Design und Konstruktion
Kirby entwarf die San Juan 24 nach der IOR Quarter Ton Rule, und der Rumpf spiegelt diese Regatta-Abstammung wider. Sie ist ein Freizeit-Kielboot, das überwiegend aus GFK mit Holzverzierungen gebaut wurde, und verfügt über einen geneigten Vorsteven sowie einen erhöhten, negativen Spiegel. Der feste Flossenkiel und das intern montierte Spatenruder, das über eine Pinne gesteuert wird, verleihen ihr das Unterwasserschiff eines reinrassigen Regattabootes und nicht das einer Fahrtenyacht. Mit einer Länge über alles von 24 Fuß, einer Breite von 8 Fuß und einer Verdrängung von rund 3.200 Pfund, unterstützt durch 1.650 Pfund Bleiballast, liegt der Entwurf bei einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von fast 52 Prozent – ein Wert, der viel zu ihrem Ruf beiträgt. Eigner berichten, dass sie hoch am Wind schnell und kursstabil segelt. Ihr PHRF-Regattahandicap von 219 – mit einem Höchstwert von 231 und einem Tiefstwert von 216 – platziert sie fest unter den schnellen Quarter-Tonnern.
Rigg und Handhabung
Das Masttoppslup-Rigg treibt einen Segelplan an, der eine saubere Trimmung belohnt. Das schmale Unterwasserschiff im Achterschiff wird jedoch von Eignern als mögliche Ursache für ihr Verhalten platt vor dem Wind bei starkem Wind unter Spinnaker angesehen, wo sie etwas unruhig sein kann. Genau diese Rumpfform macht sie am Wind so effektiv, sodass dieser Kompromiss zum Design gehört. Die Pinne und das Spatenruder bieten präzise Kontrolle auf engem Raum, und da das Boot trailerbar ist, kann es ohne festen Liegeplatz zu Wasser gelassen und getrimmt werden. (2)
Unterbringung
Für eine 24-Fuß-Regattayacht ist der Innenraum überraschend gemütlich. Das Design bietet Schlafplätze für fünf Personen – eine Zahl, die Kirby’s Fähigkeit unter Beweis stellt, Kojen in einem IOR-Regattakörper unterzubringen, ohne die Linien zu ruinieren. Die Holzverzierungen, die im Baubericht erwähnt werden, mildern einen sonst reinen GFK-Innenraum ab und verbinden das Boot mit seiner amerikanischen Bautradition der frühen 1970er Jahre.
Bekannte Schwachstellen
Die einzige Handhabungshinweis, die in den Berichten der Eigner immer wieder auftaucht, ist das nervöse Verhalten vor dem Wind unter Spinnaker bei starkem Wind, was möglicherweise auf das schmale Unterwasserschiff im Achterschiff zurückzuführen ist. Dies ist kein struktureller Mangel, sondern eine dynamische Eigenschaft: Das Heck hat nicht genügend Breite, um das Boot bei schnellem Segeln auf raumen Kursen zu stabilisieren, und ein unvorbereiteter Steuermann kann das Boot als ruckelig empfinden. Es handelt sich dabei um ein beherrschbares Merkmal mit geübter Spinnaker-Technik und keine Mangel, der eine Reparatur erforderlich macht. (2)
Das Fazit
Die San Juan 24 ist ein Quarter-Tonner für Puristen: Eine von Kirby entworfene IOR-Regattayacht, die sich durch ihre reine Segeleigenschaften über 1.200 Mal verkauft hat und ihren Ruf als „beliebteste Quarter-Tonner aller Zeiten“ redlich verdient hat. Sie läuft am Wind schnell, lässt sich sauber trailern und bietet fünf Kojen in einem Paket unter 30 Fuß Länge. Die einzige Verhaltensbesonderheit ist eine gewisse Unruhe vor dem Wind bei starkem Wind – eine Folge desselben schmalen Hecks, das sie am Wind so gut segeln lässt.
Vorteile
- Schnell und leistungsfähig am Wind nach Berichten der Eigner
- Regatta-Historie aus der IOR Quarter-Ton-Klasse von Bruce Kirby
- 1.200 gebaut; laut Eignern die beliebteste Quarter-Tonner aller Zeiten
- Trailerbar mit Schlafplätzen für fünf Personen
Nachteile
- Auf raumen Kursen bei starkem Wind unter Spinnaker kann das Boot etwas unruhig sein
- Das schmale Unterwasserschiff achtern trägt zu der Unruhe auf raumen Kursen bei






