Design und Konstruktion
Doug Peterson entwarf die Peterson 30 als Rumpf mit geringer Verdrängung, der bei zunehmendem Wind leicht ins Gleiten kommen sollte, und die Zahlen bestätigen diesen Entwurf: Bei einer Verdrängung von 7.000 lb mit 3.000 lb Bleiballast und einer Breite von 9,5 Fuß bei einer Wasserlinienlänge von 25,67 Fuß besitzt das Boot ein Ballast-Längen-Verhältnis, das eher zu einem wendigen Hochsee-Regattaboot als zu einer trägen Fahrtenyacht passt. Chita Inc. baut den Rumpf aus massivem GFK und stattete ihn mit einem eleganten Flossenkiel und einem Spatenruder aus – der klassischen Peterson-Hochseekonfiguration der späten 1970er Jahre. Das Design liest sich wie eine Miniatur seiner größeren IOR-Konstruktionen, weshalb Eigner im Forum sie seit Langem als „Mini-Peterson 40“ bezeichnen. (1)
Rigg und Handhabung
Das Boot ist als Masttoppslup mit einem Segelplan von 392 Quadratfuß ausgelegt, aufgeteilt auf ein Großsegel von 157,1 Quadratfuß und eine Fock von 226,75 Quadratfuß, ergänzt durch eine 351,25 Quadratfuß große Genua und einen 716,53 Quadratfuß großen Spinnaker für raume Kurse. Die I-, J-, P- und E-Dimensionen (38,33, 12,25, 34 bzw. 9,25 Fuß) beschreiben ein hohes, schmales Vorsegeldreieck, typisch für den IOR-Einfluss. Eine zeitgenössische Fachzeitschrift stellte fest, dass das Boot mehr Rigg besitzt als nur 34 % vergleichbarer Segelboote, was darauf hindeutet, dass es für seinen Rumpf etwas untertakelt ist – doch dieselben Quellen betonen, dass es Priorität auf Geschwindigkeit und Agilität legt, und der leichte Verdrängerrumpf gleitet leicht ins Gleiten über, sobald der Wind auffrischt. Ein benetztes Segelfläche von fast 290 Quadratfuß und ein theoretisches theoretisches Verdrängungsmaximum von rund 6,6 Knoten zeichnen das Boot als schnelles Fahrzeug aus, nicht als Lastenträger für Langstrecken. (2)
Unterbringung
Unter Deck ist die Peterson 30 spartanisch, aber funktional aufgeteilt. Die Aufteilung bietet eine V-Koje im Vorschiff, einen Salon mit Sofakojen, eine Pantry und eine Nasszelle, die für vier bis fünf Crewmitglieder ausgelegt sind. Dies ist ein aus dem Regattasegeln abgeleitetes Interieur: Der Schwerpunkt liegt auf einer minimalen Ausstattung, die einer Crew auf See dient und nicht auf Komfort vor Anker, wobei das kompakte Volumen die Priorität des Bootes auf Gewicht und Leistung gegenüber Wohnraum widerspiegelt.
Bekannte Schwachstellen
Die Historie weist keine konstruktionsbedingten Mängel beim Peterson 30 auf. Die einzige bekannte Eigenschaft, die für Eigner von Bedeutung ist, ist die Seltenheit des Bootes – es wurden weniger als 20 Exemplare gebaut. Somit ist jedes erhaltene Boot ein seltener GFK-Regattasegler aus den 1970er Jahren, dessen Alter eine normale Prüfung verschlissener Regatta-Ausrüstung und gealterter Systeme rechtfertigt.
Das Fazit
Die Peterson 30 ist ein wirklich seltenes Exemplar aus der IOR-Ära von Doug Peterson: ein leichter, gleitfreudiger 30-Fuß-Segler mit Spatenruder und Flossenkiel, der in geringer Stückzahl von Chita in Japan gebaut wurde. Er belohnt Segler, die eine agile IOR-Handhabung in einem kompakten, agilen Paket suchen. Sie ist kein Fahrtenboot im modernen Sinne, aber als zeitgemäßer Regatta-/Fahrtenkreuzer hat sie ihre eigenen Stärken.
Vorteile
- Geringer Verdränger-Rumpf, der bei zunehmendem Wind leicht ins Gleiten kommt
- Direktes Handling, das auf Petersons IOR-Designsprache basiert
- Seltenes, begehrtes Regattageerbe unter den überlebenden Booten
Nachteile
- Spartanischer Innenraum mit nur funktionalen Schlafplätzen für vier oder fünf Personen
- Im Vergleich zu vergleichbaren Segelbooten der gleichen Epoche etwas untertakelt
- Weniger als 20 gebaute Rümpfe, wodurch jedes Exemplar schwer zu finden ist







