Design und Konstruktion
Die Linien von Peterson aus den späten siebziger Jahren ergaben einen Rumpf mit einem Längen-Breiten-Verhältnis (L/B) von 2,88 und einer Breite von knapp über zehn Fuß – Proportionen, die im Vergleich der Yacht-Datenbanken als geräumiger eingestuft werden als bei 73 % ähnlicher Entwürfe. Der massive GFK-Rumpf trägt 2.850 Pfund Bleiballast bei einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 41 % – ein Wert, der höher liegt als bei der Hälfte vergleichbarer Segelboote – was das Kenterungsverhältnis von 2,14 erklärt. Dieses Verhältnis würde das Boot zwar von regulierten Hochseeregatten ausschließen, spricht aber für ein steifes, gutmütiges Profil. Das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 278 bestätigt die Einordnung als schwerer Fahrtenkreuzer und untermauert das Komfort-Ratio von 19,8, ein Wert, der weicher ist als bei 31 % der Schwestermodelle. Die benetzte Fläche beträgt etwa 269 Quadratfuß, und das Immersionsverhältnis von 799 Pfund pro Zoll sorgt dafür, dass das Boot tief im Wasser liegt und sich bei Lastverteilung nur langsam bewegt. (1)
Rigg und Handhabung
Als Masttoppslup trägt die US 29 einen Segelplan von 395 Quadratfuß über einem 5,58 Fuß langen Flossenkiel. Die stehenden und laufenden Leinen entsprechen den damaligen Normen: Die Schoten der Fock und der Genua sind auf 29,5 Fuß Länge mit einer 3/8-Zoll-Durchmesser-Ankerleine ausgelegt, die Großschot auf 73,7 Fuß und die Spinnakerschoten auf 64,9 Fuß, alle mit 3/8-Zoll-Anker. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 6,3 Knoten, wobei eine berechnete Höchstgeschwindigkeit von fast 4,8 Knoten liegt, was für einen Verdrängerrumpf dieser Länge und dieses Gewichts typisch ist. Das Spatenruder und der moderate Tiefgang ermöglichen den Zutritt zu den meisten Marinas, wobei sich der Tiefgang je nach Beladung zwischen 5,58 und 5,88 Fuß ändert. (1)
Unterbringung und Systeme
Die Tankkapazitäten sind bescheiden und typisch für die Epoche: 20 Gallonen Frischwasser und 15 Gallonen Diesel in einem einzelnen Volvo Penta MD7 Innenborder mit 13 PS als Ankerantrieb. Die Wasserkapazität von 20 Gallonen und die Kraftstoffkapazität von 15 Gallonen positionieren das Boot eher als Wochenend- oder Küstenkreuzer denn als Langstrecken-Fahrtenyacht zum Wohnen an Bord. Kein Detail der Innenraumaufteilung ist in den Unterlagen überliefert, aber der breite Rumpf und die schwere Fahrtenyacht-Verdrängung deuten darauf hin, dass Volumen vor Leistung ging. (1)
Das Fazit
Die US 29 ist eine unkomplizierte, späte Peterson-Cruiser-Renner-Konstruktion der siebziger Jahre aus einer Großserienwerft. Sie verfügt über einen schweren Verdrängerrumpf, eine für ihre Länge großzügige Breite und konservative Systeme. Sie belohnt Segler, die Stabilität und Innenraum auf Kosten von Geschwindigkeit schätzen und moderate Tankkapazitäten sowie ein Kenterungsverhältnis außerhalb der Grenzen für Hochseeregatten als Preis für diese Gelassenheit akzeptieren.
Vorteile
- Breiter und geräumiger als die meisten ähnlichen 29-Fuß-Entwürfe
- Hohes Ballastverhältnis für ein steifes, stabiles Gefühl
- Solider GFK-Rumpf mit Bleiballast
Nachteile
- Eingeordnet als schwere Fahrtenyacht mit begrenzter theoretischer Geschwindigkeit
- Das Kenterungsverhältnis schließt Hochseeregatten aus
- Geringe Wassertank- und Kraftstoffkapazität für längere Törns








