Design und Konstruktion
Crowthers Vorgabe führte zu einer leichten Performance-Fahrtenyacht, und die Zahlen bestätigen dies – die 40 verdrängt nur 5,8 Tonnen, weshalb sie selbst bei leichtem Wind hervorragend segelt. Mit einer Länge über alles von 39,92 Fuß, einer Breite von 19,69 Fuß und einem Katamaranrumpf mit Steckschwertern kombinierte das Boot für seine Zeit feine Rümpfe mit einer hohen Brücke; diese erhöhte Freiheit verringerte das Schlagen des Wassers gegen den Rumpf (Slamming), das zeitgenössische Fahrtenkatamarane wie die Prout-Reihe plagte. Die Variante 40S wurde durch das Ansetzen einer C39-Decksmulde an eine 42-Plichtmulde gebaut und besaß eine geringere Breite als die 40C-Rümpfe, aus denen später die 42 wurde. (1)
Rigg und Seeverhalten
Die 40S ist eine 7/8-Slup, und die Steckschwerter sind der Schlüssel zu ihrer Leistung am Wind – sie greifen tief und heben das Boot so hoch an den Wind, wo ein Katamaran mit Festkiel anfangen würde zu rutschen. Runde Rumpfsektionen tragen zur Geschwindigkeit bei, und das feine Vorschiff sorgt dafür, dass sie am Wind eine echte Leistung zeigt. Von Eignern gemeldete Zeiten auf dem Rumpf namens Shaman zeigen das Potenzial: 19,5 Knoten unter Spinnaker, 17,5 Knoten nur mit Fock und 14,5 Knoten auf Halbwindkurs. Ein Refit im Jahr 1991 eines Bootes durch einen Eigner, der seine Partner auszahlte, verlegte die Motoren nach achtern und fügte eine Plichtverlängerung hinzu, um das Handling am Wind einfacher und sicherer zu machen. (2)
Unterbringung
Unter Deck bot die 40 vier Doppelkabinen – eine Aufteilung, die zwei Paaren oder einer Familie ohne Kompromisse Platz bot. Das Exemplar der 40S, das Shaman zeigt, verdeutlicht den praktischen Ausbau dieses Konzepts: Eine Aufteilung mit 4 Kojen und 2 Nasszellen, die mindestens sechs Personen Schlafplätze bietet und eine Stehhöhe von 6 Fuß 2 Zoll erreicht. Eine Nasszelle war elektrisch und die andere manuell betrieben; beide wurden im Rahmen des Refits modernisiert. Die Tankkapazitäten der S beliefen sich auf 70 Gallonen Kraftstoff und 120 Gallonen Wasser. (1)
Bekannte Schwachstellen
Die Produktionsgeschichte selbst ist der Haken: Bei nur 16 gebauten und einer Handvoll auf dem Wasser liegenden Booten ist jeder Rumpf, der Ersatzteile oder einen fachkundigen Gutachter benötigt, ein seltener Glücksfall. Die verklebten Decks- und Cockpitformen der 40S aus verschiedenen Rumpfprogrammen sind eine Konstruktionsbesonderheit, die bei genauerem Hinsehen an der Verbindung der Formen genau untersucht werden sollte, da diese Naht keine standardmäßige Produktionsnaht ist. Das Refit des achteren Motors im Jahr 1991 verbesserte zwar die Sicherheit in der Plicht, verlagerte die Maschine jedoch weg vom ursprünglichen Layout. Dieser spezifische Rumpf sollte hinsichtlich der Abdichtung und Ausrichtung überprüft werden. (1)
Refits und Eignerschaft
Die Eignerschaft einer Catana 40 war stets eine Nischenangelegenheit. Rumpf #1, Pêcheur de Lune, wurde im Juli 1985 in Toulon registriert und 2019 von Alberto Machado restauriert, wobei er in Oceanus oder Oceanus II umbenannt wurde. Das Refit durch den Eigner im Jahr 1991, bei dem die Sugarcoops auf 44 Fuß verlängert und die Motoren nach achtern verlegt wurden, zeigt die Art von strukturellen Modifikationen, die diese Boote manchmal durchmachen mussten. Spätere S-Rumpf-Exemplare wie Avighna (Rumpf #16, 1992) und Shaman (Rumpf #17, 1992) dokumentieren die Bauhistorie des Modells. (1)
Das Fazit
Die Catana 40 ist ein Meilenstein, der nach wie vor die Leichtwindgeschwindigkeit und das am Wind laufende Verhalten liefert, das Crowther ihr einhauchte. Doch aufgrund der extrem geringen Stückzahl ist sie für die meisten eher ein Sammlerobjekt als eine praktische Fahrtenyacht. Das hohe Brückendeck und die feinen Rümpfe waren ihrer Zeit voraus – die Seltenheit ist der Preis für diese Besonderheit.
Vorteile
- Leichte Verdrängung von 5,8 Tonnen sorgt für gute Segeleigenschaften bei leichtem Wind
- Steckschwerter bieten echte Leistung am Wind
- Hohes Brückendeck reduziert das Einsetzen in die Welle im Vergleich zu damaligen Katamaranen
- Vier Doppelkabinen in einem 40-Fuß-Rumpf
Nachteile
- Nur 16 gebaut; 11 oder 12 auf dem Wasser – sehr selten
- Verlaminerte Formverbindungen bei der 40S erfordern ein sorgfältiges Gutachten an der Fuge
- Nachträgliche Umbauten mit Achtermotor verändern die ursprüngliche Aufteilung



