Design und Konstruktion
Die Rümpfe der Athena 38 sind aus Sandwichbauweise mit Multifoam-Kern und GFK-Harz gefertigt, wobei Schaumstoff im Heck, am Spiegel und im vorderen Bereich platziert ist, sodass das Boot als unsinkbar gilt. Perrys Designprüfung hob die Formgebung des Rumpf-Deck-Übergangs als den interessantesten Aspekt des neuen Entwurfs hervor: Die Freifläche verjüngt sich mit einem großen, weichen Radius, bevor sie auf das reine Decksniveau ansteigt, und die Rümpfe enden bei den Badeplätzen in einer weiteren hochgradig gestalteten Linie. Darunter sind flache Kiele mit einer Tiefe von 3 Fuß mit nicht-strukturellen, opferbaren Komponenten kombiniert, die für unbeabsichtigte Grundberührungen ausgelegt sind. Die kritische Durchfahrtshöhe zwischen Brückendeck und Wasser beträgt scheinbar 28 Zoll – eine Maßnahme, die direkt das Verhalten des Bootes in der Welle beeinflusst. (1)
Rigg und Handhabung
Das Rigg ist ein 7/8-Slup mit einem an Deck stehenden Z-Spar-Mastprofil und einer Gesamtsegelfläche von 914 Quadratfuß, die sich auf ein Großsegel mit Volllatten und eine Genua verteilt. Das Großsegel ist ein großes, ausgestellt geschnittenes Segel von 538 Quadratfuß auf kugelgelagerten Umlenkrollen, das über eine Großschot zu einer selbstholenden Lewmar 44 Winsch an Bord des getesteten Bootes gefahren wird, ergänzt durch einen 11½-Fuß-Doppelend-Traveller direkt hinter der Plicht. Ein ProFurl-Vorliekrollsystem bedient das Vorsegeldreieck. Unter Motor schoben zwei 18 PS starke Yanmar Saildrives das Boot bei 7½ Knoten auf flachem Wasser bei 2.600 U/min voran; dabei verbrauchte es etwa vier Zehntel einer Gallone pro Stunde mit festen Zweiblattpropellern. Unter Segeln erreichten Testsegler auf Halbwindkursen im Hauraki Gulf schnell 10 Knoten und konnten fast bis zu 40 Grad Höhe am Wind tacken. (1)
Unterbringung
Die Aufteilung ist symmetrisch: Vier Kabinen mit Doppelkojen nehmen die Enden der Rümpfe ein, wobei jede von einer Nasszelle mit Dusche mittschiffs getrennt ist – jeweils eine pro Rumpf. Der Salon erstreckt sich über etwa 13 Fuß Länge, bietet eine durchschnittliche Stehhöhe von über sechs Fuß und einen am Sockel montierten vier Fuß langen Tisch für sechs bis acht Personen. Eine große Hufeisen-Sitzgruppe und eine U-förmige Pantry prägen den zentralen Bereich, obwohl die Arbeitsplatten der Pantry keine zusätzlichen Geräte tragen. Die Eigner in den Rümpfen genießen eine durchschnittliche Stehhöhe von 6 Fuß 3 Zoll, wobei die Eignerkabinen 6 Fuß 4 Zoll messen und die Kojen etwa 4 Fuß 9 Zoll mal 6 Fuß 6 Zoll groß sind. Die Pantry verfügt über einen zweiflammigen, nicht gimbalierten Herd mit Backofen unter einem klappbaren Deckel, eine keilförmige, oben öffnende Kühlbox und eine 80-Gallonen-Frischwasserversorgung, die eine Dusche im Telefonhäuschen-Stil speist.
Cockpit und Deck
Die Plicht ist mit einer Breite von voller 10 Fuß ausgestattet. Bei dem getesteten Exemplar befindet sich eine 20-Zoll-Radsteuerung am Steuerbordschott und eine Ankerkette mit Ankerkasten im Verlauf des Mastes. Die große Breite von 20 Fuß 8 Zoll und die Länge über alles von 38 Fuß 1 Zoll ergeben ein Verhältnis von Länge zu Breite von 1,84 – ein breites Profil, bei dem der Wohnraum Vorrang vor schlanken Rumpflinien hat. Sie liegt vor Anker sehr ruhig, eine Eigenschaft, die Kritiker jener Zeit als Stärke der Rumpfform und des Brückendecks ansahen.
Das Fazit
Die Athena 38 ist eine durchdacht gestaltete Fahrtenyacht, die den Regatta-Vorteil gegen Volumen, Komfort und gutmütiges Handling auf dem Trockenen eintauscht. Der Innenraum von Flahault und die Rumpfform von Joubert-Nivelt machen sie zu einem guten Kandidaten für ein Paar oder eine Familie, die flache Gewässer erkunden möchten. Die unsinkbare Konstruktion und die opferbaren Kiele mildern die Folgen von Fehlern oder einem falsch stehenden Riff ab.
Vorteile
- Unsinkbare, schaumgefüllte Rümpfe mit opfern Kielkomponenten bei Grundberührungen
- Symmetrische Vier-Kabinen-Aufteilung mit einer Nasszelle pro Rumpf und hoher Stehhöhe im gesamten Innenraum
- Breite, gemütliche Plicht und Saloon mit Sitzplätzen für sechs bis acht Personen
- Leise vor Anker und wirtschaftlich bei moderaten Diesel-Drehzahlen
Nachteile
- Die Arbeitsplatten der Pantry sind ohne Schiebeleisten ausgestattet, was auf See ein Nachteil ist
- Die Durchfahrtshöhe des Brückendecks von 28 Zoll führt bei kurzem, steilem Seegang zu hartem Aufschlagen
- Der nicht doppelwandige Herd begrenzt den Kochkomfort bei Krängung oder unter Segeln






