Design und Konstruktion
Sparkman & Stephens entwarfen die Swan 37 als Nachfolgerin der meistverkauften Swan 36 Tarantella. Die Abstammung zeigt sich im Deckhaus, das hoch und quadratisch ist und weit vorn über dem Mast positioniert ist – eine Form, die deutlich an das frühere Boot erinnert. Der Rumpf selbst ist aus GFK gefertigt und hat eine Form, die von vorn und achtern recht schmal, aber mittschiffs breit ist, mit einer maximalen Breite von 3,25 m. Wichtige Bugsektionen und ein sehr schmaler Heckspiegel, der hoch auf dem Wasser liegt, verleihen ihr ein Profil, bei dem ihre Wasserlinie erst dann tiefer liegt, wenn Wind und Geschwindigkeit zunehmen. Die Ästhetik folgte den damals gültigen Regatta-Regeln der RORC-Ära, und das markanteste Konstruktionsmerkmal war ein spezieller Trimmklappen-Hebel am Ruder – ein verstellbares Anhängsel, das S&S bereits beim America's Cup-Sieger Intrepid eingesetzt hatte. (1)
Rigg und Handhabung
Als Masttoppslup weist die Swan 37 eine „I“-Messung von 46,25 Fuß und ein „J“ von 15,6 Fuß auf, mit einem Großsegel von rund 237 Quadratfuß und einer 150 % Genua, die über 541 Quadratfuß drückt; ein Spinnaker von 1.299 Quadratfuß unterstreicht ihre Regatta-Ambitionen auf See. Der 25 PS starke Volvo Penta MD2B mit 2.500 Umdrehungen pro Minute treibt eine Verdrängung von 15.400 Pfund an, unterstützt durch 7.300 Pfund Bleiballast, und das Boot zeichnete sich durch besonders starke Leistung aus, wobei es zahlreiche Regatten, einschließlich Hochseeveranstaltungen, gewann. Das schmale, hohe Heck und der Rudertrimm sorgen für einen Rumpf, der eher auf Geschwindigkeit als auf Volumen getrimmt ist, und die aufgeopferten Vorschiff- und Achterkabinenvolumina sind der Preis, den man für diese regattageprägte Wasserlinie zahlt. (1)
Unterbringung
Unter Deck platziert der Innenraum sein schlagendes Herz mittschiffs in einer gemütlichen und sehr warmen Dinette, dem gesellschaftlichen und visuellen Zentrum des Bootes. Die Kabinenvolumina sind im Vorschiff und Heck etwas reduziert – eine direkte Folge der schmalen Enden und des breiten Rumpfes. Daher wirkt die Swan 37 eher wie ein warmer Mittelsalon, umgeben von eher zweckmäßigen Schlaf- und Stauraumbereichen, als wie eine gleichmäßig geräumige Fahrtenyacht. Die übernommene Deckshaus-Geometrie aus der Tarantella unterstreicht diese auf das mittlere Schiff ausgerichtete Aufteilung. (1)
Geschichte und Markenidentität
Die Produktion lief von der Einführung im Jahr 1970 bis 1974, wobei insgesamt 59 Rümpfe gebaut wurden, von denen noch etwa sechzig existieren. Der Entwurf wurde auch von anderen Werften in den USA umgesetzt, wo Exemplare unter dem Namen Palmer&Johnson 37 zu finden sind, dieser Name taucht jedoch nur im Inland auf. Für ein Boot dieses Alters und einer limitierten Serie bleibt die Swan 37 ein eher diskret gesuchtes Objekt bei fachkundigen Eignern und nicht ein häufiger Bestandteil des Bootsmarktes. (1)
Das Fazit
Die Swan 37 ist eine schlanke, gut abgestimmte S&S Regatta-/Fahrtenyacht, deren Rudertrimmklappe und Regatta-Historie auf eine seriöse Designlinie hinweisen, während ihr gemütliches Mittelschiffsdiner und das aus der Tarantella abgeleitete Deckshaus ihr ein wohnliches Herz verleihen. Die schmalen Enden und das aufgegebene Innenraumvolumen sind der Preis für diesen leistungsorientierten Rumpf, und die geringe Stückzahl bedeutet, dass jeder Käufer ein seltenes, individuelles Exemplar erwirbt.
Vorteile
- Aus Regatten abgeleiteter S&S-Rumpf mit am America's Cup orientierter Rudertrimmklappe
- Starke Historie im Bereich der damaligen Performance, einschließlich Ozeanregatten
- Gemütliche, zentrale Dinette und das charakteristische S&S-Deckshaus-Design
- Selten gebaute 59er-Serie mit beständigem Charme für Kenner
Nachteile
- Der schmale, hohe Heckspiegel und die schlanken Enden opfern Vorschiff- und Achterkabinenvolumen
- Die Breite liegt weit unter den modernen Normen für 37-Fuß-Boote, was die Bewegungsfreiheit im Innenraum einschränkt
- Die sehr geringe Stückzahl macht die Suche nach einem Boot zu einer mühsamen Angelegenheit









