum bei einzelnen Booten selbst prüfen sollten.
Vorteile
- Geräumiger als 62 % vergleichbarer Konstruktionen und laut Motion Comfort Ratio komfortabler als 66 %
- Geringer bis moderater Tiefgang von 1,50–1,59 m erleichtert den Hafen-Zugang
- Kuttertakelung mit ausreichend großen Schoten für sicheres Handling
- Ballast-Verdrängungs-Verhältnis höher als bei fast der Hälfte ähnlicher Segelboote
Nachteile
- Das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 238 ordnet sie in die Kategorie der moderaten Regattayachten ein, nicht als Leichtwindläuferin
- Die Produktion bei mehreren Werften bedeutet, dass die Bauqualität von Rumpf zu Rumpf überprüft werden sollte






