Design und Konstruktion
Die Haber 660 ist um einen Polyester-Rumpf mit integriertem, internem Ballast und einer Langkiel-Form herum gebaut. Dieser interne Ballast sorgt in Kombination mit der Rumpfform für die hohe Stabilität des Bootes und eine stabile Lage selbst in rauer See – und trotz des geringen Tiefgangs ist die Yacht dank der Rumpfform und des gut gewählten internen Ballasts selbstaufrichtend. Das Standardgewicht liegt bei 1350 kg für Kategorie C und 1700 kg für Kategorie B, mit einem Ballast von jeweils 350 kg und 700 kg, was zu Ballastkoeffizienten von 26 % bzw. 41 % führt. Ein verglastes Oberdeck verläuft über die gesamte Länge der Kabine und bietet hervorragende Sicht sowie 1,85 m Stehhöhe im Innenraum; das geschlossene Steuerhaus ermöglicht es, aufrecht zu stehen und mit freiem Blick zu segeln. (1)
Rigg und Handhabung
Das Boot ist mit einem Gaffel-Slup-Rigg (Gunter-Takelung) ausgestattet, wobei ein Kutter als Option erhältlich ist. Das Großsegel wird für einfache Bedienung an einer einzigen Fall gefahren. Der 5,60 m hohe Mast ragt im abgesenkten Zustand 1,1 m über den Spiegel hinaus und kann von einer Person gestellt werden – eine Eigenschaft, die das zum Straßentransport absenkbare Mastsystem ermöglicht und die 660 zu einem echten Trailerboot macht. Die Segelfläche beläuft sich auf insgesamt 21,4 m² (12,4 m² Großsegel, 9,0 m² Genua), und die theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 5,79 Knoten. Auf dem Wasser hat das Boot einen Tiefgang von 0,40 m mit hochgezogenem Schwert und 1,45 m mit abgesenktem Schwert – ein Bereich, der sowohl flache Binnengewässer als auch Küstentörns ermöglicht.
Unterbringung
Im Innenraum ist die Aufteilung um einen zentralen Salon mit einem klappbaren Tisch herum organisiert, der sich in eine Doppelkoje umbauen lässt, während im Vorschiff eine zweite Doppelkoje untergebracht ist – insgesamt vier Kojen bei einer Passagierkapazität von vier Personen. Der Hersteller bezeichnet den Innenraum als intelligent und betont den unübertroffenen Komfort gegenüber anderen Yachten dieser Klasse, ergänzt durch zahlreiche Schränke und Stauräume. Eine geräumige Pantry und eine separate Nasszelle, optional mit Dusche, vervollständigen die Ausstattung. Das Boot wird als komfortables Boot für zwei Personen positioniert, mit Wohnraum für bis zu vier Personen; das hohe, gut verglaste Oberdeck bietet selbst beim Segeln eine hervorragende Rundumsicht. Ein Beobachter bemerkte in einer zeitgenössischen Rezension, dass die kompakte Aufteilung zwar für vier Personen ausgelegt ist, der Komfort jedoch für zwei oder drei Erwachsene optimal ist.
Antrieb und Ausrüstung
Der Antrieb ist flexibel: Die Basisauswahl besteht aus einem am Spiegel montierten Außenborder mit 4–15 PS, während Einbaudiesel-Optionen mit 5–16 PS unter der Plicht liegen. Die motorisierte Variante, die Haber 660 M, behält ein ähnliches Layout mit einer noch geräumigeren Steuerhaus und einer sicheren Plicht bei. Das Boot kann unter Segeln oder unter Motor gesegelt werden, was seine Vielseitigkeit für das Angeln oder Ausflüge mit der Familie erheblich erhöht.
Das Fazit
Die Haber 660 ist eine markante kleine Fahrtenyacht, die spritzige Leistung gegen echte Vielseitigkeit eintauscht. Ihr selbstaufrichtender Rumpf, die geschützte Steuerhaus und der trailerbare Mast machen sie zu einer praktischen Wahl für ein Paar, das von Seen bis zu offenen Gewässern segeln möchte, ohne eine Liegeplatzgebühr im Hafen zahlen zu müssen. Die Ausstattung ist für die Bootslänge beeindruckend vollständig, obwohl vier Erwachsene für alles außer sehr kurzen Törns schon an der Grenze liegen.
Vorteile
- Selbstrichtender Rumpf mit internem Ballast und stabiler Lage in rauer See
- Verschlossene, verglaste Radsteuerstandshaus mit 1,85 m Stehhöhe und guter Sicht
- Mast lässt sich für den Straßentransport von einer Person herunterlassen
- Vier Kojen inklusive einer Doppelkoje im Vorschiff und einer umbaubaren Koje im Salon
- Optionen für Außenborder oder Einbaudiesel; Segel oder Motoren (1)
Nachteile
- Komfort ist für längere Törns optimal für zwei oder drei Personen, nicht vier
- Bescheidenes Segelfläche und theoretische Geschwindigkeitsbegrenzung von 5,79 kn bremsen das Tempo
- Das Gaffelrigg ist einfach, aber weniger wartungsintensiv als ein Bermudarigg
