Design und Konstruktion
Der Rumpf der 12.5 ist in der gleichen Knickspantform wie der der Pogo 40S2 gehalten, mit einem für das Fahrtensegeln optimierten Freibord und Deck. Die Struktur aus Glasfaser, Polyester und PVC-Schaum ist leicht – etwa 30 Prozent weniger als bei einer typischen 40-Fuß-Fahrtenyacht – und die breite, kraftvolle Rumpfform macht zusätzlichen Wasserballast überflüssig. Der Kiel selbst ist eine Komposit-Flosse mit Blei-Bodenstück, und die Hubversion lässt sich drehen, um den Tiefgang von drei Metern auf 1,2 Meter zu reduzieren. Eigner, die bereits langjährige Erfahrungen mit dem Boot gesammelt haben, beschreiben einen recht großzügigen, eingebauten Sicherheitsbereich, bei dem Schotten und nicht tragende Beschläge auf ein Minimum reduziert und alles doppelt gesichert wurde. (2)
Rigg und Handhabung
Ein backstagenloses Rigg ermöglicht es der 12.5, ein Square-Top-Großsegel zu fahren, und die Plicht bleibt durch vier Winschen im Heckbereich des Kajütaufbaus frei von Manövern. Nur eine einzige Großschot führt vom inneren Ende des Baums nach unten zu einem Traveller hinter den beiden Steuerständen. Der Segelplan ist großzügig: rund 107 Quadratmeter am Wind inklusive eines 63 Quadratmeter großen, ausgestellten Großsegels und einer 44 Quadratmeter großen Fock, ergänzt durch einen 141,5 Quadratmeter großen asymmetrischen Spinnaker für raume Kurse. Auf dem Wasser erzielten Probefahrer leicht 8 Knoten am Wind und 16 vor dem Wind. Eigner berichten, dass das Boot stundenlang zweistellige Geschwindigkeiten hält, fast unsichtbar in den Gleitflug übergeht und bei einer Böe eher einfach nach vorn springt, anstatt stark zu krängen. Sie ist von einer kleinen Crew oder sogar von einem erfahrenen Einhandsegler leicht zu handhaben, verliert jedoch beim Halsen etwas Zeit, da der gesamte Rumpf durch das Wasser geschwenkt werden muss. (2)
Unterbringung
Trotz des regattaorientierten Rumpfes bleibt die 12.5 eine Fahrtenyacht, die maximalen Komfort, Einfachheit und Stil bietet. Pogo bot sieben Layout-Varianten an – von einem Standard-Plan mit zwei Kabinen und einer Nasszelle bis hin zu einer Aufteilung mit drei Kabinen und zwei Nasszellen. Der Salon wird von einem großen zentralen Pod dominiert, der den Kielschacht und die hydraulische Hebevorrichtung umschließt und der Crew bei Krängung Halt bietet. Ein Bericht eines Eigners wies auf eine volle Stehhöhe von den Bug- bis zu den Achterkabinen hin, eine Pantry mit einem zweiflammigen Herd und einem riesigen Kühlschrank sowie Achterkojen, die breiter sind als ein Bett zu Hause. Die Plicht ist riesig und komfortabel mit Süllrand und echten Sitzpolstern, und die weit geöffnete Achterplattform bietet hervorragenden Zugang zum Meer und Stauraum für das Beiboot. (1)
Besonderheiten beim Kauf
Die gleiche leichte, unverkleidete Konstruktion, die das Boot schnell macht, bedeutet auch, dass es keinen Schallschutz gibt. Eigner berichten, dass es unterwegs im Innenraum sehr laut werden kann. Ein dokumentiertes Refit-Ergebnis des Eigners SY KNUBBEL sah den Austausch des Hubkiels gegen einen festen Flossenkiel mit 2,30 Metern Tiefe sowie den Einbau von Bug- und Heckstrahlrudern vor. Das Ergebnis lag um etwa 500 Kilogramm über der Standard-Verdrängung von 5,5 Tonnen. (3)
Das Fazit
Die Pogo 12.5 ist eine eigenständige Klasse: Eine Fahrtenyacht auf Basis eines Class 40-Rumpfes, die leicht ins Gleiten kommt, bei leichtem Wind schnell segelt und sich einhand oder mit kleiner Crew mühelos bedienen lässt, während sie gleichzeitig einen geräumigen, einfachen Innenraum bietet. Die Kompromisse liegen im akustischen Bereich – unter Segeln ist sie sehr laut – und der Hubkiel erfordert eine gewisse Wartungsaufmerksamkeit.
Vorteile
- Breite, aus Regatten abgeleitete Rumpfprofile sorgen stundenlang für doppelstellige Geschwindigkeiten
- Leichtbauweise, kein Wasserballast, 30 Prozent unter dem typischen Gewicht einer 40-Fuß-Fahrtenyacht
- Klare Plicht mit Winschen auf dem Kajütaufbau und innerer Großschot am Baum
- Sieben Layouts von Zwei- bis Drei-Kabinen-Layout mit zwei Nasszellen für maximalen Fahrtenkomfort
Nachteile
- Keine Schalldämmung; laut unter Deck beim Segeln
- Hydrauliksystem des Hubkiels erfordert sorgfältige Wartung
- Der Bug kann bei kurzem, steilem Seegang hart einsetzen und sich einschneiden




