Design und Konstruktion
Der Rumpf ist aus massivem GFK gefertigt, mit Flossenkiel und Spatenruder. Er wird sowohl als Standardversion mit tiefem Tiefgang von etwa 5 Fuß 9 Zoll als auch als optionale Version mit geringem Tiefgang von rund 5 Fuß 2 Zoll angeboten. Die Verdrängung beträgt 22.000 Pfund bei 7.000 Pfund Ballast, was einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 35,8 % entspricht – ein moderater Wert für eine Fahrtenyacht dieser Größe. Das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 153,2 und die Komfort-Ratio von 23,1 beschreiben ein Boot, das für strapaziöse Langstreckenfahrten und nicht für maximale Geschwindigkeit gebaut wurde. Das Kenterungsverhältnis von 2,0 ist typisch für eine hochseetaugliche Einrumpfyacht. Bei der Ausführung von Moorings wurde Robustheit über feine Oberflächenarbeit gestellt – ein vernünftiger Kompromiss für ein Boot, das regelmäßig wöchentlich gewendet werden muss. (1)
Rigg und Handhabung
Das Slup-Rigg trägt eine Segelfläche von 832 Quadratfuß, aufgeteilt auf ein Großsegel von 397 Quadratfuß und ein Vorsegel von 435 Quadratfuß, auf einem Vorsegeldreieck von 54 Fuß 6 Zoll. Mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 17,5 ist die 463 moderat besegelt – genug, um ihre 22.000 Pfund auf eine theoretische Rumpfgeschwindigkeit von 8,6 Knoten zu bringen, ohne bei einer Brise überbesegelt zu sein. Das Spatenruder und der Flossenkiel vermitteln dem Steuermann ein direktes Gefühl, und der optionale Flachkiel erweitert die Ankerreichweite im Revier, für das sie gebaut wurde.
Unterbringung
Käufer hatten die Wahl zwischen einer Drei-Kabinen-Aufteilung mit zwei Nasszellen und einer Vier-Kabinen-Aufteilung mit drei Nasszellen. Bei der Drei-Kabinen-Variante befand sich eine geräumige Eignerkabine im Vorschiff mit eigener Nasszelle, während die Vier-Kabinen-Version zusätzliche Schlafplätze für größere Crews an Bord bot. Beide Konzepte entsprechen dem Charterkonzept: einfacher Zugang zu den Kabinen, redundante Sanitäranlagen und Kojen, die auch bei voller Besatzung ausreichen. Die Moorings 463 kann zudem mit von der Chartergesellschaft gewünschten Zusatzfeatures ausgestattet sein, aber das Kerninterieur stammt vom Entwurf von Beneteau. (1)
Das Fazit
Die Moorings 463 ist eine robuste, gut dokumentierte Fahrtenyacht von Farr-Briand, deren Charter-Historie sich in einem gutmütigen, geräumigen Boot für Familienreisen niederschlägt. Die bekannten Unterschiede zur Beneteau 463 beschränken sich auf pflegeorientierte Details, wodurch die wesentlichen Stärken von Rumpf, Rigg und Unterbringung unberührt bleiben.
Vorteile
- Entwurf von Bruce Farr & Armel Briand mit massivem GFK-Rumpf und Flossenkiel/Spatenruder
- Auswahl zwischen drei- oder vierkabinigen Layouts mit bis zu drei Nasszellen
- Optionale Flachkiel-Version für den Zugang zu flacheren Revieren
- Mäßiger Segelplan mit einer Rumpfgeschwindigkeit von 8,6 Knoten und soliden Stabilitätsverhältnissen
Nachteile
- Die auf den Charterbetrieb ausgelegte Bauweise kann Spuren intensiver Nutzung zeigen
- Feine Modifikationen an den Festmachen können je nach Spezifikation der Chartergesellschaft variieren



