Design und Konstruktion
Der Rumpf ist unter der Wasserlinie aus massivem, handaufgelegtem GFK gefertigt, während das Deck und das Überwasserschiff mit einem Balsakern versehen sind – eine Kombination, die das Gewicht dort hält, wo es an Steifigkeit weniger zählt, und die Kondenswasserwege im Innenraum verringert. Unter Wasser sorgen ein tiefer Flossenkiel mit Bulbkiel und ein moderat hoch proportioniertes Spatenruder für die nötige Kursstabilität und schnelle Reaktionen am Ruder. Der Standardtiefgang von 6 Fuß 11 Zoll und die Breite von 12 Fuß 6 Zoll passen zu einer Länge über alles von 40 Fuß 0 Zoll. Das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 223 beschreibt einen Rumpf, der weder ein federleichter Regattaboot noch eine träge Fahrtenyacht ist, sondern einen konsequenten Mittelweg geht. Ein Kenterungsverhältnis von 1,75 und eine Brewer-Komfort-Ratio von 30,7 vervollständigen das statistische Profil eines Bootes, das gebaut wurde, um sich auch in der Welle bewegen zu können, ohne seiner Crew Schaden zuzufügen.
Rigg und Handhabung
Das Masttoppslup-Rigg ist unkompliziert aufgebaut, alle Leinen sind im Allgemeinen nach achtern geführt und das stehende Gut ist hochwertig ausgeführt, was das Boot für Einhandsegler sehr effektiv macht. Das Steuerrad ist für eine gute Sicht positioniert, und die Plicht ist hervorragend für das Segeln auf See konzipiert – mit einer vernünftigen Salinghöhe zum Rückenstützen und einem sicheren, aufgeräumten Layout. Auf raumen Kursen bei mäßigen bis frischen Windbedingungen ist das Boot dafür bekannt, Geschwindigkeiten im Bereich von 7–8 Knoten beizubehalten – ein direktes Ergebnis des 18,5er SA/D-Verhältnisses und der Effizienz von Flossenkiel und Bulbkiel. Das moderat hohe Ruderprofil verleiht dem Rudergänger auch bei Krängung viel Feingefühl, ohne die Trägheit eines reinen Skegs zu haben. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet die typische Aufteilung eine Eignerkabine im Vorschiff und eine große Achterkabine – ein Layout, das ideal für Törns mit zwei Paaren oder für einen einzelnen Eigner mit Privatsphäre für Gäste ist. Die Pantry ist meist L-förmig und nahe dem Niedergang positioniert, was dem Koch beim Segeln auf See Halt gibt und ihn nahe an Belüftung und Luk schafft. Diese Nähe zum Niedergang zeigt sich auch in der Plicht, wo das sichere, aufgeräumte Layout eher als bewusste Philosophie für das Fahrtensegeln auf See denn als Offenheit eines Charterbootes wirkt.
Bekannte Schwachstellen
Das einzige dokumentierte strukturelle Problem betrifft einige ältere Rümpfe, bei denen Deformierungen des Decks unter sehr hohen Wetterbelastungen zu Rissen im Bereich der Mastspur und der Püttinge geführt haben. Dies ist ein lokaler Versagen der Steifigkeit des Sandwichdecks mit Balsakern an hochbelasteten Durchführungen und kein systemischer Rumpffehler. Es scheint eher auf die ältesten Boote innerhalb der kurzen Produktionszeit als auf den Entwurf als Ganzes zurückzuführen zu sein. Ein Gutachten, das sich gezielt auf diese Bereiche konzentriert, bleibt eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme.
Das Fazit
Die Jonmeri 40 ist eine finnische Fahrtenyacht aus einer kleinen Serie, die weit über ihre Stückzahl hinausragt: Ein Rumpf aus massivem Laminat, ein Überwasserschiff mit Balsakern und ein Flossen- und Bulbkiel mit einem tiefen Spatenruder sorgen für ein Boot, das auf raumen Kursen schnell ist, sich einhand oder mit kleiner Crew leicht handhaben lässt und unter Deck für ein echtes Leben auf See ausgestattet ist. Das Rissrisiko an den Püttingen und dem Mastfuß bei einigen älteren Exemplaren ist der einzige bekannte Schwachpunkt, und er ist auf einen eng begrenzten Bereich beschränkt.
Vorteile
- Lebendiger Segelplan mit 18,5 SA/D und konstanten Geschwindigkeiten von 7–8 Knoten auf raumen Kursen
- Solider, handaufgelegter Rumpf unter der Wasserlinie mit Bleiballast im Verhältnis von 45 Prozent
- Gut nach achtern geführte Leinen und hochwertige Takelage für effektives Einhandsegeln
- Sichere, aufgeräumte Hochsee-Plicht mit guter Sicht auf das Steuerrad
- Vorne Eignerkabine und große Achterkabine mit L-Küche nahe dem Niedergang
Nachteile
- Das Deck mit Balsakern zeigt bei einigen älteren Rümpfen Verwindungsrisse an Mastfuß und Püttingen
- Nur dreißig Exemplare gebaut, was die Ersatzteilversorgung und die Bekanntheit beim Gutachter einschränkt








