Design und Konstruktion
Die Spirit 24 verfügt über einen massiven GFK-Rumpf mit einem eisernen Kiel – eine Kombination, die die Struktur einfach und das Unterwasserprofil sauber hält. Ihre Breite von 7,41 Fuß ergibt ein Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,26, was für die damalige Zeit ein eher schmaler Querschnitt ist. In Kombination mit einer Verdrängung von 2.977 Pfund und 1.256 Pfund Eisenballast ergibt sich ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 36 Prozent. Das vom Gutachten ermittelte Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 211 ordnet sie als moderaten Regattayacht ein, während ein Kenterungsverhältnis von 2,05 bedeutet, dass sie nicht für Hochseeregatten zugelassen würde. Die benetzte Fläche des Rumpfes beträgt etwa 172 Quadratfuß, und ihre theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei rund 5,8 Knoten. Mit einem Flossenkiel spiegelt der Entwurf den Ansatz von van de Stadt aus den späten Sechzigern für kleine, leistungsorientierte Regatta-/Fahrtenyachten wider. (1)
Rigg und Handhabung
Sie ist mit einem Masttoppslup-Rigg ausgestattet, das eine Segelfläche von 282 Quadratfuß trägt. Die Abmessungen des stehenden und laufenden Guts sind bescheiden: Die Schoten von Fock und Genua sind 24,3 Fuß lang und haben einen Durchmesser von 3/8 Zoll, die Großschot ist 60,7 Fuß lang und hat denselben Durchmesser, und die Spinnakerschoten messen 53,4 Fuß. Das Anlegen und Manövrieren im Hafen wird typischerweise mit einem Außenborder und nicht mit einem Innenborder erledigt; die Fachzeitschrift weist darauf hin, dass ein Motor mit 3 bis 4 PS oder alternativ ein Schub von 62 bis 74 Pfund durch einen Elektromotor für das Boot typisch ist. Der Tiefgang liegt je nach Beladung bei etwa 4,92 bis 5,22 Fuß, was ihr das problemlose Einlaufen in die meisten Marinas ermöglicht. Ihr Verdrängungsverhältnis von 485 Pfund pro Zoll sorgt dafür, dass sie gut im Wasser steht, und das Komfort-Ratio von 16,0 beschreibt eine feste, wenn auch kleine Plattform für Küstentörns. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist die Spirit 24 mit vier Kojen ausgestattet – eine praktische Aufteilung für ein Boot dieser Länge, die das Wochenendsegeln an der Küste ermöglicht, ohne als voluminöse Fahrtenyacht zu wirken. Das Innenraumvolumen wird durch die geringe Breite eingeschränkt, aber die Anzahl der Kojen bestätigt, dass sie für das Segeln mit kleiner Crew oder einer kleinen Familie ausgelegt ist.
Das Fazit
Die Spirit 24 ist ein kleines, ehrliches Entwurf von van de Stadt aus den späten sechziger Jahren, das von einer belgischen Werft in GFK nach einem moderaten Regatta-Konzept gebaut wurde. Sie ist leicht, schmal und einfach, mit einer auf Außenborder angewiesenen Manövrieranlage und einem Rigg, das nach modernen Maßstäben leicht zu handhaben ist. Ihre Grenzen sind klar – sie erfüllt die Standards für eine Hochsee-Yacht nicht, und ihre Größe schränkt die Wohnlichkeit und die Zuladung ein – aber innerhalb ihrer Klasse ist sie eine durchdachte, gut proportionierte kleine Regatta-/Fahrtenyacht.
Vorteile
- Van de Stadt-Design der späten 1960er Jahre mit massivem GFK-Rumpf und Eisenkiel
- Gemäßigter Regatta-DL-Verhältnis von 211 mit gut handhabbarem Ballastanteil von 36 %
- Vier Kojen in einem 24-Fuß-Rumpf für Wochenendtörns an der Küste
- Gering genug Tiefgang (unter 5,25 Fuß) für die meisten Marinas
Nachteile
- Das Kenterungsverhältnis von 2,05 schließt sie von Hochseeregatten aus
- Manövrieren ist nur mit Außenborder möglich, da kein Innenborder vorhanden ist
- Die geringe Breite und die kleine Größe begrenzen die Kabinenaufteilung und den Komfort








