Design und Konstruktion
Sowohl Rumpf als auch Deck sind aus GFK gefertigt, jedoch nicht als reines Massivlaminat: Die Opus 34 nutzt bei beiden Bereichen eine Sandwichkonstruktion mit Balsaholzkern. Dieser Kompromiss des Designers dient dazu, das Klima unter Anker zu verbessern. Das Kernmaterial ist Balsa, was praktische Konsequenzen hat – jede Arbeiten, die das Sandwich durchdringen, müssen mit größter Sorgfalt ausgeführt werden, um Wasser vom Balsaholz fernzuhalten. Der Kiel selbst besteht aus Blei, und das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei 40 Prozent bei einer Verdrängung von etwa 10.600 Pfund, wovon rund 4.200 Pfund im Kiel stecken. Ihr Längen-Breiten-Verhältnis beträgt 3,29 und ihr Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) liegt bei 341, was sie eher in die Kategorie schwerer Fahrtenyachten als in die der leichten Regattayachten einordnet. (1)
Abmessungen und Stabilität
Die Opus 34 hat je nach Beladung einen Tiefgang von 1,68 bis 2,08 Metern (5,51 bis 5,81 Fuß), was ihr den Zugang zu den meisten Ankerplätzen ermöglicht. Das Absenkungsverhältnis liegt bei etwa 870 Pfund pro Zoll, sodass sie mit wechselndem Gewicht und Wasserstand recht stabil steht. Die Komfort-Ratio beträgt 26,5 und das Kenterungsverhältnis liegt bei 1,89 – ein Wert, der allein nach dieser Formel für Regatten auf See ausreichen würde. Die benetzte Fläche des Unterwasserschiffs beträgt etwa 27 Quadratmeter (290 sq ft). (1)
Rigg und Leistung
Sie ist mit einem Masttopprigg und einer Segelfläche von fast 409 Quadratfuß ausgestattet. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit für ein Verdrängerschiff dieser Länge beträgt 6,6 Knoten, während eine berechnete Höchstgeschwindigkeit von etwa 4,5 Knoten liegt und der Relative Speed Performance-Index bei 15 liegt. Diese Zahlen beschreiben ein Boot, das eher auf stabiles Fahrtensegeln als auf reine Geschwindigkeit getrimmt ist: Ihre Einstufung als schwere Fahrtenyacht und ihr moderates Verhalten im Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis eignen sich mehr für Langstreckenfahrten und entspanntes Küstensegeln als für Regatten.
Unterbringung
Unter Deck ist die Opus 34 mit sieben Kojen sowie einer Pantry und einer Nasszelle ausgestattet. Diese Anzahl an Kojen spiegelt ein Layout wider, das eher auf Familien-Fahrtensegeln oder Törns mit Crew im Küstenbereich als auf minimalistischen Einhandbetrieb ausgelegt ist. Die Einbindung einer eigenen Pantry und einer Toilette kennzeichnet sie als echten Fahrtenyacht.
Bekannte Schwachstellen
Die einzige dokumentierte Konstruktionskritik betrifft den Balsakern selbst. Da Balsa im Sandwich verwendet wird, muss bei jedem Loch im Rumpf oder Deck besondere Sorgfalt walten, um zu verhindern, dass Wasser zum Kern vordringt. Ein Käufer oder Eigner sollte Borddurchlässe, die Befestigung von Decksbeschlägen und alle vorherigen Reparaturen als potenzielle Schwachstellen betrachten, an denen Feuchtigkeit eindringen könnte, wenn sie nicht ordnungsgemäß abgedichtet werden. (1)
Das Fazit
Die Opus 34 ist eine sorgfältig gebaute dänische Fahrtenyacht, deren GFK-Konstruktion mit Balsakern und Bleiballast-Flossenkiel zu einem komfortablen, stabilen Rumpf mit hoher Verdrängung führt. Ihr Innenraum mit sieben Kojen und der moderate Tiefgang machen sie zu einer praktischen Fahrtenyacht, wobei der Balsakern eine disziplinierte Wartung bei allen Durchführungen erfordert.
Vorteile
- Rumpf und Deck mit Balsakern verbessern das Klima unter Deck
- Bleiflossenkiel mit 40-prozentigem Ballastanteil und stabilen Proportionen einer schweren Fahrtenyacht
- Geringer Tiefgang ermöglicht den Zutritt zu den meisten Marinas
- Sieben Kojen, Pantry und Nasszelle für Fahrtensegler
- Das Kenterungsverhältnis spricht durch die Formel für Regatten auf See
Nachteile
- Der Balsaholz-Sandwichkern erfordert eine sorgfältige Abdichtung bei allen Durchführungen
- Die berechneten und relativen Geschwindigkeitswerte kennzeichnen sie als stabile Fahrtenyacht, nicht als schnelles Boot






