Design und Konstruktion
Wo die 325 sich von der 320 unterscheidet, ist das Überwasserschiff. Die Cockpitsenkel sind tiefer, die Ecken flacher und das Gesamtprofil wirkt runder als bei dem früheren Boot mit niedrigeren Cockpitsenkeln im Vergleich zur Hanse 320. Unter der Wasserlinie und am Mastfuß hat sich nichts geändert: Derselbe Kiel und dasselbe Ruder werden übernommen, was Hanse eine bewährte Plattform bot, die verfeinert statt neu erfunden werden musste. Eine bemerkenswerte Entscheidung im Innenraum war der Verzicht auf die Rumpfluken im Salon, was zwar etwas natürliches Licht kostete, aber diese Glasflächen gegen nützlichen Stauraum entlang der Salonschotten eintauschte – zusätzlicher Stauraum, der sie ersetzt, ist im Salon durchaus praktisch. Der Rumpf selbst besteht aus massivem GFK-Laminat mit einem Eisenballast von rund 3.263 Pfund auf einem Bulbkiel, und auch das Deck ist aus massivem GFK gefertigt. (1)
Rigg und Handhabung
Die 325 ist als 7/8-Slup mit Selbstwendefock und Einleinen-Reffanlage getakelt – eine Kombination, die die Arbeit einer kleinen Crew auf ein Minimum reduziert. Der gleiche Segelplan wie bei der 320 bedeutet eine Segelfläche von 51 m² bei einer Wasserlinie von 28'6", was ausreicht, um den 5.200 kg schweren Rumpf anzutreiben, aber nicht genug ist, um sie zu einem Leichtwind-Sprinter zu machen. Probefahrer empfanden sie als leicht zu handhabende Fahrtenyacht im Bereich von Windstärke 3 bis 6. Der kleine 18-PS-Hilfsmotor – wenn auch bescheiden in der Leistung – treibt einen gut abgestimmten Propeller an und sorgt für gute Manövrierbarkeit im Hafenbecken. Sie ist zudem so konzipiert, dass sie einen Gennaker tragen kann, wenn die Eigner mehr Fahrt vor dem Wind wollen. (1)
Unterbringung
Sechs Kojen sind serienmäßig vorhanden: eine V-Koje im Vorschiff, zwei Sofakojen im Salon und eine geräumige Achterkabine für zwei Personen. Die Stehhöhe beträgt überall mindestens 5'10" (ca. 1,78 m) und der Salon ist trotz des Verzichts auf Rumpfluken sehr gut beleuchtet; sechs Personen können sich um den Salontisch versammeln. Die Achtertoilette liegt an Backbord neben dem Niedergang. Die Pantry ist ungewöhnlich groß für die Bootslänge und verfügt über Herd, Ofen, Spüle und Kühlschrank sowie viel Arbeitsfläche und gute Belüftung. Käufer konnten aus 29 Polsteroptionen in verschiedenen Materialien und Farben wählen, und das Boot wurde als hochgradig anpassbar vermarktet, wobei Teakdeck, Sprayhood, Heizung und Chartplotter zu den verfügbaren Luxusausstattungen gehörten. (2)
Cockpit und Decksausrüstung
Die Plicht ist komfortabel mit hervorragender Sicht nach vorn, und ein klappbarer Steuersitz bietet Zugang zur Badeplattform – ein durchdachtes Detail bei einem 32-Fuß-Boot mit klappbarem Steuersitz für den Zugang zur Badeleiter. Ein Steuerrad ist serienmäßig, und die Instrumente sowie Winschen sind leicht erreichbar am Steuerstand platziert. Das einzige unpraktische Detail ist ein recht kleiner Cockpittisch, der den Freizeitraum an Deck einschränkt. (1)
Das Fazit
Die Hanse 325 ist eine pragmatische kleine Fahrtenyacht, die etwas Glamour gegen echte Wohnlichkeit eintauscht. Sie übernimmt den bewährten Rumpf der 320, veredelt ihn durch ein weicheres Deckprofil und bietet mit sechs Kojen, einer vollwertigen Pantry und einem wirklich individuell gestaltbaren Innenraum ein hervorragendes Raumangebot. Ihr Selbstwendefock-Rigg und der kleine, aber gut abgestimmte Motor machen sie zu einem unkomplizierten Boot bei mäßigem Wind, auch wenn sie keine Leichtgewicht-Legende ist und die fehlenden Bullaugen im Rumpf den Salon stark auf das Deckslicht angewiesen machen.
Vorteile
- Bewährter Kiel, Ruder und Rigg aus der erfolgreichen Hanse 320 übernommen
- Sechs Kojen inklusive einer geräumigen Achterkabine und einer großen Pantry für diese Bootslänge
- Selbstwendefock und einliniges Reffen erleichtern das Segeln mit kleiner Crew
- Niedrigere Sülls und runde Linienführung verbessern das Cockpit-Erlebnis
- 29 Polsterfarben und zahlreiche Werft-Optionspakete ermöglichen individuelle Anpassungen
Nachteile
- Keine Rumpfniedergänge, sodass der Salon trotz guter Belüftung auf Deckenbeleuchtung angewiesen ist
- Eher moderate Leistung; kein Spezialist für Leichtwind oder raume Kurse
- Die Plicht ist für ein Boot, das ansonsten sechs Personen unter Deck unterhält, zu klein









