Irwin 30 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Ted Irwin·1976·Irwin Yachts
Irwin 30 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
Masttoppslup
LOA
30' · 9.14 m
Verdr.
9.200 lbs · 4.173 kg
Erstes Baujahr
1976

Die Irwin 30 ist ein von Ted Irwin entworfenes Segelboot aus GFK, das von der Werft Irwin Yacht & Marine Corp. gebaut wurde. Der Entwurf stammt aus den späten 1960er Jahren, die Serienproduktion begann 1976. Mit einer Länge über alles von 30 Fuß, einer Wasserlinienlänge von knapp unter 27 Fuß, einer Breite von etwas über 10 Fuß und einer Verdrängung von fast 9.200 Pfund bei 4.100 Pfund Bleiballast bewegt sie sich eher im Bereich der moderaten Regattayachten als im Segment der reinen Fahrtenyachten. Die Rezension in der Yachtdatenbank beschreibt sie mit einem VerdrängungsLängenVerhältnis (D/L) von 242 und einem Verhältnis von Länge zu Breite (B/L) von 2,97 – Zahlen, die einen für ihre Epoche relativ schmalen, moderat beladenen Rumpf beschreiben.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
30 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
26,92 ft
Breite
10,17 ft
Tiefgang
5 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe
45,5 ft

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Skeg-aufgehängt
Ballast
4.100 lbs (Blei)
Verdrängung
9.200 lbs
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Masttoppslup
Vorliek Großsegel
35 ft
Unterliek Großsegel
11 ft
Vorsegeldreieck Höhe
41,68 ft
Vorsegeldreieck Basis
13,5 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
43,81 ft
Segelfläche
474 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
17,27
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
44,57
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
210,53
Komfort-Ratio
23,25
Kenterungsverhältnis
1,94
Rumpfgeschwindigkeit
6,95 kn

Design und Konstruktion

Die Irwin 30 ist auf einem massiven GFK-Rumpf gebaut, und die amerikanische Werft bot sie mit verschiedenen Kielkonfigurationen anstatt einer einzigen festen Variante an. Eine Kombination aus Festkiel und Schwert (Kielschwert) verbindet einen festen Kielstummel mit einem einziehbaren Schwert, wodurch das Boot sowohl im Küsten- als auch im Binnengewässer eingesetzt werden kann; bei diesem Anhang liegt der tiefste Tiefgang unter Last bei etwa 1,30 bis 1,40 Metern. Eine Version mit Flossenkiel hat einen Tiefgang von 1,20 bis 1,28 Metern, während eine dritte Option mit Flossenkiel deutlich tiefer liegt (ca. 1,50 bis 1,60 Meter) und dennoch die meisten Marinas problemlos passiert. Diese Vielfalt an Unterwasserprofilen ist für ein 30-Fuß-Boot ungewöhnlich und zeigt, dass der Entwurf sowohl für Segler von Flachwasserrevieren als auch für tiefgehende Kielboote ohne den Aufwand eines neuen Rumpfmusters dienen sollte.

Rigg und Handhabung

Das Boot ist als Masttoppslup mit einem Mast, der etwa 45,5 Fuß über der Wasserlinie steht, und einer Segelfläche von fast 474 Quadratfuß ausgelegt. Die Maße ihrer stehenden und laufenden Gut sind detailliert dokumentiert: Alle Fallen – Großsegel, Fock oder Genua und Spinnaker – haben eine Länge von rund 91,8 Fuß bei einem Durchmesser von 3/8 Zoll, während die Schoten für Fock, Genua und Großschot aus 1/2-Zoll-Leine gefertigt sind, wobei die Großschot selbst 75 Fuß misst. Das Cunningham, die Unterliekstreckschnur und das Unterliekspanner sind 3/8 Zoll stark und haben eine Länge von 11 bis 22 Fuß. Diese Werte lassen sich in den üblichen Bereich für eine 30-Fuß-Slup einordnen und deuten auf ein unkompliziertes, einheitliches Fallpaket hin, das Austauscharbeiten vereinfacht. Die benetzte Fläche des Rumpfbodens beträgt etwa 365 Quadratfuß, und das Verdrängungsverhältnis liegt bei fast 930 Pfund pro Zoll, sodass sie unter Last berechenbar absinkt.

Leistungsspektrum

Auf dem Papier liest sich die Irwin 30 als bereitwillige Küstenläuferin. Ihre theoretische Rumpfgeschwindigkeit bei Verdrängung liegt bei 6,9 Knoten, und das Kenterungsverhältnis von 1,88 würde sie allein nach dieser Formel für Hochseeregatten qualifizieren. Die Komfort-Ratio beträgt 25,6, und das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 242 ordnet sie eher zu den moderaten Regattayachten als zu schweren Langstreckenbooten ein. Keineswegs macht sie dies nach modernen Maßstäben zu einer hochseetauglichen Expeditionyacht, aber die Zahlen zeigen einen Rumpf, der auf Agilität statt auf maximale Tragfähigkeit getrimmt ist. (1)

Bekannte Schwachstellen

Die Vielfalt der Kieloptionen der Irwin 30 ist die einzige Abweichung, auf die ein Käufer achten sollte: Da derselbe Rumpf mit einem kleinen Kielschwert, flachem Flossenkiel und tieferem Flossenkiel angeboten wurde, müssen Tiefgang und Verhalten des Bootes unter den Füßen immer vom jeweiligen Rumpf bestätigt werden, anstatt dies vom Modellnamen aus zu vermuten. Quellen berichten von keinen systematischen Mängeln dieses Modells.

Das Fazit

Die Irwin 30 ist ein Entwurf von Ted Irwin aus den späten 1960er Jahren, der als GFK-Slup aus der Produktion von 1976 auf den Markt kam und für ihre Größe eine ungewöhnliche Kielflexibilität bietet. Sie ist ein für Regatten proportioniertes Küstenboot mit dokumentierten Riggmaßen und einer Flachkiel-Option, die die Revierwahl erheblich erweitert.

Vorteile

  • Drei Kieloptionen, darunter eine Version mit Hubkiel für flache Gewässer
  • Solider GFK-Rumpf mit Bleiballast und moderaten Regatta-Proportionen
  • Voll dokumentierte Rigg-Längen und -Durchmesser vereinfachen die Wartung

Nachteile

  • Die Kenterungsverhältnisse und Komfortwerte positionieren sie eher im Küstenbereich als auf hoher See
  • Die Variante mit Kielschwert bedeutet, dass jedes Boot einzeln nach seinen Anhängen bewertet werden muss

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