Design und Konstruktion
Die Pearson 24 wurde als Regattarumpf konstruiert, der mit mehr Breite im Innenraum für Komfort sorgt – eine bewusste Fusion aus Regatta und Wohnlichkeit in einem kompakten Paket. Ihr Rumpf ist aus massivem GFK gefertigt, und die Werft listete sie als Langkielerin. Diese Konfiguration passt hervorragend zu einem Masttopprigg für ein unkompliziertes, traditionelles Handling. Das Konstruktionskonzept positioniert das Boot als Regattaklasse mit einer breiteren, komfortableren Kabine, als es reine Regattaboote jener Zeit zuließen – was die zentrale Designidee dieses Modells darstellt. (1)
Abmessungen und Leistungseigenschaften
Die Zahlen erzählen die Geschichte einer kleinen, aber im Verhältnis schweren Fahrten-Regattayacht. Mit einem Ballastanteil von fast 42 Prozent und einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 303 ordnet die Yacht-Datenbank sie eher zu den schweren Fahrtenyachten als zu den federleichten Regattabooten ein. Dennoch weist dieselbe Quelle ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 17,1 unter dem ISO-Referenzsegel und 20,0 mit einer 135-prozentigen Genua aus – genügend Segelfläche, um das Boot lebendig zu halten. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 5,8 Knoten, und das Kenterungsverhältnis von 1,97 deutet darauf hin, dass sie nach dieser Formel für Hochsee-Einsätze in Betracht gezogen werden könnte. Das Komfort-Ratio von 20,7 und eine Immersionsrate von etwa 516 Pfund pro Zoll vervollständigen das Bild eines steifen, stabilen kleinen Bootes, dessen 4-Fuß-Tiefgang es ihm ermöglicht, in flachen Marinas anzulegen.
Rigg und Segelhandling
Das Masttoppslup-Rigg verfügt über Fäden mit einer einheitlichen Länge von 20,9 Metern und einem Durchmesser von 8 mm für Großsegel, Genua und Spinnaker gleichermaßen, was die Ersatzteil- und Leinenplanung für den Eigner vereinfacht. Die Schoten sind auf die jeweilige Arbeit abgestimmt: Die Schoten von Fock und Genua laufen über 7,2 Meter bei 10 mm, die Großschot über 17,9 Meter bei 10 mm und die Spinnakerschot über 15,8 Meter mit demselben Durchmesser. Die Trimmleinen folgen einem konsistenten Muster kleinerer Boote – Cunningham und Kicking-Strap mit 3,4 bzw. 6,8 Metern Länge in 8 mm, wobei das Unterliekstrecker (Clew outhaul) der Länge des Kicking-Straps entspricht. Die benetzte Fläche beträgt etwa 161 Quadratfuß, eine bescheidene Fläche, die den Widerstand für ein Boot dieser Verdrängung niedrig hält.
Unterbringung und Einsatzzweck
Pearson positionierte die 24 für preisbewusste Familien, die Regatten segeln, Tagestörns machen oder Fahrtensegeln wollten, ohne auf einen größeren Rumpf umzusteigen. Der in eine Regattayacht integrierte, breitere Innenraumkomfort bedeutet, dass sie für den Doppel-Einsatz konzipiert war: schnell genug, um den Nervenkitzel des Regattasegelns zu genießen, und geräumig genug für das Entspannen beim Tagestörn. Die Sprache der Werft selbst bezeichnet sie als durchdacht konstruiert und als Erfüllung der Anforderungen aktiver Segelfamilien – was die Rolle dieses Bootes auf dem Markt am klarsten beschreibt.
Das Fazit
Die Pearson 24 ist eine kompakte, von Shaw entworfene Pearson, die einen Regattarumpf mit einem breiteren, familienfreundlichen Innenraum verbindet. Unterstützt wird sie durch ein Langkiel-Masttopprigg und ein überraschend hohes Ballastverhältnis für ihre Größe. Ihre Leistungsdaten positionieren sie als schwere kleine Fahrten- und Regattayacht mit einer ausreichenden Saildrive-Anlage und einem für gemäßigte Häfen ausreichend geringen Tiefgang. Die zweijährige Produktionszeit macht sie zu einem kurzen, aber stimmigen Kapitel im Programm der Werft der späten 1960er Jahre.
Vorteile
- Regattarumpf mit breiterem Innenraumkomfort für den zweifachen Einsatz im Familienbetrieb
- Ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 42 Prozent und ein Kenterungsverhältnis von 1,97 deuten auf ein steifes, seetüchtiges kleines Boot hin
- Der Tiefgang von vier Fuß ermöglicht den Zutritt zu flachen Marinas
- Gleichmäßige Falllängen von 20,9 m vereinfachen die Verkabelung
Nachteile
- Nur in den Jahren 1968–1969 gebaut, was die Flottengröße und die Ersatzteilverfügbarkeit einschränkt
- Aufgrund des hohen DL-Verhältnisses als schwere Fahrtenyacht eingestuft, was sich gegen leichtere Regattayachten träge anfühlen kann









