Design und Konstruktion
Die Capri 26 ist überwiegend aus GFK mit Holzverzierungen gebaut, ein Freizeit-Kielboot, dessen fast zehn Fuß Breite und der offene Heckspiegel viel Volumen bieten, das normalerweise für größere Yachten reserviert ist. Ihr steil geneigter Spiegel verkürzt das nutzbare Deck auf etwa 23 Fuß 8 Zoll, aber Tester stellten fest, dass das Boot dennoch voller Merkmale großer Boote wirkt, da die Breite so weit nach achtern getragen wird. Käufer konnten zwischen einem Standard-Flossenkiel oder einer Flachkiel-Variante mit Flügelprofil wählen, kombiniert mit einem intern montierten Spatenruder an einer Pinne und einem zurückgepfeilten Vorsteven. Catalina Yachts, gegründet von Frank Butler, baute das Boot in seiner Produktionszeit unter dem gemeinsamen Design von Butler und Gerry Douglas. (1)
Rigg und Seeverhalten
Ein Masttoppslup-Rigg treibt einen Segelplan mit 295 Quadratfuß an, und die Höchstgeschwindigkeit von 6,4 Knoten lässt sich eher auf ihre lange Wasserlinie von 22,9 Fuß als auf ein angebliches leichtes Gleitverhalten zurückführen. Das PHRF-Regattahandicap von 210 platziert sie recht zentral unter den Club-Regatta-Fahrtenyachten dieser Ära. Mit einer Verdrängung von 5.250 Pfund und 1.900 Pfund Bleiballast sorgt ihr Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von fast 36 Prozent für ein stabiles, berechenbares Seeverhalten; das Spatenruder und die Pinne halten die Steuerung direkt und feinfühlig in den engen Räumen, die ein trailerbares Boot oft bietet. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet die Capri 26 Schlafplätze für vier Personen. Zwei gerade Sofakojen im Hauptsalon sind über einen klappbaren Tisch verbunden und bilden eine breite Koje, während die Breite von fast zehn Fuß zusätzlich eine riesige Doppelkoje im vorderen Salon ermöglicht. Eine Achterkabine verfügt über eine große Doppelkoje unter der Plicht, wobei Tester darauf hinwiesen, dass der Raum für Menschen mit Klaustrophobie etwas beengt wirken kann. Die Stehhöhe liegt überall bei mehr als 1,80 m. Die Pantry befindet sich an Steuerbord direkt vor der Niedergangstreppe und ist mit einem zweiflammigen Einbaugasherd, einer Kühlbox und einer Spüle mit Druckwasser ausgestattet; die geräumige Nasszelle liegt gegenüber, direkt achtern des Niedergangs an Backbord. Für die Belüftung sorgen vier zu öffnende Fenster im Hauptsalon sowie ein Cockpitfenster, das zur Achterkoje führt. Tiefe, komfortable Cockpitsitze erweitern den Wohnraum an Deck. (1)
Bekannte Schwachstellen
Bei den damaligen Tests zeigten sich zwei Grenzen der Wohnlichkeit. Abgesehen von der bereits erwähnten Schließung der Achterkoje fanden die Tester im Mittschiff keine nennenswerten Stauräume außer auf dem Bodenbrett unter dem Tisch – eine Einschränkung für längere Törns mit Gepäck. Keines dieser Punkte deutet auf einen strukturellen Mangel hin; beide spiegeln die Kompromisse wider, die entstehen, wenn man eine Familienunterkunft in einen trailerbaren Rumpf zwängt. (1)
Das Fazit
Die Capri 26 ist das, was ihre Konstrukteure vorgehabt hatten: Sie übersetzt die Geschwindigkeitsphilosophie von Capri in eine familienfreundliche Regatta-/Fahrtenyacht, die sich trotzdem hinter einem Auto verstecken muss. Sie ist weder eine reine Regattayacht noch ein Blauwasser-Fahrtenkreuzer, aber die Kombination aus Kojen, Stehhöhe und einer Großboot-Küche innerhalb einer Produktionsserie von nur 320 Booten macht sie zu einer durchaus passenden Wahl auf dem Gebrauchtbootmarkt für das Küstensegeln.
Vorteile
- Trailerbar, bietet aber mit über 1,80 m Stehhöhe Platz für vier Personen
- Großzügiger Innenraum mit Doppelkoje im Vorschiff und Doppelkoje unter der Plicht
- Bleiballast-Flossen- oder Flügelkiel mit einer Spatenruderanlage, die über eine Pinne gesteuert wird
- Masttoppslup mit einer PHRF von 210 und einer aus der Wasserlinie berechneten Höchstgeschwindigkeit von 6,4 Knoten
Nachteile
- Die Achterkoje wirkt für claustrophobische Segler eng
- Kein echter Stauraum mitten im Schiff, außer dem Bodenbrett unter dem Tisch











