Design und Konstruktion
Der Weekender trägt dieselbe Rumpfform mit Flossenkiel und Spatenruder wie die Pearson 26, mit einem massiven GFK-Rumpf und einem Deck mit Balsaholzkern – Pearsons Standardrezept für Steifigkeit und Isolierung in dieser Ära. Die Kiel-Rumpf-Verbindung liegt auf einer nach außen gerichteten Flanschplatte, die versiegelt und durchgebolzt ist, dann mit einem Vinyl-Rubrail überzogen und von innen her GFK-verkleidet wird. Dieses robuste Schließen vermeidet die Leckagen, die bei einigen Konkurrenzmodellen mit innenliegender Flanschplatte zu beobachten waren. Der Kiel ist aus Gusseisen und außen mit acht schweren Bolzen befestigt – eine Konfiguration, die die damalige Fachpresse im Laufe der Zeit als gewissermaßen lästiges Wartungsproblem einstufte. Der Ballast beträgt 2.200 Pfund bei einer Verdrängung von 5.200 Pfund, was einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 40,75 Prozent entspricht, das dem Boot hilft, auch in böigen Bedingungen aufrecht zu stehen. (1)
Rigg und Handhabung
Alle Boote der Pearson 26-Familie wurden mit Pinnensteuerung und einem an Deck stehenden Mast mit einer Bodenstütze unter Deck ausgeliefert. Das Slup-Rigg trägt eine Segelfläche von 321,78 Quadratfuß, wobei das Vorsegeldreieck 184,28 Quadratfuß und das Großsegel 137,5 Quadratfuß umfasst, was zu einer Durchfahrtshöhe von knapp über 35 Fuß führt. Das SA/D-Verhältnis von 16,74 und ein flaches Vorfuß sorgen für einfache Manövrierbarkeit und ein großes, weit achtern positioniertes Ruder, das die Ruderarbeit erleichtert. Eine zeitgenössische Bewertung des Mutterentwurfs bescheinigte ihm ein leichtes Segeln, gute Stabilität in Böen und mit etwas Erfahrung ist er ideal einhand zu segeln; das Boot läuft gut auf raumen Kursen, obwohl die Leistung unter reinem Großsegel mäßig ist und ein Vorsegel erforderlich ist. Eigner berichten, dass die Boote lokal unter PHRF mit einer durchschnittlichen Wertung von 210 regatten, und einige beschreiben das Surfen vor dem Wind bei fast zweistelligen Geschwindigkeiten, sobald der Wind über 10 Knoten steigt. (1)
Unterbringung
Die Werft bewarb das riesige Cockpit mit einer Höhe von 8 Fuß 11 Zoll als Markenzeichen der Weekender, ergänzt durch einen Kraftstofftank im Außenbereich an Backbord und einen großen Segelschrank an Steuerbord. Das gerade Kajütdach bietet in den Varianten Weekender und One-Design etwa 5 Fuß Stehhöhe, während der Tester des Schwestermodells 26 unter dem Kajütdach eine Höhe von rund 5 Fuß 10 Zoll schätzte. Das Cockpit selbst ist geräumig und für drei oder vier Erwachsene relativ komfortabel. Viele Boote der Familie verfügen über einen 22-Gallonen-Wassertank unter der Vorschiffskoje, und die Kraftstoffhalterung im Backbord-Schrank nimmt einen standardmäßigen 6-Gallonen-Kunststofftank recht gut auf.
Bekannte Schwachstellen
Der wichtigste Wartungspunkt bei der Pearson 26-Familie ist der Ruderschaft und die Lager. Das Ruder ist ein schwerer, massiver GFK-Ruderblattträger auf einem Aluminiumschaft; Aluminium unter diesen Bedingungen neigt zu Korrosion und Verschleiß an den Lagern, und der Schaft selbst kann spröde werden. Da der Kiel aus Gusseisen besteht und außen mit acht Bolzen verbolzt ist, erfordern diese Befestigungselemente und das Eisen selbst eine regelmäßige Überprüfung auf Rost und Lockerung der Dichtungen. Die Wartungsaufwände des Gusseisens sind der Preis für das Ballastverhältnis von 40 Prozent und das solide Verhalten am Wind.
Refits und Eignerschaft
Ein praktischer Hinweis für Eigner: Ein Ersatzruder mit einem Edelstahl-Ruderstock ist von Foss Foam Products erhältlich – ein unkompliziertes Upgrade, das den Korrosionspfad des Aluminiumstocks vollständig ausschließt. Das Außenborder-Design nutzt einen integrierten Motorschacht und einen 9,9-PS-Außenborder, der das Boot effizient antreibt und die Motorisierung im Vergleich zu Innenborddieseln einfach und kostengünstig hält. Mit über 1.700 gebauten Standard-26s und rund 400 One-Designs sind Ersatzteile und Community-Wissen nach wie vor gut zugänglich.
Das Fazit
Die Pearson 26 Weekender ist eine vernünftige, gutmütige kleine Fahrtenyacht, bei der Platz in der Plicht Vorrang vor Kabinenvolumen hat. Ihr Shaw-Rumpf ist solide gebaut, das Rigg einfach und die Außenborder-Konfiguration hält die Unterhaltskosten gering – doch der Aluminium-Ruderschaft und der eiserne Kiel sind wiederkehrende Wartungspunkte, für die ein Käufer Budget einplanen sollte.
Vorteile
- Geräumige Plicht von 8 Fuß 11 Zoll für ein 26-Fuß-Boot
- Einfache Außenborder-Motorisierung mit integriertem Motorraum
- Solider GFK-Rumpf mit gut ausgeführtem, durchgebolztem Deck-Rumpf-Verbindung
- Einfach zu segeln und einhandtauglich
Nachteile
- Aluminium-Ruderschaft anfällig für Korrosion und Lagerverschleiß
- Gusseisenkiel erhöht die langfristige Wartungsaufgabe
- Geringeres Innenraumvolumen im Vergleich zur Standard-Pearson 26
- Mäßige Leistung unter Großsegel allein








