Design und Konstruktion
Die 17 ist eine echte Scow-Klasse, und Melges bestückte sie mit den typischen Foils, die die moderne Scow-Technologie definieren. Zwei asymmetrische Schwerter – aus Aluminium extrudierte Seitenschwert-Foils mit einer Tiefe von etwa 48 Zoll – sorgen am Wind für Auftrieb, ohne im Weg zu sein oder jemals über den Decksanker hinauszuragen. Ein aus Aluminium extrudiertes Ruder passt in der Materiallogik zu den Schwertern. Das Deck selbst ist aufgeräumt – eine bewusste Entscheidung, die die Bewegung der Crew bei engen Regatten ungehindert lässt. Der Rumpf ist eine solide GFK-Scow mit Bleiballast, und das gesamte Paket ist so leicht, dass eine Person den 300 Pfund schweren Rumpf problemlos auf einem Trailer bewegen kann. (1)
Rigg und Seeverhalten
Das Rigg ist großzügig und unkonventionell: ein fettes Großsegel ohne Achterstag, ermöglicht durch Carbon im Mast, an den Salingen und in der Takelage, die zusammen nur 16 Pfund wiegen. Dieses minimale Gewicht im Topp sorgt dafür, dass das Boot steif und schnell bleibt. Bei Krängung präsentiert der Rumpf eine nadelfeine Wasserlinie, wodurch das Boot eher schneidet als einzuschlagen. Die 17 gleitet mühelos ins Gleiten, und wenn sie es tut, verhält sie sich sehr gutmütig und leicht zu handhaben – eine seltene Kombination bei einer Gleitjolle. Auf raumen Kursen segelt ein asymmetrischer Spinnaker mit 280 Quadratfuß Segelfläche von einem ausziehbaren Carbon-Sprit; ein einziges Tau zieht die Genua hoch und den Sprit in Position, und eine einzige Bergeschlaufe bringt sowohl Spinnaker als auch Sprit wieder an Bord. Die Werft gibt ein optimales Crewgewicht von 265 bis 350 Pfund an und zielt damit auf Paare ab, was auf zugängliches Zweihand-Regattasegeln hinweist. (2)
Leistungsbereich
Steifheit ist das prägende Merkmal: Die 17 steht auch einer Brise stand, die schwerere Jollen bereits zum Kentern bringen würde, und der nadelförmige, geneigte Fußabdruck hält die benetzte Fläche klein. Müheloses Gleiten mit gutmütigem Handling bedeutet, dass ein breites Windfenster für das Ziel-Crew-Paar beherrschbar bleibt. Das Kenterungsverhältnis von 3,3 spiegelt eine stabile Plattform für dieses Format wider, und obwohl diese Boote kentern können, sind sie relativ einfach mit dem Anker wieder aufzurichten. (2)
Einheitsklassen-Kontext
White Lake, Wisconsin, erhielt die Nummer eins der Melges 17-Flotte, und die erste Flotte wurde schnell verkauft, was die frühe Nachfrage nach erschwinglichem Scow-Spaß bestätigte. Das Design ist Teil der Zusammenarbeit zwischen Reichel/Pugh und Melges, die eine Reihe von leistungsstarken Einheitsklassen-Plattformen hervorgebracht hat. Die Aufgabe des Schutzwassers der 17 unterscheidet sie deutlich von den größeren, auf Hochsee ausgerichteten Modellen dieser Linie.
Das Fazit
Die Melges 17 ist eine speziell für das Regattasegeln konstruierte Scow, die Komfort und Stauraum gegen explosive Leistung und einfaches Handling eintauscht. Ihr Carbon-Rigg und die Aluminium-Anhänge sind technische Entscheidungen, die das Gewicht minimal halten und die Reaktionen sofortig machen. Zudem gehört das Spinnakersystem zu den benutzerfreundlichsten im Sport. Für Paare, die auf Seen und geschützten Buchten Einheitsklassen-Action suchen, bietet nur wenige 17-Fuß-Boote diese Mischung aus Steifigkeit, Gleiteigenschaften und einfacher Aufrichtbarkeit.
Vorteile
- Steifer, gleitfreudiger Rumpf mit nadelförmigem, angewinkeltem Profil
- Ultraleichtes 7,2 kg Carbon-Rigg mit Fathead-Großsegel und ohne Achterstag
- Einziehbares Carbon-Spritspinnakersystem, das über einzelne Leinen bedient wird
- Seitenschwerter und Ruder aus Aluminiumprofilen, Deck bleibt sauber
- Relativ einfach aufzurichten nach einer Kenterung
Nachteile
- Nur für geschützte Gewässer vorgesehen, nicht für Küsten- oder Hochseeeinsätze
- Keine Unterkunft oder Komfortausstattung außerhalb der Regatta-Funktionalität
- Das optimale Crewgewicht schließt sehr leichte oder sehr schwere Paare aus








