Design und Konstruktion
Im Kern der M-20 liegt ein flachbödiger Scow-Rumpf, kombiniert mit zwei Schwertern (Bilgeboards), die seitlichen Widerstand liefern, ohne dass ein Schwertkasten Platz beansprucht. Der Rumpf hat eine Länge über alles von 20 Fuß, eine Wasserlinie von 14 Fuß und eine schmale Breite von 5,67 Fuß. Mit einer Verdrängung von nur 595 Pfund ist das Boot nach allen Standards eines Kielboots federleicht. Diese minimale Masse in Verbindung mit dem flachen Unterwasserschiff des Scows ermöglicht es dem Entwurf, auf flachen Binnenseen auf Geschwindigkeit und Gleitfähigkeit zu setzen. Die Doppel-Schwert-Konfiguration bedeutet auch, dass das Boot bei einem minimalen Tiefgang von nur 0,67 Fuß trockenfallen oder trailern kann, während es mit abgesenkten Schwertern immer noch einen Tiefgang von 3,5 Fuß für hervorragende Leistung am Wind erreicht. (1)
Rigg und Handhabung
Die M-20 ist als 7/8-Slup getakelt mit einem Großsegel von 113,85 Quadratfuß und einer Fock von 62,27 Quadratfuß. Dieses Segelfläche sorgt bei der geringen Verdrängung des Bootes für ein lebhaftes Leistungsgewicht. Ein 293 Quadratfuß großer Spinnaker macht den Raumwindkurs zum Genuss, und die Quelle beschreibt den Segelplan als kraftvoll für aufregende Kurse vor dem Wind. Das moderate Vorliek des Großsegels von 4,5 Zoll und der Tack-Winkel von 87,99 Grad spiegeln die fraktionierte Masttopp-Konfiguration wider, die eher zu einer gleitenden Scow passt als zu einer Fahrtenyacht. Auf den breiten, windigen Flächen der Mittelwestsees, für die die Klasse gebaut wurde, belohnt dieses Rigg sportliche Crewarbeit und präzises Gewichtsverteilung. (1)
Regatten und Klassenleben
Erfolgreiche Einheitsklassenregatten unter der Inland Lake Yachting Association und der North American Scow Sailing Association haben die M-20 Jahrzehnte nach ihrem Entwurfskiel aktuell gehalten. Die anhaltende Präsenz der Klasse auf den Seen Geneva, Okoboji und anderen Gewässern bestätigt, dass die etwa 675 gebauten Rümpfe eine selbsttragende Regattaflotte bildeten und nicht nur eine vorübergehende Serienproduktion waren. Für eine 20-Fuß-Skiff ist diese institutionelle Unterstützung der entscheidende Unterschied zwischen einer Sammler-Rarität und einem Boot, mit dem man noch jeden Sommer am Wochenende segeln kann. (1)
Eignergeschichte
Da die M-20 eher als Regattaschuh als als Fahrtenyacht konzipiert wurde, dreht sich die Eignergeschichte weniger um Systeme und Refits, sondern vielmehr um das Trailern, das Aufriggen und die Teilnahme an Regatten. Da der Name Melges und die späteren Rümpfe von Windward Boatworks existieren, gibt es bei den erhaltenen Booten zwei verschiedene Werftlinien – ein nützlicher Hinweis, wenn man die Herkunft eines bestimmten Rumpfes rekonstruieren möchte.
Das Fazit
Die M-20 Scow ist ein reinrassiger Regattaboot für Binnengewässer, das Komfort zugunsten von Gleitgeschwindigkeit und einer tiefen Einheitsklasse-Struktur opfert. Ihre beiden Seitenschwerter und der flache Scow-Boden sind elegante Lösungen für die widersprüchlichen Anforderungen von flachen Sliprampen und Leistung am Wind. Die gute Klassenzusammenhalt macht sie zu einem seltenen klassischen Rennboot, mit dem man nach wie vor konkurrenzfähig segeln kann.
Vorteile
- Flachbödiger Scow-Rumpf mit zwei Schwertern für lateralen Widerstand ohne Kompromisse beim Schwertkasten
- Leichte Verdrängung von nur 595 Pfund ermöglicht Gleiten und Action auf flachen Binnenseen
- Aktive Einheitsklassen-Regatten unter ILYA und NASSA mit Flotten in Genf, Okoboji und darüber hinaus
- 7/8-Slup-Rigg mit kraftvoller Spinnaker-getriebener Leistung vor dem Wind
Nachteile
- Speziell für Regatten gebauter Rennboot ohne jegliche Ausstattung für das Fahrtensegeln oder Hochseetörns
- Die geringe Breite von 5,67 Fuß begrenzt die Stabilität im Vergleich zu breiteren Sportbooten










