Design und Konstruktion
Alan Wright zeichnete die Nova 28 mit einem GFK-Rumpf und Flossenkiel. Mit einem Längen-Breiten-Verhältnis von 3,06 ist sie breiter und geräumiger als die Hälfte aller vergleichbaren Konstruktionen und größer als 50 % aller anderen Entwürfe. Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 43 Prozent – Blei bei einer Verdrängung von 6.500 Pfund, davon 2.800 Pfund Ballast – liegt über dem Wert von zwei Dritteln ähnlicher Segelboote, ein Wert, der viel zu ihrer Gelassenheit auf See beiträgt. Ihr Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 254 ordnet sie zu den moderaten Regattayachten ein, doch 46 Prozent der vergleichbaren Konstruktionen sind schwerer, sodass sie keine leichte Bleimine ist. Das Kenterungsverhältnis von 1,96 liegt genau an der Grenze, ab der sie nach dieser Formel für Hochseeregatten zugelassen wäre. Eine Komfort-Ratio von 21,6 macht sie komfortabler als die Hälfte aller ähnlichen Segelboot-Konstruktionen – ein nützliches Gegenstück zur sportlichen Ausrichtung. (1)
Rigg und Handhabung
Die Nova 28 ist mit einem Masttopprigg und einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 16,77 gebaut, was einem moderaten Wert entspricht, der zu ihren 365 Quadratfuß Segelfläche auf einem 28-Fuß-Rumpf passt. Die benetzte Fläche des Unterwasserschiffs beträgt etwa 236 Quadratfuß, und die theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 6,4 Knoten. Das Gewicht spielt eine große Rolle: Der Tiefgang variiert je nach Beladung zwischen 4,76 und 5,06 Fuß, und das Verdrängungsverhältnis von 718 Pfund pro Zoll bedeutet, dass jeder zusätzliche Stauraum oder Wasserkanister den Rumpf spürbar tiefer legt. Die Schotgrößen sind für diese Bootslänge großzügig bemessen – die Großschot hat eine Länge von 70 Fuß bei 3/8 Zoll, die Schoten von Fock und Genua jeweils 28 Fuß mit demselben Durchmesser und die Spinnakerschoten 61,6 Fuß – sodass der Austausch des laufenden Guts unkompliziert und standardisiert ist.
Unterbringung
Die Breite von 9 Fuß gepaart mit einem Längen-Breiten-Verhältnis von 3,06 ergibt mehr Innenraumvolumen als die Hälfte der Konstruktionen vergleichbarer Boote. Dies deutet auf eine Kabine hin, die für Küstenfahrten und nicht für den rücksichtslosen Regattabetrieb ausgelegt ist. Da keine Angaben zu der Anzahl der Kojen, der Lage der Nasszelle oder zur Beschreibung der Pantry vorliegen, basiert das Argument für das Wohnen an Bord auf der gemessenen Großzügigkeit des Rumpfes und nicht auf einer dokumentierten Aufteilung.
Bekannte Schwachstellen
Keine strukturellen Mängel, Osmoseprobleme im Rumpf, Riggversagen oder systematische Konstruktionsfehler sind in den Unterlagen zu finden. Die einzigen Punkte, auf die man achten muss, betreffen die Nutzung: Der lastabhängige Tiefgang und das Immersionsverhältnis von 718 Pfund pro Zoll bedeuten, dass eine überladene Nova 28 vorhersehbar an Leistung und Bodenfreiheit verliert. Zudem wirkt sich das moderate SA/D-Verhältnis von 16,77 bei sehr leichtem Wind gegenüber reinen Fahrtenyachten etwas untertakelt aus. Dies sind jedoch Eigenschaften und keine Mängel.
Refits und Unterhalt
Die Kosten für den Unterhalt lassen sich leicht kalkulieren: Der GFK-Rumpf und der Flossenkiel sind wartungsarme Konstruktionen, und die Standard-Schotdurchmesser von 3/8 Zoll bei Vorsegel, Genua, Großschot und Spinnaker machen das laufende Gut zu einem Standardkauf. Der Bleiballast ist fest im Flossenkiel eingebaut, und das Verhältnis von 43 Prozent ist eine konstruktive Konstante und keine variierende Wartungskostenfaktor. Abgesehen vom Austausch verschlissener Schoten und dem Überwachen des durch Last verursachten Tiefgangs wird kein weiteres regelmäßiges Refit beschrieben.
Das Fazit
Die Nova 28 ist ein durchdacht proportioniertes Entwurf von Alan Wright, das regattataugliche Eigenschaften mit echtem Komfort und einer akzeptablen Einschätzung für Hochseeregatten verbindet. Sie ist eine breite, moderat ballastierte GFK-Flossenkieler-Yacht, deren Kennzahlen bei Raumangebot und Stabilität die meisten Konkurrenzmodelle übertrifft. Ihre einzigen Schwachstellen sind die Lastempfindlichkeit und der mäßige Vortrieb bei leichtem Wind.
Vorteile
- Breiter und geräumiger als die Hälfte vergleichbarer Konstruktionen (B/L 3,06)
- Der Ballastanteil von 43 Prozent übertrifft den Wert von zwei Dritteln ähnlicher Boote
- Das Kenterungsverhältnis von 1,96 erfüllt den Grenzwert für Hochseeregatten
- Die Komfort-Ratio ist besser als bei der Hälfte vergleichbarer Konstruktionen
Nachteile
- Lastabhängiger Tiefgang (4,76–5,06 Fuß) und ein Immersionsdruck von 718 lb/in bestrafen Überlastung
- Das SA/D-Verhältnis von 16,77 ist bei leichtem Wind mäßig und nicht besonders lebendig









