Design und Konstruktion
Die Mottle 33 ist ein solider GFK-Einrumpfer mit einem Flossenkiel, der einen Bleiballast trägt, und auch das Deck besteht aus GFK. Mit etwas über 32 Fuß Länge in der Wasserlinie und einer Breite von 10 Fuß 9 Zoll weist der Rumpf ein Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,05 auf, was ihn geräumiger macht als 66 % ähnlicher Segelboot-Konstruktionen. Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei 54 Prozent – höher als bei 95 % ähnlicher Segelboote – gepaart mit einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 150, was das Boot unter die „leichten Regattayachten“ einordnet. Diese Kombination aus einem schweren Bleiballast und einem relativ leichten Rumpf verleiht dem Entwurf eine steife, souveräne Haltung, ohne dass er extrem kippempfindlich wird. (1)
Rigg und Handhabung
Das Boot ist als Masttoppslup getakelt, und die stehenden und laufenden Gewichte entsprechen den Proportionen der Epoche: Die Schoten von Fock und Genua sind auf einer 12-mm-Leine etwa 10 Meter lang, die Großschot hat eine lange Strecke von 25 Metern auf 12 mm, und die Spinnakerschoten messen 22 Meter. Ein Flossenkiel mit einem Tiefgang von rund 5,2 Fuß hält die Yacht in den meisten Marinas tiefenmäßig im Rahmen, wobei sich dieser Wert je nach Beladung leicht ändert. Unter Motor treibt ein Wellenantrieb-Diesel – manchmal ein Bukh DV24 mit 24 PS – den Rumpf auf eine berechnete Geschwindigkeit von 6,6 Knoten, während die theoretische Verdrängergeschwindigkeit des Rumpfes 7,4 Knoten beträgt. Das Spatenruder und die moderate benetzte Fläche von etwa 34 m² (365 ft²) tragen zu einem gut kontrollierbaren, agilen Gefühl in geschützten Gewässern bei.
Leistungskonzept
Die Komfort-Ratio der Mottle 33 liegt bei 19,3 – ein Wert, der nur noch 21 Prozent ähnlicher Konstruktionen übertrifft –, sodass das Seeverhalten eher fest als weich ist. Das Kenterungsverhältnis beträgt 2,05, ein Wert, der darauf hindeutet, dass das Boot nach diesem Maßstab nicht für Hochseeregatten zugelassen würde. Das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) liegt bei 17,24 und die Tiefgangscharakteristik bei etwa 1.130 Pfund pro Zoll. Die Yacht setzt sich unter viel Stauraum spürbar ab, bleibt aber agil und reagiert direkt auf den Druck in den Segeln. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet die Mottle 33 zwei Kabinen mit fünf Kojen, eine Pantry und eine Toilette, verfügt über 400 Liter Frischwasserkapazität und 120 Liter Diesel. Das Zwei-Kabinen-Layout eignet sich für das Fahrtensegeln mit kleiner Familie oder ein Paar mit Gästen, und die Wasserkapazität von 90 Gallonen ist für diese Bootslänge großzügig bemessen. Das Volumen, das sich aus dem L/B-Verhältnis ergibt, deutet auf einen offenen, nutzbaren Innenraum statt auf eine enge Taschen-Fahrtenyacht hin.
Besitz- und Wartungshinweise
Die Produktion begann 1975, und die bekannte Flottenstärke liegt bei weniger als 200 Booten. Die Werft von George Mottle stellte ein unkompliziertes GFK-Boot mit Bleikiel und einer einfachen Wellenantriebs-Maschine her, was die Systeme überschaubar hält für Eigner, die sich mit grundlegender Diesel- und Riggpflege auskennen. Der Bukh DV24 bleibt dort, wo er noch zu finden ist, eine zeitgemäße Option.
Das Fazit
Die Mottle 33 ist eine spezialisierte australische Leichtdeplacement-Regatta-/Fahrtenyacht mit hervorragender Ballaststabilität und einer großzügigen Breite. Sie wird nur durch eine Komfort-Ratio beeinträchtigt, die Geschwindigkeit über Sanftheit stellt, und durch ein Kenterungsverhältnis, das den Einsatz bei Hochseeregatten ausschließt. Für einen Küstensegler, der Stabilität und Platz in einem kompakten, einfachen Paket schätzt, ist sie eine durchdachte Wahl.
Vorteile
- Bleiballastierter Flossenkiel mit 54 % Ballastanteil, selten bei Konkurrenzmodellen
- Raumgreifender Innenraum durch die große Breite, der über 66 % der ähnlichen Konstruktionen ausmacht
- Einfache GFK-Bauweise und Wellenantrieb-Diesel für einfache Wartung
Nachteile
- Komfort-Ratio unter 79 % vergleichbarer Segelboote
- Das Kenterungsverhältnis schließt eine Zertifizierung für Hochseeregatten aus









