Design und Konstruktion
Berrets Serena 100 misst eine Länge über alles von 32,81 Fuß bei einer Wasserlinienlänge von 26,9 Fuß und einer Breite von 11,09 Fuß, was ein Verhältnis von Länge zu Breite von 2,96 ergibt. Dies deutet auf eine breite, volumenorientierte Fahrtenyacht im mittleren Alter von 30 Jahren hin und weniger auf einen leichten Regattakreuzer mit flachem GFK-Rumpf und -Deck. Sowohl Rumpf als auch Deck bestehen aus massivem GFK, und der Ballast ist aus Eisen – eine unkomplizierte, reparierbare Konstruktionsphilosophie, die typisch für die Produktion der Werft in den 1980er Jahren ist. Der Flossenkiel sorgt für einen maximalen Tiefgang von etwa 4,0 bis 4,3 Fuß unter Last, wodurch das Boot in flachen Marinas anlegen kann, die tiefergehende Boote mit Flossenkiel aufgrund ihres Tiefgangs nicht erreichen können. Mit einer Verdrängung von 9.480 Pfund und einer benetzten Fläche von rund 301 Quadratfuß handelt es sich um einen Rumpf mit moderater Verdrängung, dessen Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 217 ihn in der zeitgenössischen Klassifizierung zu den „moderaten Regattayachten“ zählt. (1)
Rigg und Handhabung
Das Masttopprigg trägt einen Segelplan von 360 Quadratfuß, was zu einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 12,86 führt – ausreichend, um das Boot bei einer Brise in Fahrt zu halten, ohne für das Fahrtensegeln mit kleiner Crew übermäßig viel Segelfläche zu haben. Ihr Komfort-Ratio von 20,6 und das Kenterungsverhältnis von 2,10 beschreiben ein Boot, das nicht für Hochseeregatten geeignet ist, aber stabil genug für Küstenfahrten und moderate Offshore-Passagen ist. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei etwa 7,0 Knoten, und eine Verdrängung von fast 1.039 Pfund pro Zoll sorgt dafür, dass sie schwer auf dem Wasser liegt und unter Last langsam ihren Trimm verändert – ein berechenbares, gutmütiges Verhalten für eine Fahrtenyacht, eher als für ein nervöses Regattaboot. Die Beschlagsanlage entspricht dem Standard der damaligen Zeit: Kontrollleinen im ganzen Boot mit 12 mm (1/2 Zoll) Durchmesser, wobei die Großschot 25 Meter lang ist, die Fock- und Genuaschoten jeweils 10 Meter und die Spinnakerschoten sowie die Vorsegelschoten zusammen 22 Meter. (1)
Unterbringung
Die Serena 100 fasst mit ihren Tanks 40 Gallonen Wasser und 27 Gallonen Diesel in einem Rumpf von 9.480 Pfund – eine bescheidene Tankkapazität für ein Boot dieser Größe, die zu den Werten passt, die sie für Küstenfahrten und moderate Törns qualifizieren.
Das Fazit
Die Gib'Sea Serena 100 ist eine von Berret entworfene, von Gibert gebaute Solid-Glass-Cruiser-Fahrtenyacht aus den frühen 1980er Jahren, die die sportlichen Regatta-Eigenschaften gegen Hafenzugang und ein stabiles Seeverhalten eintauscht. Ihre Kennzahlen beschreiben eine Fahrtenyacht mit moderater Verdrängung für Küsten- und Binnenreviere, mit genügend Segelfläche, um lebendig zu sein, und genügend Breite, um geräumig zu sein – alles in einem Rumpf, der wenig Tiefgang hat und Eisenballast einfach trägt.
Vorteile
- Geringer Tiefgang des Flossenkiels (ca. 1,2–1,3 m) erleichtert den Zugang zu Marinas und Ankerplätzen
- Solider GFK-Rumpf und Deck, Eisenballast – unkomplizierte Konstruktion für Fahrtensegler
- Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 12,86 mit 33,5 m² Segelfläche auf einem Masttopp-Rigg
- Komfort-Ratio von 20,6; stabiler, berechenbarer Rumpf mit moderater Verdrängung
Nachteile
- Das Kenterungsverhältnis von 2,10 schließt sie für Hochseeregatten aus
- Keine Details zu Innenraum, Tankkapazitäten oder Rigg außer den Rahmenwerten
- 27 Gallonen Kraftstoff und 40 Gallonen Wasser sind für längere autonome Törns knapp bemessen










