Design und Konstruktion
Die C&C 26 ist überwiegend aus GFK mit Holzverzierungen gebaut und verfügt über einen massiven GFK-Rumpf und -Deck anstelle eines Sandwich-Laminat-Ankers. Mit einer Breite von 10,42 Fuß weist sie für einen 25-Fuß-Rumpf einen relativ breiten Mittelteil auf, was zusammen mit dem 2.040 Pfund schweren Bleiballast und einer Verdrängung von 5.400 Pfund zu einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von fast 38 Prozent führt. Das intern montierte Spatenruder und der feste Flossenkiel kennzeichnen ihr Unterwasserschiff als modernes Profil für die damalige Zeit. Die C&C 26 wurde 1978 zur C&C 26 Encounter weiterentwickelt, einer eng verwandten Variante desselben Grundkonzepts. (2)
Rigg und Handhabung
Ihr Masttoppslup-Rigg erreicht eine Vorsegeldreieckshöhe von 34,50 Fuß auf einer Basis von 11,16 Fuß, mit einer Vorliek des Großsegels von 29,25 Fuß und einem Unterliek von 9,50 Fuß. Dies ergibt ein Großsegelfläche von 138,94 Quadratfuß und eine Genua von 192,51 Quadratfuß für eine Gesamtsegelfläche von 331,45 Quadratfuß. Diese Fläche bei einer Verdrängung von 5.400 Pfund führt zu einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von etwa 17,2, einem moderaten Wert, der sich für eine leichte Fahrtenyacht im Küstenbereich eignet. Das Spatenruder und der Flossenkiel verleihen ihr einen manövrierfähigen, leicht anspringenden Rumpf, dessen theoretische Höchstgeschwindigkeit bei 6,51 Knoten liegt.
Unterbringung und Aufteilung
Die Werft ausstattete die C&C 26 serienmäßig mit einem Innenborder, der im Rumpf statt auf einer Halterung untergebracht ist. Abgesehen von der großen Breite von 10,42 Fuß und der soliden GFK-Konstruktion mit Holzverzierungen beschreibt das vorhandene Registrierungsdatum nicht die Anzahl der Kojen, die Aufteilung der Pantry oder die Lage der Nasszelle. Der innere Wohnraum muss daher allein anhand der Maße beurteilt werden: Eine LOA von 25,58 Fuß bei einer Wasserlinie von 23,58 Fuß hinterlässt einen kurzen Überhang und eine relativ lange, gerade Seite. Die Breite von 10,42 Fuß deutet auf einen geräumigen Mittelbereich für diese Länge hin.
Bekannte Schwachstellen
Die einzige bemerkenswerte Anmerkung zum Design ist, dass die gleichnamige C&C 26 Wave ein eigenständiges Boot ist, das aus der C&C 27 Mark V entwickelt wurde und keine Variante der 26 selbst ist – ein wichtiger Punkt, den man beim Lesen von Inseraten oder alten Prospekten im Auge behalten sollte.
Refits und Eignerschaft
Da die C&C 26 nicht mehr in Produktion ist, hängt der Erhalt jedes noch existierenden Exemplars von der sorgfältigen Pflege durch den Eigner bei Systemen und Rigg ab. Der Standard-Innenborder, das Masttopp-Rigg und der massive GFK-Rumpf sind mit herkömmlichen Bootspflegemaßnahmen einfach zu warten. Die Entwicklung des Encounter-Modells aus dem Jahr 1978 zeigt, dass die Grundwerkzeuge eine kurze Produktionsgeschichte hatten, bevor sie eingestellt wurden. Die Job 75-14 der C&C Design Group und das Entwurfsjahr 1975 positionieren sie an der Spitze der kleinen Boote der Werft aus den späten 1970er Jahren.
Das Fazit
Die C&C 26 ist eine saubere, konventionell gebaute kleine Fahrtenyacht aus der kanadischen Blütezeit von C&C. Sie verfügt über ein vernünftiges Unterwasserschiff mit Flossenkiel und Spatenkiel sowie ein moderates Masttopp-Rigg, das ihre Verdrängung weder überfordert noch unzureichend ausnutzt. Es handelt sich um einen nicht mehr produzierten Entwurf, dessen Einfachheit und solide GFK-Bauweise ihn zu einem stressfreien Einstieg in das Küstensegeln machen. Da jedoch nur wenige Dokumentationen existieren, muss ein Käufer die Systeme vor dem Kauf selbst überprüfen.
Vorteile
- Solider GFK-Rumpf und Deck mit Holzverzierungen, kein Sandwich-Laminat, das sich delaminieren könnte
- Große Breite von 10,42 Fuß bei einer Länge von 25,58 Fuß
- Flossenkiel und Spatenruder für einfaches Handling
- Einbaumotor serienmäßig
Nachteile
- Spärliche veröffentlichte Details zur Innenraumaufteilung
- Nicht mehr in Produktion, ohne Werftunterstützung







