Design und Konstruktion
Der Rumpf ist aus massivem, handaufgelegtem GFK gefertigt – eine Bauweise, die unglaublich stark ist und gleichzeitig resistent gegen Osmoseblasen, die viele andere Werften jener Ära plagten. Die internen Strukturen sind fest mit dem Rumpf laminiert, was eine steife Monokonstruktion ergibt, die für die Belastungen von Hochseepassagen gebaut wurde. Der Ballast ist im Kiel eingegossen (eingekapselt), was bedeutet, dass es keine Kielbolzen gibt, die rosten oder versagen können, und das massive GFK-Laminat ist so konstruiert, dass es Stöße übersteht, die einen Sandwich-Rumpf beschädigen könnten. Das markanteste Merkmal des Bootes ist sein traditionelles Kanuheck, und diese Spitzgatterform ist mehr als nur eine ästhetische Entscheidung: Sie lässt Wellen aufbrechen und um den Rumpf herumgehen, anstatt gegen ein flaches Heck zu schlagen, was die Steuerstabilität und den Komfort bei schwerem Wetter erheblich verbessert. (1)
Rigg und Handhabung
Die überwiegende Mehrheit dieser Boote wurde als Kutter mit einer Achtercockpit und einem Tiefgang von 6 Fuß gebaut, obwohl einige Versionen mit Ketsch-Rigg für Segler produziert wurden, die mehr Vielseitigkeit beim Segelhandling wünschten. Das Kutterrigg ist am beliebtesten und praktischsten für das Fahrtensegeln. Es ermöglicht es der Crew, die große Genua zu bergen und bei schlechterem Wetter unter gerefftem Großsegel und Stagsegel weiterzusegeln. Mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 15,1 ist die Tashiba 40 ein Boot für Starkwindreviere, das eine spürbare Brise benötigt, um in Fahrt zu kommen, und bei Wind unter 10 Knoten träge ist; sie ist nicht für Geschwindigkeit bei leichtem Wind ausgelegt. Ihr Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 315 sorgt dafür, dass sie sich durch eine kurze, steile Welle schneidet, ohne von jeder einzelnen Welle gebremst zu werden. Aufgrund des Langkiels und der großen Verdrängung dreht sie sich jedoch nicht so schnell wie ein Jollentyp, und das Rückwärtsfahren kann unpräzise sein. Die Stabilität stammt in erster Linie aus ihrem Gewicht und der Tiefe ihres Ballasts und weniger aus der Rumpfform. Ihr Kenterungsverhältnis von 1,67 bietet eine erhebliche Sicherheitsreserve für Ozeanüberquerungen.
Unterbringung
Der Innenraum ist für das dauerhafte Wohnen an Bord auf Langstrecke ausgerichtet und überall mit seidenmatt lackiertem Teakholz und Massivholzleisten versehen. Die häufigste Aufteilung bietet eine traditionelle V-Koje im Vorschiff, während einige Modelle mit einer moderneren Eignerkabine weiter achtern, direkt hinter den vorderen Nasszellen, gebaut wurden. Das Layout ist für die Nutzung auf See konzipiert, mit reichlich Handläufen und einer sicheren U-förmigen Pantry, die dem Koch auch bei Krängung Sicherheit bietet. Die Plicht ist nach modernen Maßstäben klein, aber sicher und tief, und die breiten Seitendecks machen das Vorbeugen zum Segelbedienen bei rollender See zu einem sicheren Unterfangen. Auch die Tankkapazitäten sind ein weiterer Stärkepunkt: Dank der Möglichkeit, erhebliche Mengen an Kraftstoff und Wasser zu transportieren, ist das Boot ein echter autarker Langstreckensegler.
Bekannte Schwachstellen
Wie bei vielen Booten von Ta Shing waren die Teakdecks ursprünglich verschraubt, und im Laufe der Zeit können diese Schrauben Wasser in die Decksstruktur einsickern lassen. Die originalen schwarzen Eisen-Tanks für Kraftstoff sind ein bekanntes Schwachpunkt, das korrodiert, insbesondere dort, wo darauf Wasser stand. Ein Austausch ist eine kostspielige und arbeitsintensive Angelegenheit, da die Tanks oft unter den Bodenbrettern oder dem Motor liegen und somit ein erhebliches Ausbauen des Innenraums erfordern. Spaltkorrosion ist an den Edelstahl-Püttingen dieses Alters häufig anzutreffen, wo sie durch das Deck führen. Die Dichtungen der bronzenen oder edelstählernen Bullaugen sind zwar hochwertig, können jedoch versagen. Viele dieser Boote haben mittlerweile hohe Motorstunden auf dem Tacho, und die Konstruktion als Ganzes erfordert mehr Wartung als ein modernes Serienboot, vor allem aufgrund der Teakdecks und älterer Systeme.
Das Fazit
Die Tashiba 40 ist eine seetüchtige, schwer gebaute Blauwasser-Fahrtenyacht, deren Stabilität und strukturelle Integrität sie zu einer erstklassigen Wahl für Segler machen, die Sicherheit und Komfort unter allen Bedingungen suchen. Ihr Perry-Rumpf und der Kanuheck verleihen ihr ein weiches, langsames Rollen und ein Seeverhalten, das die Ermüdung der Crew auf langen Passagen verringert. Ehrlich gesagt ist sie bei leichtem Wind jedoch träge und eng wird es im Hafen.
Vorteile
- Solider, handaufgelegter GFK-Rumpf, der resistent gegen Osmoseblasen ist
- Einlaminierte Ballast ohne anfällige Kielbolzen
- Kanuheck verbessert die Steuerstabilität bei schwerem Wetter
- Starre Monokonstruktion verträgt die Belastungen von Langstreckenfahrten
- Außergewöhnliche Teak-Innenausbau und seetüchtige Raumaufteilung
- Hohe Kenterfestigkeit und komfortables Verhalten im Seegang
Nachteile
- Langsam bei Winden unter 10 Knoten; keine Leichtwind-Performance
- Ungewöhnliches Rückwärtsverhalten und mäßige Wendefähigkeit aufgrund des Langkiels
- Verlegte Teakdecks und Tanks aus Schwarzblech sind hohe Wartungsaufgaben
- Kriechkorrosion an den Püttingen und Verschleiß der Bullaugendichtungen möglich
- Hohe Motorstunden sind häufig; mehr Wartungsaufwand als bei modernen Booten







