Irwin 34 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Ted Irwin·1982·Irwin Yachts
Ungefähre Zeichnung

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Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
Masttoppslup
LOA
34.6' · 10.55 m
Verdr.
11.500 lbs · 5.216 kg
Erstes Baujahr
1982

Die Irwin 34 ging 1979 als Citation 34 an den Start – ein Name, der eher auf eine luxuriöse Fahrtenyacht als auf die regattaorientierten Irwins jener Zeit hinweisen sollte. Zum Ende ihrer Bauzeit im Jahr 1985 wurde sie schlicht als Irwin 34 vermarktet. Ted Irwin entwarf sie, wie er jedes Boot entwarf, das die Werft während seiner ununterbrochenen Amtszeit als Geschäftsführer produzierte. Die Marke hatte bereits eine Insolvenz nach Chapter 11 überstanden und baute zum Zeitpunkt des ersten Blicks von Practical Sailor seit 27 Jahren GFKSegelboote, bevor sie sich 1992 endgültig schloss. Insgesamt wurden zwischen 1978 und 1985 305 Rümpfe gebaut – eine moderate, aber erfolgreiche Ausbeute für diese Epoche.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
34,6 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
27,33 ft
Breite
11,25 ft
Tiefgang
5,33 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Spatenruder
Ballast
4.500 lbs (Blei)
Verdrängung
11.500 lbs
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Masttoppslup
Vorliek Großsegel
37 ft
Unterliek Großsegel
13,5 ft
Vorsegeldreieck Höhe
42,75 ft
Vorsegeldreieck Basis
13,75 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
44,91 ft
Segelfläche
544 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
17,08
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
39,13
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
251,5
Komfort-Ratio
23,98
Kenterungsverhältnis
1,99
Rumpfgeschwindigkeit
7,01 kn

Design und Unterwasserschiff

Die 34 liest sich wie ein Hybrid aus einer breiten CCA-Schwertboot der 1960er Jahre und einer IOR-Regattayacht aus den Mitte der 1970er Jahre, und diese Abstammung zeigt sich im Rumpfprofil. Der Bug trägt eine charakteristische konkave Kurve, typisch für die Hand von Irwin, das Deckssprung ist flach mit einer geformten Kimmstrebe, und die Hecksektionen haben den typischen hochgezogenen Heckspiegel der IOR-Klasse. Unter Wasser ist der Rumpf breit und tellerförmig, mit einem traditionell wirkenden, niedrigen Kajütaufbau darüber. Ein flacher Stützbalken verläuft vom Kiel nach achtern und bildet ein Skeg vor dem Spatenruder, wobei die Rumpfform gut zum Schwert passt und nicht durch dieses beeinträchtigt wird. Der tiefe Flossenkiel hatte einen Tiefgang von 5 Fuß 4 Zoll, aber das Schwertmodell erwies sich als weitaus beliebter; sein Schwert lässt sich in einen flachen Kielstummel hochziehen, wobei ein Dacron-Leinenfall an Deck durch ein Rohr geführt wird, das gleichzeitig als Handlauf am vorderen Ende der Pantry dient. (1)

Konstruktion und Decksdetails

Der Rumpf ist ein konventioneller Laminatbau aus Matratzenmaterial und gewebtem Roving, das Deck ist ein Sandwich mit Balsakern; die grundlegende GFK-Arbeit schien auf jedem untersuchten Boot solide und gut zu sein. Ein Teil des Cockpitbodens ist abnehmbar, was die Tester als den besten Motorzugang bezeichneten, den sie auf einem Boot dieser Größe je gesehen hatten, und die Cockpitlenzer sind groß – eine weitere seltene Eigenschaft bei Serienbooten. Der Niedergang ist großzügig gestaltet, mit nur einem kleinen Stufe über dem Boden. Dennoch zeigt sich auch die 34 an einigen Stellen spartanisch: Die Rumpf-Deck-Verbindung wurde nur mit Schrauben gesichert, die Decksklampen an einem der begutachteten Boote wurden mit Blechschrauben gehalten, und alle untersuchten Boote hatten ihre Bug- und Heckkorbköpfe lediglich geschraubt und nicht durchgebolzt. Billige Borddurchlässe und fehlende Dichtungen an den Püttingbolzen waren weitere leicht zu behebende, aber störende Details. (1)

Rigg, Antrieb und Seeverhalten

Die Irwin 34 ist eine Masttoppslup mit einem Großsegel, das hervorragend zwischen Großsegel und Fock ausbalanciert ist. Tester befanden sie nach den Maßstäben von Ted Irwin als gutes Segelboot. Der Standard-Yanmar 3GMF-Diesel erzielt im Allgemeinen gute Bewertungen der Eigner, obwohl einige das Boot als etwas untermotorisiert empfinden. Als wünschenswerte Option wurde ein Yanmar mit 20 PS angeboten. Einige Eigner berichten von Schwierigkeiten beim Rückwärtsfahren auf gerader Linie. Die meisten Boote verließen die Werft mit Festpropellern, und leistungsorientierte Segler werden einen Falt- oder Drehflügelpropeller benötigen, um wieder mehr Fahrt zu entwickeln. Mit einer PHRF-Einstufung von fast 160 ist sie etwas langsamer als zeitgenössische Modelle wie die C&C 34, segelt aber gute Passagen. Viele Eigner halten sie für rank, insbesondere mit abgesenktem Schwert, doch Tester stellten eine durchaus brauchbare Steifigkeit durch die hohe Anfangsstabilität des breiten Rumpfes fest und vermuteten, dass ein frühes Reffen bei starkem Wind sinnvoll wäre. Fahrtensegler werden feststellen, dass das Boot sich auch unter einer Rollfock allein gut segeln lässt. (1)

Unterbringung

Unter Deck zeigt sich die 34 als solide Serienarbeit mit Teakfurnier und Kunststoffleisten. Es gibt drei feste Kojen – eine Doppel-V-Koje im Vorschiff, eine Achterkoje, die für eine große Person im Fußbereich etwas eng ist, und eine Sofakoje, die als Einzelkoje genutzt werden kann – während der gegenüberliegende Esstisch zu einer kleinen Doppelkoje umgebaut werden kann. Die Nasszelle ist gut dimensioniert, und die Pantry bildet ein praktisches U mit einer soliden Schalttafel auf der achteren Seite; die Navigationsecke steht schräg mit einem kleinen, aber ausreichenden Tisch. Sieben öffnende Luken sowie Luken im Vorschiff und mittschiffs sorgen für eine hervorragende Belüftung. Die Tankkapazitäten sind für diese Größe großzügig bemessen – 30 Gallonen Kraftstoff, 80 Gallonen Wasser und ein großer Fäkalientank –, aber der Stauraum unter Deck ist minimal, da die Tanks den Platz unter den Kojen einnehmen und es keine Trenntüren für die Bugkabine gibt. Die originale Standardausrüstung war modern und vollständig: Warmes/warmes Druckwasser, Dusche, Propangasherd, vier Zoll dicke Polster und AC/DC-Systeme.

Bekannte Schwachstellen

In der Zeitschrift Practical Sailor stellten Gutachter bei untersuchten gebrauchten Modellen stark abgenutzte Dacron-Schwerterleinen fest, die ausgetauscht werden müssen. Zudem berichten Eigner in den Gutachten der Publikation über eine überdurchschnittlich hohe Anzahl von Gelcoat-Problemen – aufplatzende Lackschäden, große Hohlräume und starke Rissbildung im Gelcoat. Bei zwei der geprüften Boote hatte die Teak-Hickory-Bodenbretter verfärbt und sich in Schichten gelöst. Das Rigg selbst ist ausreichend; das einzige vom Eigner gemeldete Problem sind Roststellen am Mastlack, möglicherweise durch mangelnde Aluminiumgrundierung. Am kritischsten ist jedoch die geringe Bilgenkapazität des Bootes, was jedes an Bord genommene Wasser zu einem echten Problem machen kann. (1)

Das Fazit

Für einen Küstensegler, der gerne ein Projekt in Angriff nimmt, ist die Irwin 34 ein schönes, gut durchdachtes Design mit einem funktionalen Innenraum und einem ausgewogenen Rigg. Die Schwertversion eignet sich hervorragend für das Segeln in flachen Gewässern, und die abnehmbare Plichtmatte macht den Yanmar ungewöhnlich wartungsfreundlich. Dennoch bedeuten die Kompromisse bei Beschlägen und Borddurchlässen, die dünne Bilge sowie die Mängel am Gelcoat und der Bodenbretter, dass ein Käufer Budget für grundlegende Reparaturen einplanen sollte, bevor er hochseetaugliche Ambitionen hegt.

Vorteile

  • Breiter, tellerförmiger Rumpf mit Schwertkasten, der perfekt zum Rumpfprofil passt
  • Entfernbarer Cockpitboden bietet hervorragenden Zugang zum Motor; große Cockpit-Lenzer
  • Großzügige Tankkapazitäten und gute Belüftung für ein 34-Fuß-Boot
  • Ausgewogenes Großsegel; segelt auch solo unter Fock sehr gut

Nachteile

  • Nur mit Schrauben verbundene Rumpf-Deck-Verbindung, Relingstützen und Klampen; billige Borddurchlässe
  • Geringes Bilgenvolumen erschwert das Trockenfallen bei Leckagen
  • Berichtete Gelcoat-Hohlräume/Risse und delamierte Bodenwrangen
  • Von vielen Eignern als rank empfunden; manche finden sie untertakelt

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