Hallberg-Rassy 42F MkII — Informationen, Bewertung, technische Daten

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LOA
43.37' · 13.22 m

Die HallbergRassy 42F Mk II ist eine von Frers entworfene MittelcockpitFahrtenyacht, die zwischen 1994 und 2001 in 128 Einheiten gebaut wurde. Sie gehört zur 42FSerie mit insgesamt 181 Booten, zu der auch 53 Rümpfe der Mk I gehörten. Germán Frers formte einen Rumpf, der auf Seetüchtigkeit und gutes Segeln ausgelegt ist und nicht darauf, Regeln zu umgehen. Das Ergebnis trägt eine CEKategorie A für unbeschränkte Hochseetörns. Mit einer Länge über alles von 43' 4", einer Breite von 12' 11" und einer Verdrängung von 27.558 lbs, ausbalanciert durch einen tief im Kiel platzierten Bleikiel von 10.360 lbs, ist sie ein ernstzunehmendes Hochseeboot für Segler, die eine echte Yacht mit mehr als respektabler Geschwindigkeit suchen und für die Distanz kein Hindernis ist.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
43,37 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
Breite
12,96 ft
Tiefgang
6,56 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Rumpf
Glasfaser
Rumpfart
Kielart
Ballast
(Blei)
Verdrängung
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Vorliek Großsegel
Unterliek Großsegel
Vorsegeldreieck Höhe
Vorsegeldreieck Basis
Vorstaglänge (geschätzt)
Segelfläche

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
Komfort-Ratio
Kenterungsverhältnis
Rumpfgeschwindigkeit

Design und Konstruktion

Frers setzte seine Entwurfskenntnisse aus dem Jahr 1991 auf einer zeitgemäßen Fahrtenyacht ein, die das Know-how der Werft verkörpert, ohne auf Regatta-Trends zu setzen. Der Rumpf ist im Handauflegeverfahren mit Isophthalsäureharz laminiert und oberhalb der Wasserlinie mit PVC-Schaum isoliert. Jedes Boot wird während der Bauzeit von Lloyd's geprüft und erhält bei der Übergabe ein Zertifikat. Bei ihrer Besichtigung lobten På Kryss & Till Rors die durchgehende Gitterstruktur auf Bodenniveau sowie die Laminierung von Rumpf und Deck, die großes Vertrauen einflößt. Sie stellten außerdem fest, dass ein Bootsbauer vor der Produktion persönlich jede einzelne Ausrüstung auf Langstreckentörns testet. Das Deck ist eher für die richtige Funktion als für das Aussehen ausgelegt, mit sauberen, breiten Teakdecks und einer innen stark einlaminierten Rumpf-Deck-Verbindung. Ein an Deck stehender Mast und Edelstahlbolzen in der Bleiballastfinne lösten bei den Testern Bedenken als Blauwasser-Fahrtenyacht aus, und auch die Edelstahltanks bereiteten demselben Rezensenten Sorgen. (1)

Rigg und Handhabung

Die Mk II trägt einen Mast mit 60' 8" Höhe über der Wasserlinie und einen Standardtiefgang von 6' 7", wobei eine flachere Version mit 30 cm eingegossenem Blei-Tiefgang verfügbar ist. Die Segelfläche beträgt 958 Quadratfuß mit Fock und 1.087 Quadratfuß mit Genua, angetrieben von einem 76 PS starken Volvo Penta TMD22. Bei einer Windstärke von 14 Knoten zeigte sich in Tests, dass sie gut Höhe laufen und satte 6,6 Knoten erreichen konnte. Die 42 läuft kraftvoll, dreht auf ihrer eigenen Länge und lässt sich rückwärts sehr gut steuern. Sie verfügt über kugelgelagerte Ruder, praktische Notpinne und eine Steuerungsanlage mit Drahtseil. An allen Borddurchlässen sind Bronzeneinlässe installiert. (1)

Unterbringung

Unter Deck zeigt die Mk II einen wunderschön ausgebauten Mahagoni-Innenraum mit vollständigem Teppichboden auf einem Teak-und-Esche-Bodenbrett sowie Vorhängen an den Fenstern und Luken. Der Salon des getesteten Bootes bot das optionale Layout mit sehr bequemen Sesseln an Steuerbord, während die von dem Tester bevorzugte Achterkabine eine komfortable Sitzecke an Backbord statt der zusätzlichen Koje der 46 aufwies. Große Schränke und eine Buggarage, die durch eine Sperrholz-Trennwand abgeteilt ist, fassten sechs große Fender; eine flachere Backskiste als bei der 46 sowie ein guter Backskisten-Schrank im Cockpit und eine Gasflaschenbox an Steuerbord vervollständigen die Stauraummöglichkeiten. Die Pantry ist komplett mit einem kardanisch aufgehängten Herd, der in einem steilen Winkel schwenkt, einer Sicherheitsreling, einer tiefen Doppelspüle, einer Handpumpe als Backup und großzügigem Stauraum ausgestattet, während eine moderate elektrische Kühlbox achtern des Kartentisches platziert ist. Ein benutzbarer, niedriger Kartentisch mit Platz für Instrumente und ein leicht zugängliches elektrisches Schaltbrett an Backbord dienen dem Navigator; die Achtertoilette verfügt über eine hervorragende Duschkabine mit Sitz, die Vorschiffstoilette über eine geräumige, gemeinschaftliche Nasszelle mit Dusche.

Ausstattung und Systeme

Die Kabine ist mit Webasto-Kabinenheizungen und einer hervorragenden Belüftung durch Backskjuter, öffnende Luken, vier bis fünf Luken und elektrische Saugluken ausgestattet. Optional ist ein fester Sprayhood erhältlich, dessen mittleres Ausschnittstück mit Segeltuch geschlossen werden kann. Das 12-Volt-Gleichstromsystem trennt die Batterien für den Motorstart von denen der Bordbatterie. Mit einer Dieselkapazität von 420 Litern und einer Wassertankkapazität von 685 Litern sind auch lange Törns problemlos möglich.

Das Fazit

Die 42F Mk II ist eine selbstbewusste, hochwertig verarbeitete Fahrtenyacht für die Ozeane mit dem Leistungspotenzial von Frers und der sorgfältigen Bauqualität der Werft. Sie segelt bei mäßigem Wind gut und lässt sich unter Motor sicher steuern. Ein Käufer sollte jedoch die von damaligen Testern bemängelten Schwachstellen wie den an Deck stehenden Mast sowie die Details der Edelstahl-Tanks und -Bolzen berücksichtigen.

Vorteile

  • Frers-Rumpf mit CE A-Hochseezertifizierung und einer Geschwindigkeit von 6,6 Knoten bei 14 Knoten Wind
  • Von Lloyd's geprüfter, schaumgepolsterter Rumpf aus Isophthalsäureharz mit Gitterstruktur
  • Kuscheliger, praktischer Innenraum mit tiefem Stauraum und voll ausgestatteter Pantry
  • Gutes Rückwärtssteuerverhalten und einfache Manövrierbarkeit durch Wendellänge

Nachteile

  • An Deck gesteppter Mast bei einem Blauwasser-Entwurf (Reservierung durch den Tester)
  • Edelstahlbolzen in der Bleiflosse und den Edelstahltanks (Sorge des Testers)

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