Design und Konstruktion
Die vom Hersteller für den Rumpf verfolgte Philosophie war, dass er nach den Prinzipien der Hydrodynamik geformt wurde und nicht an Regattaformeln angepasst sein musste. Die Rumpfform bestätigt dies auf praktische Weise. Die Achtersektionen sind bewusst voluminös gestaltet, was laut Hersteller die Segelfläche erhöht und das Potenzial auf raumen Kursen sowie vor dem Wind verbessert, während die Vorschiffsschnitte moderat voluminös sind, um Auftrieb und mehr Trockenheit an Deck zu bieten. Der Rumpf selbst ist aus massivem GFK gefertigt, ebenso das Deck; die Kieloptionen unterscheiden sich jedoch deutlich in ihrem Zweck. Eine Variante ist ein Blei-Flossenkiel mit einem Tiefgang von etwa 1,77 bis 1,85 Metern (je nach Beladung), der für die meisten Marinas geeignet ist. Die Alternative ist ein Kiel mit Hubkiel, der den Tiefgang auf etwa 1,16 bis 1,25 Meter reduziert und es dem Boot ermöglicht, flache Marinas und Binnengewässer anzusteuern. Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 40 Prozent und ein Verdrängungsverhältnis nahe 1.091 Pfund pro Zoll beschreiben einen steifen, gut sitzenden Rumpf für seine Länge. (1)
Rigg und Handhabung
Die Pearson 34 ist mit einem Masttopprigg ausgestattet, das eine Segelfläche trägt, die sie im Vergleich zu Gleichaltrigen etwas untertakelt wirken lässt: Eine Rezension stellte fest, dass sie mehr Rigg als nur 27 Prozent ähnlicher Segelboote besitzt. Dieses konservative Verhältnis von Rigg zu Verdrängung prägt den Charakter beim Segeln. Dennoch beschrieb der Hersteller das Boot als für Clubregatten konzipiert, wettbewerbsfähig und lebhaft, wobei der weit nach achtern gezogene Überwasserschiff diesen Anspruch auf raumen Kursen bestätigt. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit bei voller Verdrängung liegt bei 7,1 Knoten. Die Abmessungen des stehenden und laufenden Guts sind detailliert dokumentiert – Großsegel-, Fock-/Genua- und Spinnakerfall sind alle als 100 Fuß an 3/8 Zoll ausgeführt, während Schoten und die Großschot mit 1/2 Zoll dimensioniert sind – was dem Käufer zeigt, dass das Boot eher mit herkömmlichen Lasten für das Masttopp-Rigg als mit extremem Offshore-Sicherheitsabstand konstruiert wurde. (2)
Unterbringung
Unter Deck nutzt Pearson das von der Werft als klassische Aufteilung bezeichnete Layout, da es den Platz am besten ausschöpft. Dieses traditionelle Grundrisskonzept, kombiniert mit einer Breite von 11 Fuß und 2 Zoll sowie einem Längen-Breiten-Verhältnis von 3,04, setzt auf ein offenes, nutzbares Innenraumvolumen statt auf unterteilte, separate Kabinen. Die Wassertankkapazität von 50 Gallonen und die Kraftstoffkapazität von 22 Gallonen bieten eine ausreichende Reichweite für Küstentörns, ohne jedoch die Autarkie für Blauwasserfahrten zu versprechen. Der einzelne Universal-Atomic Benzinmotor mit 18 PS und Direktantrieb bewegt die Verdrängerin leise genug für Hafenmanöver. (1)
Das Fazit
Die Pearson 34 ist ein durchdacht proportioniertes Entwurf von Shaw, das auf Regatta-Optimierung verzichtet und stattdessen ein ausgewogenes hydrodynamisches Verhalten sowie ein trockenes, stabiles Deck bietet. Die Option mit Zwillingskielen erweitert ihre Reviergrenzen erheblich, und der traditionelle Innenraum bleibt praktisch. Das Masttopp-Rigg ist für die Verdrängung bescheiden dimensioniert, sodass sich die Leichtwindleistung auf eine große Genua oder einen Spinnaker verlässt.
Vorteile
- Rumpf geformt nach hydrodynamischen Prinzipien, nicht durch Regelschummel, mit vollen Achtersektionen für Vortrieb auf raumen Kursen
- Der optionale Schwertkiel öffnet flache und Binnengewässer, während der Flossenkiel für Standard-Marinas geeignet ist
- Das klassische Deck-Unterdeck-Layout maximiert den nutzbaren Raum auf einem 34-Fuß-Rumpf
Nachteile
- Im Vergleich zu ähnlichen Segelbooten etwas untertakelt, was das Tempo bei leichtem Wind unter Großsegel allein einschränkt
- Benzinmotor statt Diesel (wie im Angebot beschrieben)










