Design und Konstruktion
Die Apache 37 war ein Produkt ihrer Regattaära. Als Gentlemen’s-Racer, der nach den CCA-Regeln geformt war, waren der Rumpf mit niedrigem Freibord, langen Überhängen und sportlicher Deckssprunglinie nicht nur ein reines Designmerkmal, sondern eine berechnete Reaktion auf die Formel, die eine geringe Wasserlinienlänge belohnte und Breite bestrafte. Der daraus resultierende 37-Fuß-Einrumpfer weist eine Wasserlinie von 26,25 Fuß bei einer Länge über alles von 37 Fuß, einer Breite von 10,19 Fuß und einer Verdrängung von 13.022 Pfund bei 5.304 Pfund Eisenballast auf. Diese Zahlen ordnen das Boot fest in die Tradition der leichten Regatta-/Fahrtenyachten ein und nicht in die Kategorie der schweren Fahrtenyachten. Die GFK-Arbeiten von Chris-Craft aus dieser Zeit sind hier in massiven Rumpf- und Decks-Laminaten zu finden; im bekannten Baubericht wird kein Kernmaterial erwähnt. (1)
Rigg und Handhabung
Das Masttoppslup-Rigg sitzt auf einem hohen Mast – 48,67 Fuß über der Wasserlinie – mit einer Basis-I-Dimension von 45,30 Fuß und einer J-Dimension von 14,30 Fuß. Es trägt ein Großsegel mit einer Fläche von 313,54 Quadratfuß und eine 150-prozentige Genua mit einer Fläche von 484,03 Quadratfuß. Der Segelplan wurde eindeutig unter dem CCA-Konzept für Geschwindigkeit gebaut, wobei überlappende Vorsegel und ein kraftvolles Großsegel die Bewertung vorantrieben. Eine zweite Fock mit 134,97 Prozent LP und eine kleinere Fock mit 114,97 Prozent LP gaben den Eignern Spielraum beim Trimmen. Der asymmetrische Spinnaker mit 799 Quadratfuß und der symmetrische Spinnaker mit 987 Quadratfuß bestätigen den Regatta-Charakter des Bootes vor dem Wind. Mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 17,17 und einem Kenterungsverhältnis von 1,73 war die Apache 37 eher für Wochenendtörns oder Clubregatten als für Langstreckenfahrten geeignet. Die langen Überhänge, die zur Erreichung der guten Bewertung beitrugen, sorgten zudem für eine lebhafte Bewegung im Seegang.
Unterbringung
Unter Deck bietet die Apache 37 Platz für vier bis sechs Personen mit einer V-Koje im Vorschiff, Sofakojen im Hauptsalon und Achterkojen achtern. Die Aufteilung ist typisch für Regatta-/Fahrtenyachten aus der CCA-Ära: Sie konzentriert sich auf nutzbare Seekojen und einen geselligen Salon anstelle von privaten Kabinen. Mit 180 Litern Wasser (49 Gallonen) und 95 Litern Benzin (25 Gallonen) für den einzelnen 30-PS-Universal-Atomic Atomic 4 Benzinmotor ist das Boot für kurze Küstenfahrten und Regatta-Aufenthalte ausgelegt, nicht für Langstreckenautarkie. Das niedrige Freibord, das dem Aussehen und der Rennwertung zugutekommt, schränkt jedoch das Innenraumvolumen ein, sodass die Achterkojen und Sofakojen die praktische Arbeit übernehmen, um eine Crew unterzubringen. (1)
Bekannte Schwachstellen
Die kritischsten Punkte für Käufer sind eher Eigenschaften der Konstruktion als Mängel: Der Benzin-Atomic 4-Motor und der 25-Gallonen-Tank platzieren das Kraftstoffsystem in der Bilge, was ein sorgfältiges Gutachten erfordert. Zudem bieten der massive Laminatrumpf und das Deck keinen Kern, der verrotten könnte, sondern konzentrieren eventuelle Osmose- oder Schlagschäden im äußeren Laminat. Keine einzige Schwachstellenliste nennt bei diesem Modell Risse an den Püttingen, Schottenbrüche oder Haarrisse im Deck.
Refits und Eignerschaft
Die Eignerschaft einer Apache 37 konzentriert sich meist darauf, den Charakter der CCA zu bewahren und gleichzeitig das Boot sicher und nutzbar zu machen. Der Benzinmotor ist bei jedem Rumpf, der noch nicht neu motorisiert wurde, der erste Kandidat für einen Austausch, bedingt durch die inhärenten Risiken alterter Benzinsysteme. Auch die Segelgarderobe muss oft neu aufgebaut werden, da die originale 150-Prozent-Genua und die Regattaspinnaker nach Jahrzehnten selten noch intakt sind. Die kleine Klassengröße – achtzig gebaut – bedeutet, dass Teile und Wissen über Eignernetzwerke und nicht über Fachgeschäfte zirkulieren. Ein potenzieller Eigner sollte sich darauf einstellen, die Eigenheiten des Bootes von anderen Eignern zu lernen und nicht von einer großen Industriebranche.
Das Fazit
Die Apache 37 ist eine konzentrierte Regatta-/Fahrtenyacht aus der CCA-Ära, die sich für Eigner lohnt, die den Charakter einer Wertungsperiode und das Tempo von Clubregatten über Innenraumvolumen oder Hochseetauglichkeit stellen. Sie ist für ihre Größe leicht, tief und schnell, mit einem Segelplan, der nach wie vor sehr zielgerichtet wirkt. Die Kompromisse sind inhärent: bescheidene Unterkünfte, ein Benzinmotor und eine kleine Klasse mit begrenzter Unterstützung durch die Werft.
Vorteile
- CCA-Rule-Erbe mit Entwurfsbeitrag von Sparkman & Stephens und Arthur Edmunds
- Leichter, lebendiger Regatta-/Fahrten-Segelplan mit voller Option auf Regattaspinnaker
- Solide GFK-Rumpf- und Decks-Laminate
Nachteile
- Benzinmotor Atomic 4 und geringe Kraftstoffkapazität
- Geringes Freibord schränkt das Innenraumvolumen im Vergleich zu modernen Fahrtenyachten ein
- Kleine Produktionszahl begrenzt die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und die Community









