Design und Konstruktion
Die entscheidende strukturelle Idee ist ein Wasserballastsystem mit 2.000 Pfund statt eines festen Bleiballasts tief im Rumpf. Bei leeren Tanks hat sie einen Tiefgang von nur 1 Fuß 9 Zoll, was es dem Eigner ermöglicht, das Boot an einer geringen Rampe zu wassern; vollgepumpt bringt der Ballast sie auf 6 Fuß Tiefe, und das Boot wird steif, sobald die Ballasttanks gefüllt sind – man tauscht die Rampentauglichkeit gegen die Stabilität im Sitzen auf See ein. Der offene Heckspiegel integriert eine Badeplattform und eine Badeleiter, und das Deck trägt einen klappbaren Steuersitz achtern der Radsteuerung. Hunter Marine baute das Boot in den Vereinigten Staaten, und die Konstruktion ist ganz auf die Trailerbarkeit ausgelegt. (1)
Rigg und Handhabung
Das Boot trägt Hunters typisches, achterstagloses B&R-7/8-Rigg mit zurückgepfeilten Salingen. Diese Konfiguration vereinfacht das Heck und verlagert die Maststütze nach vorn. Der Segelplan für raume Kurse besteht aus einem großen, stark gepfeilten Großsegel mit Volllatten von etwa 170 Quadratfuß, kombiniert mit einer Rollfock im Bereich von 110–135 %, was eine Gesamtsegelfläche am Wind von fast 320 Quadratfuß ergibt. Für raume Kurse fährt sie einen asymmetrischen Spinnaker auf einem klappbaren Bugspriet. Das B&R-Rigg und die Steifigkeit durch den Wasserballast machen sie zu einer stabilen, familienfreundlichen Plattform und nicht zu einem nervösen Regattaboot. Der geringe leere Tiefgang ist der Kompromiss, der den Trailerkomfort ermöglicht, und der tiefe gefüllte Tiefgang sorgt wieder für gute Seeeigenschaften, sobald das Boot an der Sliprampe zu Wasser gelassen wird.
Unterbringung
Im Vergleich zur ersetzen 260 verfügt die 270 über eine größere Plicht mit Radsteuerung, und das Interieur ist für echtes Fahrtensegeln aufgestellt. Unter der Plicht befindet sich eine riesige, querschiffs angeordnete Doppelkoje achtern, eine separate V-Koje im Vorschiff und eine separate Nasszelle mit Dusche. Die Pantry ist komplett ausgestattet mit einem zweiflammigen Herd und einer Kühlbox, und in der Kabine herrscht überall Stehhöhe. Ein Hubdach sorgt bei hochgeklapptem Zustand für zusätzliche 15 Zentimeter Höhe. Rezensenten beschreiben das Boot als äußerst komfortabel für eine vier- oder fünfköpfige Familie auf einwöchigen Törns – was für einen 27-Fuß-Rumpf eine starke Aussage ist und auf das großzügige Volumen sowie die Wohnlichkeit des offenen Hecks vor Anker hinweist. (1)
Eignerschaft und Gemeinschaft
Etwa 400 Exemplare verließen die Form, und die Klasse ist organisiert geblieben: Auf beiden US-Küsten und an den Großen Seen gibt es aktive Eignergemeinschaften. Dieses Netzwerk ist für ein trailerbares Boot von großer Bedeutung, bei dem Techniken am Slip, die Wartung der Ballastpumpe und die Dichtungen des Hubdachs zu jenem praktischen Wissen gehören, das man am besten unter Seglern teilt, die das Boot tatsächlich selbst ziehen. Die Produktion der 270 lief nur bis 2006, was sie zu einer abgeschlossenen Generation innerhalb der Hunter-Modellnummernreihe macht und nicht zu einem kontinuierlich weiterentwickelten Modellnamen.
Das Fazit
Die Hunter 270 ist eine gut durchdachte, trailerbare Fahrtenyacht, die sich von einem flachgehenden Modell mit 58 cm Tiefgang zu einem ballastierten Weekender mit 1,83 m Tiefgang umbauen lässt – und das ohne den Steg verlassen zu müssen. Sie tauscht maximale Ballastsicherheit gegen Flexibilität ein, und das B&R-Rigg zusammen mit dem offenen Heck verleihen ihr ein modernes, geselliges Flair, das der 260 fehlte. Für eine Familie, die vier oder fünf Personen komfortabel ohne Liegeplatz in einer Marina segeln möchte, ist sie eine pragmatische und gut unterstützte Wahl.
Vorteile
- Wasserballast sorgt für einen leeren Tiefgang von 1 Fuß 9 Zoll zum Trailern und 6 Fuß voll beladen für hohe Steifigkeit
- Offener Heckspiegel mit Badeplattform und Badeleiter
- Stehhöhe im Salon plus Hubdach; Achterkabine als Doppelkoje, Vorschiff mit V-Koje
- B&R-Rigg ohne Achterstag mit Rollfock und asymmetrischem Spinnaker
- Aktive Eignergemeinschaften an beiden US-Küsten und auf den Großen Seen
Nachteile
- Das Trailergewicht und die Handhabung des Ballasts erfordern den Einsatz des Eigners
- Wasserballast bietet für den Hochseeeinsatz nicht die Langlebigkeit von festem Bleiballast
- Die Produktion endete nach nur etwa 400 Rümpfen; eine kurze Generation









