Design und Konstruktion
Werftgebaut wurden die Achilles 24 als solide, robuste, aber einfache Boote, überwiegend aus GFK mit Teakholz-Akzenten. Der Rumpf besitzt einen tiefgezogenen Vorschiffsschnitt mit Spatensteven und ein vertikales Heck. Das Ruder ist an einem Skeg auf einer Pinne montiert, wahlweise mit festem Flossenkiel oder optional als Triple-Kiel (drei Kiele). Die Flossenkiel-Version nutzte einen Bulbkiel, der dem Boot eine respektable Geschwindigkeit und gute Leistung am Wind verlieh, während die Variante mit geringem Tiefgang und Triple-Kiel deutlich schwächlicher segelte. Zahlreiche Boote wurden auch von Amateuren aus den von Butler gelieferten Bausätzen gebaut, wodurch sich die Qualität dieser Selbstbauten stark unterscheiden kann. Frühe Serienboote hatten drei Kajütfenster, die später durch ein einziges, längeres Fenster ersetzt wurden. (2)
Rigg und Handhabung
Die Achilles 24 ist eine Masttoppslup mit einem an Deck stehenden Mast. Mit einer Länge über alles von 23 Fuß 9 Zoll, einer Wasserlinienlänge von 19 Fuß 6 Zoll und einer Breite von 7 Fuß 1 Zoll handelt es sich um einen schmalen Rumpf mit geringem Volumen. Die Leistung im gesamten Segelbereich war meist mäßig bis gut, aber ihre wahre Stärke lag im Seeverhalten und der Fähigkeit, auch unter schwierigen Bedingungen weiterzusegeln. Der Bulbkiel stützte diese Gelassenheit auf See durch eine solide Leistung am Wind ab; der Kimmkiel opferte dies zugunsten der Möglichkeit, aufrecht auf dem Strand zu stehen. Der Hersteller gibt an, dass der Kimmkiel nur zu einem Leistungseinbuße von 3 % führt – ein Wert, der im Vergleich zu den damaligen Beobachtungen abgewogen werden sollte, wonach die Flachkiel-Version deutlich träge wirkte.
Unterbringung
Im Inneren sorgt die geringe Breite dafür, dass der Innenraum eher klein ausfällt. Die Stehhöhe beträgt nur 4 Fuß 8 Zoll, und das Boot bietet Schlafplätze für vier Personen: zwei Achterkojen und eine V-Koje im Vorschiff, unter der sich eine chemische Bordtoilette befindet. Die Pantry ist geteilt, mit einer doppelten Spüle an Backbord und einem zweiflammigen Herd an Steuerbord. Die ursprüngliche Besprechung beschreibt eine kleine Pantry und eine einfache Toilette. Dies ist ein Boot, das für das Segeln mit kleiner Crew auf See und als Wochenend-Aufenthaltsort konzipiert ist – nicht zum Faulenzen.
Ausrüstung und Antrieb
Die meisten der über 350 gebauten Boote wurden ursprünglich ohne Motor verkauft, und viele nutzen nach wie vor Außenborder, obwohl das Boot anfangs mit einem kleinen Außenborder ausgestattet oder optional mit einem Einbaugasmotor für Hafenmanöver angeboten wurde. In der Praxis wurde die Option mit dem Einbaugerät meist schnell durch einen kleinen Diesel ersetzt, und viele Boote wurden nachträglich mit Dieselmotoren ausgerüstet. Ab etwa Baunummer 250 befindet sich bei den Booten im Bug ein Ankerkorb.
Das Fazit
Die Achilles 24 ist eine kompakte, seetüchtige Hochsee-Regatta-/Fahrtenyacht, deren Ruf auf Seeverhalten und nicht auf Komfort basiert. Sie belohnt Käufer, die einen bewährten Atlantik-Historie eines kleinen Bootes und eine einfache, robuste Konstruktion über Innenraumvolumen stellen. Die Eigenbauten erfordern eine sorgfältige Besichtigung, aber die Werftboote sind ehrliche kleine Schiffe.
Vorteile
- Bewährte Hochseetauglichkeit durch AZAB- und OSTAR-Einsätze
- Der Flossenkiel mit Bulbkiel sorgt für respektable Geschwindigkeit und Leistung am Wind
- Einfache, solide Werftkonstruktion aus GFK mit Teakholz-Akzenten
- Der optionale Dreifachkiel ermöglicht aufrechtes Trockenfallen
Nachteile
- Sehr geringe Stehhöhe und der schmale Innenraum begrenzen die Wohnlichkeit
- Die flachgehende Version mit Doppelkiel ist spürbar langsamer und träger
- Unterschiedliche Bauqualität bei Amateurbauten aus Bausätzen
- Ursprünglich motorlos; Diesel-Remotorisierung ist weit verbreitet







