Design und Konstruktion
Die LM 28 hat eine Verdrängung von 3.629 kg bei einem Ballastgewicht von 1.134 kg – ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis, über das sich die Quellen uneinig sind: SailWiki gibt 31,25 Prozent an, während yachtdatabase je nach verbautem Kiel mit 36 Prozent rechnet. Der Rumpf ist aus massivem, handaufgelegtem GFK gefertigt, ebenso der Langkieler aus demselben Material. Die Werft bot das Boot mit verschiedenen Kielalternativen an – einer Eisen- und einer Bleikielversion. Das Deck ist als GFK-Sandwichbauweise ausgeführt, eine Konstruktion, die LM Glasfiber über seine gesamte Modellpalette hinweg nutzt, um die Struktur zu versteifen und innere Kondenswasserbildung zu minimieren. Mit einem Längen-Breiten-Verhältnis von 3,02 und einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis von fast 241 (SailWiki) bzw. 277 (yachtdatabase) ist sie für ihre Länge breit und moderat schwer. Die Komfort-Ratio von 24,03 sowie die Bewegungskomfort-Werte von 27,4 aus den beiden Testsorten ordnen sie eher zu den stabileren kleinen Fahrtenyachten als zu den lebhaften Regattayachten ein. (1)
Rigg und Leistung
Sie ist eine Masttoppslup mit einer Segelfläche von 32,98 Quadratmetern, was einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 14,24 bei Standardsegeln und 13,5 bei einer 135-prozentigen Genua nach Angaben von yachtdatabase entspricht, oder 11,4 gegenüber dem ISO-Referenzsegel. Die benetzte Fläche beträgt etwa 24 Quadratmeter. Ein Volvo Penta 2003 Diesel mit 28 PS treibt einen Saildrive an und bringt das Boot unter Motor auf 7,0 Knoten, knapp über der theoretischen Verdrängergeschwindigkeit von 6,6 Knoten (SailWiki gibt maximal 6,64 Knoten an). Das Kenterungsverhältnis variiert je nach Quelle – es wird von SailWiki mit 1,91 und von yachtdatabase mit 1,81 angegeben –, ist in jedem Fall jedoch ein beruhigendes Wert für Fahrtensegler auf See. Ihr Tiefgang beträgt etwa 145 kg pro Zentimeter, also rund 816 bis 835 Pfund pro Zoll, sodass sie sich mit Last berechenbar verhält. (2)
Unterbringung
Unter Deck ist die LM 28 mit zwei Kabinen und fünf Kojen, einer Pantry und einer Nasszelle aufgeteilt, wobei der Innenraum wie bei den meisten skandinavischen Booten dieser Ära im Teakholz ausgestattet ist. Aufgrund des Motorsailer-Konzepts ist die Aufteilung um einen geschützten Steuerstand herum angeordnet und nicht um einen reinen Salon. Die Breite von 2,9 Metern verleiht dem Volumen unter Deck ein geräumiges Gefühl für ein 28-Fuß-Boot. Die Kraftstoff- und Wassertanks mit jeweils 140 Litern Fassungsvermögen (SailWiki) – wobei der Kraftstoff laut yachtdatabase in Edelstahl geführt wird – ermöglichen längere Törns an der Küste ohne ständige Nachfüllungen.
Das Fazit
Die LM 28 ist ein vernünftiger, gut erhaltenen dänischer Motorsailer, dessen Langkiel-Rumpf, solide GFK-Bauweise und Sandwichdeck das stabile, feuchtigkeitsfreie Innenraumkonzept liefern, das die Marke prägte. Sie ist keine Leichtwind-Fliegerin, aber das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis und die Komfortwerte machen sie zu einer stabilen Plattform für ein Paar oder eine kleine Familie. Der Volvo-Diesel mit Saildrive bietet zudem eine nützliche Marschreserve von 7 Knoten unter Motor. Mit nur 325 gebauten Exemplaren und der Einstellung der Produktion im Jahr 1991 bleibt sie ein gepflegtes Beispiel für die Arbeit von Andersen für LM Glasfiber.
Vorteile
- Langkieler Rumpf aus massivem GFK mit Optionen für Eisen- oder Bleikiel
- Sandwichdeck-Konstruktion für hohe Steifigkeit und reduzierte Kondenswasserbildung
- 28 PS Volvo Penta 2003 Saildrive erreichen unter Motor 7,0 Knoten
- Zwei Kabinen, fünf Kojen, Teak-Innenausbau, großzügige Tanks mit jeweils 140 l Fassungsvermögen für Kraftstoff und Wasser
- Komfort- und Kenterungsverhältnisse, die auf eine stabile, seetüchtige kleine Fahrtenyacht hindeuten
Nachteile
- Die bescheidene Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis begrenzt die Leistung bei leichtem Wind
- Der Saildrive-Übertragungsweg bringt die üblichen Wartungsanforderungen an das Membrandichtungsventil mit sich
- Der eher geringe Tiefgang von 1,35–1,45 m führt im flachsten Flussdelta noch zum Trockenfallen







