Design und Konstruktion
Der Rumpf der 367 ist aus massivem, handaufgelegtem GFK gefertigt, während für das Deck und den Kajütaufbau ein Balsaholz-Sandwich verwendet wurde, um Steifigkeit und Isolierung zu gewährleisten. Pearson verband das Deck mit dem Rumpf mittels Beschlägen und scheinbar verstärkter Epoxidharz-Klebstoffe. Im Inneren des Bootes trennen eine laminierte Innenschale und ein festes Schott die Kabine vom Motorraum. Unter der Wasserlinie wurde das Unterwasserschiff im Vergleich zur 365 überarbeitet: Ein Flossenkiel mit einer Länge von 1,68 Metern trägt 3.300 kg vollständig eingegossenen Bleiballast, und ein längeres, Skeg-aufgehängtes Ruder ist hervorragend geschützt für präzise Kontrolle. Eine 86 cm tiefe Bilge liegt im hinteren Kielsegment und kann beschädigt werden, wenn das Boot hart auf Felsen oder Korallen aufgesetzt wird. An Deck bieten geformte Fußrelinge und freie Flächen mit vier breiten Speigatten und einer hohen Süllrandung einen stabilen, trockenen Halt. Handläufe über die gesamte Länge der Kabine sowie eine doppelte Seereling erleichtern die Bewegung bei Wetter. (1)
Rigg und Handhabung
Das Kutterrigg ist serienmäßig als Innenlieger ausgeführt, mit einem auf dem Kiel stehenden Mast auf einer Stahlbasisplatte und einem optionalen Rollfocktop. Im Vergleich zur 365 ist der Mast höher und steht etwa 18 Zoll weiter achtern, was das Vorsegeldreieck für das Stagsegel um rund 13 Prozent vergrößert. Das Groß- und Clubvorstagsegel sind selbstwendend, und alle Trimmleinen laufen zum Mast, was sich hervorragend für das Segeln mit kleiner Crew eignet. Unter Segeln trägt sie ein größeres Großsegel, ein 95-prozentiges Vorsegel und ein winziges Stagsegel; sie segelt gut auf allen Kursen, wird ab 15 Grad Krängung steif und erreicht ihren besten Komfort bei 15 bis 20 Grad Krängung. Sie benötigt mindestens 10 Knoten Wind, um sauber zu manövrieren, läuft akzeptabel bis zu 40 Grad Abwind und fällt bei 20 Knoten zunächst das Vorsegel, wobei das Großsegel gerefft und das Stagsegel bei über 25 Knoten Vertrauen einflößt. Ein zweimal gerefftes Großsegel zusammen mit dem selbstwendenden Stagsegel ergibt eine sichere, robuste Kombination für schweres Wetter. Eigner berichten von mehrstündigen Törns von über 120 Meilen und gelegentlich auch von komfortablen 140-Meilen-Tagen.
Unterbringung
Im Inneren ist die 367 mit Teakholz und einem Teak-Holz-Boden ausgestattet. Der Niedergang wurde nach Steuerbord hinter einer großen Brücke verlegt und führt zu einer U-förmigen Pantry an Backbord mit einer tiefen Doppelspüle, einem dreiflammigen Propangasherd mit Backofen und einer 11,2 Kubikfuß großen Kühlbox, die über Druck- und Fußpumpen betrieben wird. Eine Navigationsecke an Backbord führt zu zwei 7-Fuß-Sofakojen, die mit Leesegeln zu Seekojen umgebaut werden können, und das Steuerbordsofa lässt sich zu einer Doppelkoje ausziehen. Die Stauraummöglichkeiten sind enorm: Zwei der drei 50-Gallonen-Wassertanks befinden sich unter den Sofakojen, der dritte und ein 15-Gallonen-Fäkalientank liegen unter der V-Koje, und ein Alkoholschrank ist über den Sofas platziert. Die Nasszelle an Steuerbord verfügt über eine separate Dusche mit Sitzgelegenheit, und die Vorpiek bietet eine 7-Fuß-V-Koje mit abnehmbarem Achterschiffsteil und Stauraum für Vorleine. Die Belüftung erfolgt über zwei Bomar-Luken und fünf Öffnungsluken, wobei vier feste Luken den Salon beleuchten; Pearson bot Öffnungsluken als Option an.
Bekannte Schwachstellen
Stehendes Wasser korrodiert die Stahl-Mastfußplatte und den unteren Mast, obwohl Reparaturen einfach sind und nicht immer den Austausch des Mastes erfordern. Verwindete Propellerwellen kommen bei der 367 aufgrund der langen, ungeschützten Wellenlänge und der engen Distanz zwischen Skeg und Propeller häufiger vor. Der Aluminium-Kraftstofftank mit 50 Gallonen hinter dem Motor hält etwa 25 bis 30 Jahre, und ein Austausch erfordert das Ziehen des Motors; viele Eigner installieren stattdessen zwei 25-Gallonen-Tanks durch die Segellager. Undichte Luken, insbesondere die festen, sind ein regelmäßiges Problem. Der Zugang zum Motor unter der Plicht ist trotz der Paneele unter dem Niedergang und in den Segellagern sehr eng und schwierig.
Das Fazit
Die Pearson 367 ist eine kompakte Blauwasser-Ketsch mit einem durchdacht geteilten Rigg und einem für ihre Länge wirklich geräumigen, gut aufgeteilten Innenraum. Ihre kurze Produktionszeit und die geringe Stückzahl machen sie zu einem Nischenmodell, und einige strukturelle sowie mechanische Schwachstellen erfordern ein sorgfältiges Gutachten. Doch das seegütige Verhalten und die Eignung für kleine Crews bleiben ihr stilles Argument.
Vorteile
- Selbstwendendes Stagsegel und leicht zu bedienendes Großsegel erleichtern das Segeln mit kleiner Crew
- Einlaminierte Bleiballast und skeggeschütztes Ruder sorgen für Sicherheit auf See
- Enormer Stauraum mit 150 Gallonen Wasser und praktischer Pantry
Nachteile
- Schwieriger Motorzugang und Tankwechsel erfordern den Motorausbau
- Korrodierende Mastspur und anfällige Propellerwellen durch zu geringen Skeg-Spielraum
- Regelmäßige Undichtigkeiten am festen Backbordfenster und ein anfälliger, tiefer Kielschwert-Ablauf






