Design und Konstruktion
Perrys letztes Serienboot mit Langkiel entstand nicht von vornherein auf einem weißen Blatt Papier. Die Rumpfform ist eine Variante der Baba 40, die selbst ein Langkieler war, der sich vom schnellen Valiant 40 mit Flossenkiel ableitete. Bei der 31 wurde die Vorderkante des modifizierten Langkiels weiter nach vorn verlegt, die Kimm wurde schärfer gezogen und der Einstieg im Bug fein abgestimmt. Das Ergebnis wurde von Rezensenten als das beste Boot bezeichnet, das je mit modifiziertem Langkiel entworfen wurde. Die Bauqualität ist hervorragend, und obwohl das Boot von außen klein wirkt, ist der Innenraum großzügig und luxuriös gehalten – typisch für die taiwanische Werft Ta Shing. Mit einer Verdrängung von 13.790 lbs und 4.705 lbs Standardballast (4.100 lbs im Steuerhaus) ist sie eine solide, bleiballastierte Fahrtenyacht mit einer Breite von 10 Fuß 8 Zoll und einer Wasserlinie von 25 Fuß 10 Zoll. (1)
Rigg und Seeverhalten
Die 31 ist schnell, segelt hoch am Wind, ist robust und gut ausgewogen – ein Charakterzug, der zu ihrem feingliedrigen modifizierten Langkiel und der Segelfläche von 550 Quadratfuß passt. Ein Yanmar 3GM30F mit 27 PS sorgt für den Hilfsantrieb, wobei 35 Gallonen Diesel und 90 Gallonen Wasser mitgeführt werden. Der Standardtiefgang beträgt 5 Fuß, wobei eine Flachkiel-Option mit 4 Fuß 6 Zoll verfügbar ist. Dies sind Boote, die ein aufmerksames Steuern belohnen, anstatt es zu erzwingen, und der fein abgestimmte Bug sowie der vorn geneigte Kiel führen ihr eine Kursstabilität ein, die bei einer 36-Fuß-Kleinkreuzer-Spitzgatter selten ist.
Unterbringung
Ta Shing bot die Tashiba 31 in drei Varianten an. Zwei davon hatten eine Achtercockpit-Aufteilung: Eine Variante mit einer seetüchtigen Achterkoje erwies sich als die beliebteste, während bei der anderen eine Vorschiffskabine mit dem Nassbereich achtern lag. Auch eine Pilothouse-Version wurde gebaut – ungewöhnlich für ein Boot dieser Länge –, allerdings wurden nur zwei Exemplare hergestellt. Das kompakte Deck verbirgt einen überraschend großzügigen und reich verzierten Innenraum, den prunkvollen Raum unter Deck, der den Ruf von Ta Shing begründete und Besucher, die aus der bescheidenen Plicht steigen, bis heute immer wieder verblüfft.
Bekannte Schwachstellen
Die Baba 30 und die Tashiba 31 werden trotz der Jahre zwischen den Entwürfen häufig fälschlicherweise als Varianten desselben Bootes angesehen.
Das Fazit
Die Tashiba 31 ist eine in kleiner Serie gebaute, von Perry entworfene Spitzgatter-Yacht, die ihre Hochseetauglichkeit in einen 31-Fuß-Rumpf mit luxuriösem Innenraum und einem eleganten, modifizierten Langkiel bündelt. Sie ist eher ein Sammlerstück als eine Boot für den Massenmarkt und eignet sich am besten für Käufer, die Wert auf solide Bauqualität und gutes Seeverhalten legen und nicht auf große Flottenauswahl angewiesen sind.
Vorteile
- Endgültiger Serienentwurf von Bob Perry mit Langkiel und der Abstammungslinie Baba 40/Valiant 40
- Hervorragende Bauqualität mit luxuriösem, geräumigem Innenraum auf einem kleinen Rumpf
- Schnelles, gut ausgewogenes Seeverhalten bei viel Wind unter modifiziertem Langkiel
Nachteile
- Nur 26 Exemplare gebaut; selten auf dem Gebrauchtmarkt
- Von unwissenden Käufern häufig mit der Baba 30 verwechselt
- Die Pilothouse-Variante ist praktisch nicht mehr zu haben (nur noch zwei Einheiten)








