Design und Konstruktion
Sowohl Rumpf als auch Deck bestehen aus massivem GFK, was dem typischen Laminatverfahren von Gibert Marine in den 1980er und 1990er Jahren entspricht. Die 334 verfügt über einen Eisenballast von 2.646 Pfund bei einer Verdrängung von 9.590 Pfund, was einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 39 Prozent entspricht – ein Wert, der laut Designhistorie über dem von vergleichbaren Segelbooten mit 38 Prozent liegt. Ihr Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 2,83 und ein Innenraumvolumen, das als geräumiger als das von 79 Prozent ähnlicher Konstruktionen beschrieben wird, kennzeichnen sie als breite, volumenorientierte Fahrtenyacht für die Küste und nicht als schlanke Regattayacht. Die benetzte Fläche von rund 376 Quadratfuß und ein Absinkungsvermögen nahe 1.064 Pfund pro Zoll deuten auf einen moderat beladenen Rumpf mit berechenbaren Eigenschaften unter Fahrtenlast hin.
Kieloptionen und Tiefgang
Gibert Marine bot die 334 mit zwei verschiedenen Kielalternativen an. Die Version mit Flossenkiel hat je nach Beladung einen Tiefgang von etwa 1,87 bis 1,96 Metern und ist um einen eisernen Flossenkiel herum gebaut, was den Einsatz auf großen Marinas einschränkt. Die Variante mit Hubkiel ist ein vertikal aufholbarer eiserner Kiel, der auf etwa 0,80 Meter angehoben werden kann, sodass das Boot in flachen Ankerplätzen und kleineren Häfen festmachen kann, die die Flossenkiel-Version nicht erreichen kann. Beide Konfigurationen teilen sich die gleiche Rumpfform, weshalb die Toleranz des Käufers gegenüber dem Tiefgang der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Versionen ist. (1)
Rigg und Segelhandling
Die 334 ist als Masttoppslup getakelt. Die Spezifikationen für das stehende Gut und die Schoten aus den Konstruktionsdaten vermitteln ein praktisches Bild der Trimmwege: Die Schoten von Fock und Genua werden mit einer Länge von ca. 9,75 Metern (32 Fuß) bei einem Durchmesser von 1/2 Zoll geschätzt, die Großschot auf 24,4 Meter (80 Fuß) und die Spinnakerschot auf knapp über 21 Meter (70 Fuß), jeweils mit 1/2-Zoll-Leinen. Diese Längen bestätigen ein konventionell proportioniertes Masttopprigg, bei dem der Traveller der Großschot und die Spinnaker-Geschirre einen großzügigen Leitungsverlauf nach achtern erfordern. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 7,0 Knoten, was eine Funktion ihrer Wasserlinienlänge von 8,25 Metern (27 Fuß) ist.
Leistungsprofil
Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis liegt knapp unter dem Durchschnitt, und das Konstruktionsprofil korreliert diese Zahl mit einem aufrichtenden Moment, das eine Krängung unterdurchschnittlich niedrig hält. Das ist weniger ein Mangel als vielmehr eine Designpriorität: Der volumenorientierte Rumpf und der moderate Ballast deuten auf ein Boot hin, das für ein stabiles, gutmütiges Seeverhalten im Cruisingtrimm ausgelegt ist und nicht für extreme Seetüchtigkeit unter Segeln. Die Wasserlinie von 27 Fuß und die theoretische Höchstgeschwindigkeit von 7 Knoten positionieren sie recht gut im Vergleich zu 32-Fuß-Booten ihrer Klasse aus Mitte der 1990er Jahre. (1)
Unterbringung
Der Innenraum ist das Highlight der 334. Die Konstruktionsdaten beschreiben sie als geräumiger als 79 Prozent vergleichbarer Segelboot-Konstruktionen – eine direkte Folge des Längen-Breiten-Verhältnisses von 2,83 und der Volumenaufteilung nach Joubert-Nivelt. Der Anspruch auf vergleichbare Großzügigkeit ist explizit und ungewöhnlich für diese Bootslänge.
Das Fazit
Die Gib'Sea 334 ist eine in kleiner Stückzahl gebaute, volumenorientierte Fahrtenyacht von Joubert-Nivelt. Die Option mit Hubkiel erweitert ihren Revierbereich, und ihr Innenraum bietet mehr Platz als man es von 32 Fuß erwarten würde. Sie ist keine steife Regattayacht, aber sie ist ein praktischer, solide gebauter Küstenkreuzer aus den letzten unabhängigen Jahren von Gibert Marine.
Vorteile
- Mehr Innenraumvolumen als bei 79 Prozent ähnlicher Konstruktionen
- Version mit Hubkiel öffnet das Revier für Flachwasserreviere
- Solide GFK-Rumpf- und Decksbauweise
- Selten, aber dokumentierte Joubert-Nivelt-Designlinie
Nachteile
- Untermittelbare Krängungsstabilität für ihre Klasse
- Der Tiefgang des Flossenkiels schränkt den Hafenzugang ein
- Nur 68 Exemplare gebaut, daher erfordert die Suche Geduld








