Gulfstar 39 Sailmaster — Informationen, Bewertung, technische Daten

Richard Lazzara·1981 – 1984·~57 hulls·Gulfstar Yachts
Gulfstar 39 Sailmaster drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
Kutter
LOA
39.58' · 12.06 m
Verdr.
19.000 lbs · 8.618 kg
Erstes Baujahr
1981

Die Gulfstar 39 Sailmaster ist ein 39 Fuß 6 Zoll langer Kutter, der zwischen 1981 und 1984 von Gulfstar Yachts gebaut wurde. Richard Lazzara wird als Konstrukteur zugeschrieben, und es wurden insgesamt 57 Rümpfe fertiggestellt. Sie ist eine Fahrtenyacht aus GFK mit moderater Verdrängung – 19.000 Pfund Gesamtgewicht bei 8.200 Pfund Bleiballast –, deren scharfer Bug, fast senkrechter Spiegel und sehr flache Deckssprunglinie ihr ein unverwechselbares Profil einer späten GulfstarÄra verleihen. Eine detaillierte Gutachterprüfung durch Good Old Boat zeigt ein Boot, das eher für komfortables Küsten und Hochseegehen als für maximale Leistung konzipiert wurde, und die Details ihrer Konstruktion und Aufteilung erklären den Grund dafür.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
39,58 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
32,42 ft
Breite
12,06 ft
Tiefgang
4,75 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser (Balsakern)
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Skeg-aufgehängt
Ballast
8.200 lbs (Blei)
Verdrängung
19.000 lbs
Wasserkapazität
150 gal
Kraftstoffkapazität
80 gal

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Kutter
Vorliek Großsegel
40,75 ft
Unterliek Großsegel
14,5 ft
Vorsegeldreieck Höhe
47 ft
Vorsegeldreieck Basis
16,5 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
49,81 ft
Segelfläche
684 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
15,37
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
43,16
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
248,92
Komfort-Ratio
30,83
Kenterungsverhältnis
1,81
Rumpfgeschwindigkeit
7,63 kn

Design und Konstruktion

Der Rumpf unter der Wasserlinie ist aus massivem GFK gefertigt, während Deck und Überwasserschiff mit einem Balsaholzkern (Endgrain) versehen sind, um die Steifigkeit zu erhöhen und gleichzeitig das Gewicht zu reduzieren. Die gesamte Deck-Rumpf-Verbindung besteht aus GFK- und Polyesterlaminaten. Die Rumpf-Deck-Verbindung nutzt ein überlappendes Schuhkarton-Design, und das Interieur ist im Stickbau um ein Längsträgersystem herum aufgebaut. Die Außenverkleidung besteht großzügig aus massivem Teakholz – Augenbrauen, Handläufe, Fußreling, Niedergangstüren und die Cockpitspritzwand –, während der Ballast aus Blei besteht und vollständig eingegossen (eingekapselt) ist. Unter Deck ist der Großteil des Interieurs aus Bootsbausperrholz mit Teakfurnier und glänzendem Lack verarbeitet, ergänzt durch cremefarbene Laminatpaneele und eine cremefarbene Vinyldecke. Der Boden besteht aus Teak und Eibe, und die Türen sind aus massiven Teakholzpaneelen gefertigt. Gulfstar hielt sogar ein Patent für den Knickspant-Einsatz an den Ecken des Innenausbaus, ein Detail, das die Verarbeitung über typische Serienboote hebt. (1)

Rigg und Handhabung

Der Sailmaster ist als Kutter mit einem weißen, an Deck gesteppten Aluminiummast, außenliegenden Püttingen und einer einzigen Reihe verjüngter Salingen getakelt. Das stehende Gut besteht aus Edelstahlkabeln, die von Oberwanten, zwei Unterwanten und einem geteilten Achterstag unterstützt werden. Das laufende Gut besteht aus doppelt geflochtenem Polyester, und das Ankergeschirr ist als Top-Lift-Anker ausgeführt. Ein Barient #8P und ein Paar Stoppers sorgen für die Bedienung der beiden Reffleinen unter dem Baum. Auf dem Wasser begrenzen die außenliegenden Püttinge die Schotwinkel und schmälern somit die Leistung am Wind, aber der beste Kurs des Bootes liegt auf raumen Kursen, und das Ruder liegt hervorragend aus. Der lange Flossenkiel und das Skeg-aufgehängte Ruder sorgen für eine hervorragende Kursstabilität und verhindern, dass das Ruder bei extremen Winkeln ins Schleudern gerät. Als Motor dient ein 50 PS starker Perkins 4-108 Diesel mit Velvet Drive-Übertragung und V-Antrieb. (1)

Unterbringung

Der Innenraum wird oft als Einzelkabinen- oder Pantry-Vorschiffskonfiguration bezeichnet. Die vorderen Bereiche – V-Koje, Nasszelle und Pantry – liegen tiefer als der erhöhte Hauptsalon. Im Bereich der V-Koje befindet sich an Backbord ein geteilter Kleiderschrank mit Schreibtisch und an Steuerbord eine vierfach ausgeführte Truhe. Gegenüber der Nasszelle erstreckt sich die L-förmige Pantry achtern über acht Fuß und umfasst eine Formica-Arbeitsplatte mit von oben beladbarer Kühlbox, einen kardanisch aufgehängten zweiflammigen Propangasherd mit Backofen sowie eine doppelte Edelstahlspüle mit druckgesteuertem Warm- und Kaltwasser. Die Nasszelle verfügt über eine einteilige GFK-Duschkabine mit Sitz, Druckwasser, ein öffnendes Bullauge, einen Dorade-Lufter und eine zweite Tür zum Salon. Der Salon selbst bietet eine L-förmige Sitzecke an Backbord und eine gerade Sitzecke an Steuerbord; achtern und an Steuerbord befindet sich eine nach achtern ausgerichtete Navigationsecke mit Drehstuhl. Bei der Variante Mk II wurde der tiefe Backbord-Schrank gegen einen flachen Schrank mit Achterkoje ausgetauscht, und der Spirituosenschrank an Steuerbord wurde durch einen zusätzlichen Kleiderschrank ersetzt. (1)

Deck und Ausrüstung

An Deck rahmen angeformte, rutschfeste Seitendecks mit einer Kantenlänge von 18 Zoll und ein 3-Zoll-Tek-Kuvaufbau eine praktische Aufteilung ein. Eine Teak-Ankerplattform am Vorsteven wird von 12-Zoll-offenen Bugklampen, Winden und einem Ankerwinden gefolgt; 63-Zoll-Tek-Geländer und Edelstahl-Lüfterhauben an den Dorade-Kisten verlaufen nach achtern. Der Doghouse ist mit sechs großen festen Bullaugen sowie zwei nach vorn gerichteten Bullaugen ausgestattet. Ein 16-Zoll-Brückendeck lenkt den Großteil des Wassers ab, und die Plicht verfügt über vier 2-Zoll-Eckenentlässe; eine Badeleiter auf der Mittellinie, ein eigener Propangasraum unter dem Steuersitz und ein tiefer Backskasten an Steuerbord, der Zugang zu Motor und Batterie bietet, vervollständigen das Bild.

Bekannte Schwachstellen

Undichtigkeiten an den festen Bullaugen gehören zu den häufigsten Beschwerden von Eignern dieses Entwurfs – ein Fehler, der bei jedem potenziellen Kandidaten für einen Kauf genau untersucht werden sollte. Zu den strukturellen Merkmalen gehören zudem die Aluminium-Bullaugen und -Luken, die bronzenen Seeventile und die Decksränder mit Balsaholzkern. (1)

Das Fazit

Die Gulfstar 39 Sailmaster ist eine durchdacht gebaute Fahrtenyacht, deren Deck mit Balsakern, eingegossener Bleiballast und patentiertem Innenausbau eine reife Produktionsära bei Gulfstar widerspiegeln. Sie opfert Leistung bei viel Wind zugunsten von außenliegenden Püttingen, belohnt das Fahrtensegler-Paar jedoch mit einer Pantry im Vorschiff, einem sicheren Cockpit-Entwässerungssystem und einem ausgewogenen Rudergefühl auf raumen Kursen.

Vorteile

  • Einlaminierte Bleiballast mit massivem GFK-Rumpf unter der Wasserlinie
  • Teak-und-Esche-Bodenbretter und patentiertes, gewölbtes Innenausbauholz
  • Sichere Plicht mit vier Eckentlennen und Brückendeflektor
  • Ausgewogenes Rudergefühl und Kursstabilität durch Skeg-Ruder

Nachteile

  • Die außenliegenden Püttinge begrenzen die Schotwinkel am Wind
  • Fest installierte Bullaugen neigen laut Berichten von Eignern zu Undichtigkeiten

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