Design und Konstruktion
Hollands Linien verleihen der Golden Shamrock die Aggressivität eines Rennwagens, und der Serienrumpf trug dieselben Merkmale und dieselbe Qualität wie das Sperrholz-Prototyp im Einzelteil-GFK-Rumpf. Das Deck ist aus GFK mit Balsa für Schalldämmung und Isolierung und ist außen rutschfest. Ein Bleikiel mit 2 % Antimon liegt unter dem Glattdeck-Layout, und die Plicht ist praktisch durch die Schotbar in zwei Zonen geteilt – eine für den Steuermann und eine für die Crew. Mit einer Länge über alles von 29,68 Fuß, einer Wasserlinie von 24,5 Fuß, einer Breite von 10,17 Fuß und einer Verdrängung von rund 7.055 Pfund gegenüber 3.108 Pfund Bleiballast liest sich der Entwurf eher als konzentrierter Halbtonner denn als Regatta-Cruiser. (1)
Rigg und Handhabung
Die Shamrock ist eine Masttoppslup mit einem eloxierten Leichtmetallmast und -baum. Unter Großsegel und Genua Nr. 1 beträgt die Segelfläche 50,04 Quadratmeter. In der Fachzeitschrift Classic Boat Archive befand ein Rezensent das hervorragend verarbeitete Boot als äußerst regattatauglich. Das Glattdeck mit seiner geteilten Plicht deutet auf eine creworientierte Plattform hin, die eher für das Schotwerk als für den Aufenthalt im Salon gebaut wurde. Ein 12 PS starker Einbaudiesel von Farymann oder Yanmar liefert den Hilfsantrieb. Mit einem Kraftstofftank von etwa 45 Litern und einem Wassertank von rund 90 Litern eignet sich das Boot hervorragend für kurze Küstenfahrten. (1)
Unterbringung
Trotz der Konstruktion als Regattaboot ist der Innenraum nicht spartanisch, sondern recht komfortabel gestaltet. Im Vorschiff befindet sich die übliche Segellagerung, in der bei Bedarf zwei Einzelkojen im V-Format eingerichtet werden können. Die Hauptkabine bietet an jeder Seite zwei Einzelkojen, wobei sich auf der Steuerbordseite eine Kartenmaschine und eine Navigator-Koje unter den Cockpitschalen befinden, während sich an Backbord ein Pantryblock mit Spüle befindet. Ein Tisch steht am Fuß des Mastes, und ein Bereich mit der installierten Toilette kann auch als Stauraum dienen. Diese Aufteilung opfert das offene Salonvolumen zugunsten von festen Seekojen und einer funktionalen Navigationsecke.
Bekannte Schwachstellen
Das sportliche Debüt des Prototyps brachte eine strukturelle Warnung mit sich: Bei der Regatta in Pertuis brach der Mast im Anker. Dieser Schaden gehört zur frühen Regatta-Saison des Sperrholz-Prototyps und nicht zur Serienproduktion aus GFK, markiert aber den Ursprung des Entwurfs als reinrassiges Boot, das bereits in der ersten Saison hart beansprucht wurde. Der GFK-Rumpf entsprach in Qualität dem des Prototyps. (1)
Das Fazit
Die Golden Shamrock 30 ist ein kleiner, zweckmäßiger Holland-Halbtonner mit einem aus Regatten abgeleiteten Rumpf und einem überraschend wohnlichen Innenraum für ihre sportliche Ausrichtung. Ihr Glattdeck, die geteilte Plicht und die definierten Kojen zeigen ein Boot, das für das Regattasegeln mit Crew konzipiert, aber für den komfortablen Küstenbetrieb ausgebaut wurde. Die sehr kleine Produktionszahl begrenzt das Marktangebot, doch die Qualität des Entwurfs und die Hand von Ron Holland garantieren ihr ein stetiges Sammlerinteresse unter Liebhabern klassischer Regatta-/Fahrtenyachten.
Vorteile
- Entwurf von Ron Holland mit direkter Regatta-Vergangenheit aus der Half Ton Cup
- Serienproduktion im GFK-Rumpf entsprach der Qualität des Sperrholz-Prototyps
- Komfortables, nicht spartanisches Innenraumkonzept mit separaten Navigationsecken und Pantry
- Bleikiel mit 2 % Antimon und isoliertes Deck mit Balsakern
Nachteile
- Das Prototyp erlitt im frühen Regattasegeln einen Mastbruch
- Die sehr kleine Produktionsserie schränkt Ersatzteile, die Community und Vergleichsmöglichkeiten ein
- Das regattaorientierte Glattdeck und die geteilte Plicht mindern das gemütliche Entspannen beim Fahrtensegeln







