Design und Konstruktion
Briands Fahrtenyacht aus den Mitte 2000er Jahren kombiniert einen massiven GFK-Rumpf mit einem Flossenkiel mit Bulbkiel, und die Werft baute sie in Frankreich. Mit einer Länge über alles von 31,5 Fuß und einer Breite von 10,83 Fuß weist sie ein Verhältnis von Länge zu Breite von 2,91 auf – ein breites Verhältnis, das das Innenraumvolumen unterstützt, ohne das Boot in den Bereich von Lastenseglern zu drängen. Ihre Verdrängung von 9.480 Pfund ruht auf 2.491 Pfund Eisenballast, was einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 26 Prozent entspricht. Zusammen mit dem Tiefgang von 6,5 Fuß der Version mit Festkiel sorgt dies für eine stabile, berechenbare Haltung im Ruhezustand und unter Segeln. Die Option mit Hubkiel und Doppelruder opfert etwas von diesem Tiefgang zugunsten des Zugangs zum Wasser, obwohl der Festkiel je nach Beladung zwischen 6,50 und 6,80 Fuß tief ist.
Rigg und Handhabung
Die 32i ist mit einem 7/8-Slup-Rigg ausgestattet und weist laut einer Datenbankanalyse mehr Segelfläche auf als 95 Prozent vergleichbarer Segelboote – eine für ihre Größe deutlich überdimensionierte Takelung. Mit dem ISO-Referenzsegel beträgt das Verhältnis von Segelfläche zu Verdrängung 17,3; setzt man eine 135-prozentige Genua, steigt dieser Wert auf 20,3, was den 484 Quadratfuß großen Segeln echten Vortrieb verleiht. Das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 194 ordnet sie zu den „moderaten Regattayachten“ ein, und ihre theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 7,1 Knoten. Ihr Kenterungsverhältnis von 2,05 bedeutet, dass sie nicht für Hochseeregatten zugelassen wäre, was im Einklang mit der Positionierung des Herstellers als Boot für Küstenfahrten und nicht für Offshore-Einsätze steht. Die Komfort-Ratio von 21,0 und ein Stoppvermögen von etwa 1.054 Pfund pro Zoll deuten auf einen Rumpf hin, der abrupte Bewegungen dämpft und sich unter zunehmender Last berechenbar verhält. (1)
Unterbringung
Jeanneau positioniert die 32i als komfortorientierte Fahrtenyacht für Küstenreviere, und der Innenraumplan spiegelt dies wider. Die Cockpits sind großzügig dimensioniert, um sich vor Anker ausstrecken zu können, und das Interieur besticht überall durch feine Details in den Kabinen, Nasszellen, im Salon, in der Pantry und sogar an einem Kartentisch. Diese Verarbeitungsqualität ist genau die Art von Finesse, die ein Paar oder eine kleine Familie auf einer Woche auf See bemerkt – nicht nur bei einem Rundgang durch die Showroom. Die Wasserkapazität von 45 Gallonen und der Dieselkanister mit 18 Gallonen eignen sich hervorragend für ihre angekündigte Rolle im Küstenbereich, ohne Anspruch auf Hochseetauglichkeit zu erheben.
Das Fazit
Die Sun Odyssey 32i ist eine durchdachte kleine Fahrtenyacht: Briands Rumpflinien, ein kraftvoller 7/8-Rigg und ein breites Innenraumkonzept, das mit durchdachten Details veredelt wurde. Sie ist eindeutig ein Boot für Küstenreviere – sowohl das Kenterungsverhältnis als auch die Beschreibung des Werfters bestätigen dies –, und die Option mit Hubkiel erweitert ihre Reichweite in flachen Häfen. Was sie jedoch nicht ist, ist eine Hochsee-Regattayacht oder ein Langstrecken-Fahrtenboot, und die Zahlen sprechen unmissverständlich dagegen.
Vorteile
- Sehr gut für ihre Größe überriggt, mit einer Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von bis zu 20,3 unter einer 135 % Genua
- Große Breite von 10,83 Fuß und feine Details im Innenraum in Kabinen, Nasszelle, Salon, Pantry und Kartentisch
- Als Version mit Hubkiel und Doppelruder für Flachwasserreviere erhältlich
- Großzügige Plicht für einen 31-Fuß-Rumpf
Nachteile
- Das Kenterungsverhältnis von 2,05 schließt sie vom Hochseeregattasegeln aus
- Der Tiefgang des Festkiels von 6,5–6,8 Fuß begrenzt den Zugang zu Marinas und Ankerplätzen
- Die Dieselkapazität von 18 Gallonen beschränkt die Reichweite auf den Küstenbereich







