Design und Konstruktion
Briand brachte eine flachere Unterwasserschiffskonstruktion und einen feineren Vorschiffseintritt für die O'Day 40 ein und verlängerte die Breite weit nach achtern, um dem Boot viel Formstabilität vor Anker zu verleihen. Das Ergebnis ist eine modernere, leistungsorientiertere Rumpfform als bei früheren O'Day-Modellen, mit einem deutlich höheren Geschwindigkeitspotenzial und besserem Seeverhalten auf raumen Kursen. Der Rumpf besteht aus einem Sandwich-Komposit mit einer Balsaholzschicht von drei Vierteln Zoll Dicke, Polyesterharz und biaxialem Glasgewebe, während die Decks als Komposit mit Balsa- und Sperrholzkern ausgeführt sind. Ein strukturelles Gittersystem übernimmt die Lasten des Riggs, unterstützt durch Innenschalen aus GFK, Sperrholzschotten sowie Längs- und Querträger. Die Verbindung dieser Komponenten wurde gut ausgeführt, und ernsthafte strukturelle Probleme sind selten. Der Zustand und die Verarbeitung entsprechen typischen Booten der Einstiegsklasse aus den 1980er Jahren. (1)
Rigg und Handhabung
Die meisten O'Day 40 wurden als Masttoppslup mit einem an Deck stehenden Mast und einer achtern gelegenen Plicht gebaut. Der Segelplan bietet reichlich Fläche: ein 100 % Vorsegeldreieck von 39,2 m² und ein Großsegel von 30,6 m² für insgesamt 72,1 m² Segelfläche. Bei einer Verdrängung von 8.150 bis 8.350 kg und einem Ballastanteil von fast 40 Prozent weist das Boot ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von etwa 16,3 bis 16,9 und ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 214 auf. Die PHRF von US Sailing stuft sie mit einem durchschnittlichen Handicap von 114 ein, was sie 39 Sekunden pro Meile langsamer macht als eine J/40 und 57 Sekunden hinter der reinen Fahrtenyacht Island Packet 38 liegt. Rezensenten beschreiben sie als ausgewogenes Boot mit gutem Handling, ein leistungsfähiges Schiff für Langstrecken, das Komfort und respektable Geschwindigkeit verbindet.
Unterbringung
Die O'Day 40 zeichnet sich durch ein beeindruckendes Innenraumvolumen aus und ist eine hervorragende Wahl für das Wohnen an Bord. Die Aufteilung bietet zwei Kabinen und zwei Nasszellen: eine Vorpiek mit einer V-Koje sowie einer Nasszelle und Dusche an Backbord neben einem Hängeschrank an Steuerbord, einen Salon mit U-förmiger Sitzecke und Klappdecktisch an Backbord sowie einer Sofakoje an Steuerbord und eine Achterkabine mit einer großen, quer unter der Plicht eingebauten Doppelkoje. Die Pantry ist je nach Beschreibung entweder als U-förmige Pantry an Steuerbord oder als geräumige Pantry achtern an Backbord mit einer nach vorn gerichteten Navigationsecke auf der gegenüberliegenden Seite dargestellt. Ein niedriger Kajütaufbau geht sanft in das Vordeck über, und die schrägen Kajütschotten treffen auf breite Seitendecks, die auch bei Krängung sicheren Halt bieten. Die tiefe Plicht bietet bequeme Sitzplätze mit Schränken an Backbord und Steuerbord, und der Spiegel verfügt über eine für ihre Zeit ungewöhnlich große Badeplattform.
Bekannte Schwachstellen
Bei Modellen mit Flossenkiel kann ein Haarriss im vorderen Bereich der Kiel-Rumpf-Verbindung – manchmal auch als „O'Day Smile“ bezeichnet – nur aus Gelcoat bestehen oder auf eine ernstere Schädigung hinweisen. Sofern keine Sanierungsarbeiten durchgeführt wurden, weisen diese Boote unter der Wasserlinie oft Osmoseblasen auf. Risse und Haarrisse im Deck sind sehr häufig und können in schweren Fällen die strukturelle Integrität beeinträchtigen. (1)
Refits und Eignerschaft
Die Hilfsmaschine bestand meist aus einem Universal M-35 oder M-40 Diesel, obwohl auch ein Westerbeke-Motor mit 46 PS dokumentiert ist, der unter den Niedergangsstufen montiert ist. Ein guter Zugang zum Motor wird durch den Ausbau der Stufen und der achteren Paneele an Steuerbord gewährleistet. Mit etwa 380 Litern Wasser und 150 Litern Kraftstoff, einer großen Ankerkiste auf dem Vordeck und einem perforierten Aluminium-Fußreling bietet das Boot gute Voraussetzungen für längere Törns. Breite Seitendecks und Relingstützen halten die Seereling frei von Hindernissen.
Das Fazit
Die O'Day 40 ist ein reifes Designstatement einer erfolgreichen amerikanischen Werft im Zusammenspiel mit europäischem Talent. Sie belohnt Fahrtensegler mit viel Volumen, Stabilität und hervorragender Leistung auf raumen Kursen in einem handlichen 40-Fuß-Paket, erfordert auf dem Gebrauchtmarkt jedoch Aufmerksamkeit beim Deckskern und der Kiel-Rumpf-Verbindung.
Vorteile
- Großes Innenraumvolumen und ein für das Wohnen an Bord optimiertes Layout mit zwei Kabinen und zwei Nasszellen
- Leistungsorientierter Rumpf mit hoher Formstabilität und gutem Seeverhalten auf raumen Kursen
- Selten strukturelle Probleme beim Anschlag; solide, durch Gitter gestützte Bauweise
Nachteile
- Häufige Decksfächer und voraussichtlich Osmoseblasen unter der Wasserlinie
- Das „Lächeln“-Riss im Flossenkiel erfordert eine Inspektion
- Passgenauigkeit und Verarbeitung typisch für die damalige Massenproduktion der 1980er Jahre






